
Das 1:1 gegen den FC Neuhadern bedeutet die fünfte Partie ohne Pleite. Trainer Andreas Gries wertet das Remis als Erfolg.
TSV Gräfelfing – FC Neuhadern 1:1 (1:0) Tore: 1:0 Heilmann (11.), 1:1 Peterssen (82.) – Zeitstrafe: S.Gegenbauer/TSV (85.)
Nach jedem Unentschieden steht die Frage im Raum, ob man das Ergebnis eher als Erfolg oder als Enttäuschung wertet. Für Andreas Gries, den Trainer des Kreisligisten TSV Gräfelfing, schlug das Pendel nach dem 1:1 gegen den FC Neuhadern am Samstag eher in Richtung Erfolg aus. Denn durch das Remis sind die Wölfe auch im fünften Pflichtspiel seit der Winterpause ungeschlagen geblieben. Dank drei Siegen und zwei Unentschieden haben sie die Abstiegsränge der Kreisliga 2 vorerst verlassen. „Wenn man unsere Fahrtrichtung anschaut, können wir mit dem Unentschieden zufrieden sein. Mit etwas Glück hätten wir auch gewinnen können, aber hätte mir vorher jemand gesagt, dass wir elf Punkte aus den ersten fünf Spielen holen, hätte ich das sofort unterschrieben“, sagte Gries.
Von den Gästen hält der TSV-Trainer viel. „Das ist eine spielerisch starke Mannschaft, vielleicht sogar die spielerisch beste der Liga“, so Gries. Die Gräfelfinger ließen das gefürchtete Kombinationsspiel auf dem kleinen Kunstrasenplatz jedoch zunächst nicht zur Entfaltung kommen. „Die erste Halbzeit ging leicht an uns, wir hatten etwas mehr Punch“, kommentierte der TSV-Trainer. Sein Team ging früh in Führung: Im Anschluss an einen weiten Einwurf traf Youngster Luis Heilmann volley von der Strafraumgrenze zum 1:0. Nach einem Seitfallzieher an den Pfosten von Emil Pärssinen hätte der früh für den verletzten Carlo Schick eingewechselte Philip Sterr per Abstauber auf 2:0 erhöhen können, er jagte den Ball jedoch über das Tor. Ein vermeintlicher Treffer wurde Gräfelfing zudem wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen, auf der Gegenseite parierte TSV-Keeper Luca Tietze einmal glänzend.
Im zweiten Durchgang nahm der Druck der Gäste zu. „Neuhadern war dann spielerisch besser, auch wenn wir über Umschaltaktionen weiter gefährlich waren“, stellte Gries fest. Die besten Chancen für den TSV hatte der nach seiner Daumenverletzung mit Schiene aufgelaufene David Pleyer, der gleich zweimal am Aluminium scheiterte. Kurz vor dem Abpfiff kam Neuhadern nach einem Eckball durch Dennis Peterssen doch noch zum Ausgleich. Nach einem harten Einsteigen des gerade erst eingewechselten Simon Gegenbauer musste der TSV den Punkt in Unterzahl verteidigen, ließ aber nichts mehr anbrennen.
Nun können die Wölfe erst einmal durchschnaufen, am Osterwochenende wird in der Münchner Kreisliga nicht gespielt.