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Kleve: Oberfinanzdirektion gibt grünes Licht für Stadionausbau

Über 15 Monate lang prüfte die Oberfinanzdirektion in Düsseldorf die Planungsunterlagen für den Stadionausbau am Klever Bresserberg. Nun aber kann es wohl zügig vorangehen. Zumal in der Eroglu-Arena bald Zweitliga-Fußball gespielt werden soll.

von Maarten Oversteegen · 02.03.2025, 08:00 Uhr · 0 Leser
Am Bresserberg soll endlich etwas passieren.
Am Bresserberg soll endlich etwas passieren. – Foto: Arno Wirths

Im November 2023 hatte die Klever Stadtverwaltung Planungsunterlagen gen Düsseldorf geschickt, nun ist endlich ein Haken dran: Wie Bürgermeister Wolfgang Gebing (CDU) am Mittwochabend im Rat mitteilte, hat die Oberfinanzdirektion (OFD) die Prüfung mit Blick auf die Ausbauarbeiten am Stadion am Bresserberg abgeschlossen. Damit steht der Fertigstellung der Tribüne wohl nichts mehr im Wege. Die Ratsvertreter atmeten auf, avancierte das Verfahren doch zunehmend zu einer Posse. Kaum einer konnte noch nachvollziehen, was und weshalb die Behörde in der Landeshauptstadt so lange prüft.

Zum Hintergrund: Das Gebäude ist seit der Errichtung im Jahr 2008 ein Rohbau. Toiletten gibt es nicht, es fehlen eine vernünftige Entwässerung, Fenster und Türen. Lediglich Sitzschalen auf der Stadionseite wurden eingebaut. Nun aber soll die Sanierung der Wettkampfanlage sowie der Tribüne im Sportzentrum angegangen werden. Dafür liegt auch ein Förderbescheid in Höhe von 1,128 Millionen Euro vor. Es ist Eile geboten, weil die Zuschüsse nur befristet zur Verfügung stehen. Zudem wollen die Fußballerinnen des VfR Warbeyen in der nächsten Saison, die nach der Sommerpause beginnt, Zweitliga-Fußball in der Eroglu-Arena am Bresserberg spielen. Sie stehen kurz vorm Sprung in den Profi-Sport – da braucht es eine entsprechende Infrastruktur.

VfR Warbeyen mit Ambitionen

Die Ambitionen der Kickerinnen waren ebenfalls Thema im Rat. Wie berichtet hofft der Verein darauf, von der Stadt für die Premierensaison etwa 20.000 Euro entsprechend der Sportförderrichtlinie für Fahrt-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten zu bekommen. CDU, SPD, Bündnisgrüne, Offene Klever und FDP hatten nun diesbezüglich eine Stellungnahme verfasst, mit der sie sich ausdrücklich für die Beihilfe aussprechen.

CDU-Chef Georg Hiob sagt dazu: „Mit der Unterstützung des Antrages würdigen die Fraktionen den sportlichen Erfolg der ersten Frauenmannschaft und die langjährigen Bemühungen des VfR Warbeyen zur Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs in der Stadt.“ Die erstmalige Teilnahme eines Klever Fußballvereins an der Zweiten Bundesliga sorge für bundesweite Aufmerksamkeit, es handele sich um einen Beitrag zum Stadtmarketing, heißt es von Hiob.

"Sehen Antrag positiv"

Bürgermeister Gebing erklärte im Rat: „Wir prüfen den Antrag und sehen ihn positiv.“ Im Augenblick bestünde aber kein Handlungsbedarf. „Zunächst einmal muss der Verein aufsteigen, und es müssen Auswärtsspiele stattgefunden haben“, sagte Gebing. Dann könnten entsprechende Zuschüsse fließen. „Eine erste grobe Prüfung hat ergeben: Es gibt Geld, aber vielleicht nicht ganz in der Höhe“, sagte der Verwaltungschef. Im Haushalt für 2025 sehe man ausreichend Spielraum, für 2026 müsse die Politik wohl die Ansätze erhöhen, sagte Gebing.