2026-09-10T11:51:54.263Z

Allgemeines

Königstransfer hat sich viel vorgenommen

Marco de Stefano war der Aufstiegsheld bei der SSVg Velbert. Doch jetzt schlägt er ein neues Kapitel beim SV Sonsbeck auf. Was steckt hinter seinem überraschenden Wechsel? Warum zieht er die berliga der Regionalliga vor?

von Andre Egink · 16.08.2025, 22:30 Uhr · 0 Leser
Marco de Stefano freut sich auf die Zeit in Sonsbeck.
Marco de Stefano freut sich auf die Zeit in Sonsbeck. – Foto: Ulrich Laakmann

Am Sonntag um 15.30 Uhr startet für den SV Sonsbeck mit dem Auswärtsspiel beim FC Büderich die neue Saison in der Oberliga Niederrhein. Mit von der Partie ist Königstransfer Marco de Stefano. Der 23-jährige war in der vergangenen Spielzeit der Aufstiegsheld für die SSVg Velbert. Aber warum hat er das Team auf dem Gipfel des Erfolgs verlassen? Immerhin hätte er in der Regionalliga spielen können.

„Nachdem ich Velbert in die Regionalliga geköpft habe, brauchte ich etwas Neues. Das Jahr war wegen meiner Verletzung vor der Hinrunde sehr schwierig für mich. Trotzdem habe ich immer versucht, mein Bestes zu geben, um meinen Teil zum Aufstieg zu leisten. Letztendlich kamen wir beidseitig nicht auf einen Nenner für die nächste Saison. Und so habe ich mit für einen anderen Verein entschieden“, sagt Marco de Stefano und fügt noch hinzu, dass sein neuer Klub und der Willy-Lemkens-Sportpark kein Neuland für ihn sind.

„Den SV Sonsbeck kenne ich jetzt schon mehrere Jahre. Er hat eine sehr starke Truppe, die jahrelang zusammengewachsen ist und blind miteinander kommunizieren kann. Zu meiner Entscheidung hat mein guter Freund Jan Fauseweh (Torwart des SV Sonsbeck, Anm. d. Red.) einen großen Teil beigetragen. Mein Berater Dennis Gerritzen, dem ich sehr dankbar sein kann, hat mir sehr dabei geholfen, das Richtige zu finden. Mir war klar, was für eine starke Truppe auf mich warten wird, sowie ein super Trainerteam und gute Mitspieler.“

Obwohl der flinke Außenspieler mehrere Optionen hatte – auch in anderen Bundesländern – ist er mit seiner Entscheidung sehr zufrieden und fühlt sich in Sonsbeck sehr wohl.

Variabel einsetzbar

Trainer Heinrich Losing plant mit ihm auf der linken Offensivseite. „Er weiß aber auch, dass er mich flexibel auf beiden Seiten einsetzen kann und ich auch in der Spitze aushelfen kann. Meine Stärken sind auf jeden Fall die Schnelligkeit, die Abschlüsse und die Zweikämpfe. Ich mag es sehr, die Eins-gegen-Eins-Duelle zu suchen und mit Tempo zum Tor zu kommen“, sagt Marco de Stefano. Durch seine Erfahrung sieht er sich auch als Führungsspieler. „Ich helfe den jungen Spielern gerne, in der Liga Fuß zu fassen“, sagt er.

Bis zur U15 spielte Marco de Stefano im Nachwuchsleistungszentrum von Rot-Weiss Essen. Danach folgte eine Saison bei der SG Unterrath, bei der er es ins Blickfeld eines Scouts von Viktoria Köln schaffte und dem Ruf nach Köln folgte.

Weiter ging es zum Hombrucher SV (U-17-Bundesliga). In der A-Jugend trug Marco de Stefano die Trikots von Ratingen 04/19 und ETB Schwarz-Weiß Essen. Im Seniorenbereich spielte er jeweils zwei Jahre für die BG Überruhr sowie für die Sportfreunde Hamborn 07, für die der Außenspieler in 69 Oberliga-Spielen 20 Tore und 10 Vorlagen beisteuerte. In der vergangenen Saison spielte er für die SSVg Velbert, wo er maßgeblich am Aufstieg in die Regionalliga beteiligt war. Der 23-Jährige ist sehr dankbar für seine Jugendzeit und dass er gerade in den NLZ sehr viel lernen konnte. Den Traum vom Profi-Fußball träumt er immer noch. „Für mich als Essener Junge war es immer ein Traum, für die Profis von Rot-Weiss Essen aufzulaufen. Wer weiß? Vielleicht wird es in den nächsten Jahren Realität?“

Fokus auf Sonsbeck

Marco de Stefano hat aber auch abseits des Fußballplatzes genaue Vorstellungen. Er arbeitet für einen ungebundenen Dienstleister im Bereich Finanzen und Versicherungen. „Heutzutage sollte sich jeder um seine Zukunft Gedanken machen und schauen, dass man vernünftig aufgestellt ist, vor allem bei der Rentenarmut und der Inflationsrate. Um genau solche Themen kümmern wir uns.“

Der 23-Jährige, der auch immer noch in seiner Heimatstadt Essen wohnt, hat eine Fahrgemeinschaft mit seinem Freund Jan Fauseweh und Linus Krajac. Die Baller League, in der Fauseweh ebenfalls aktiv ist, wäre auch etwas für Marco de Stefano. Im Vordergrund steht sie allerdings nicht. Denn für ihn zählt aktuell nur der SV Sonsbeck.

„Ich will eine erfolgreiche Saison mit dem SV Sonsbeck spielen, und dafür gebe ich hundert Prozent. Ich denke, dass wir in dieser Saison oben mitspielen können. Wenn wir unsere Qualität jede Woche abrufen und immer dranbleiben, traue ich uns sehr viel zu“, sagt er. Dafür wäre ein erfolgreicher Saisonstart beim FC Büderich am Sonntag sehr hilfreich.