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Kleve-Geldern: Diese Spiele sollten Sie nicht verpassen

Große Abstiegssorgen in Weeze und Walbeck, ein Emmericher Traditionsklub träumt vom Durchmarsch in die Bezirksliga.

von Volker Himmelberg · 12.12.2025, 14:00 Uhr · 0 Leser
Beendet der Kevelaerer SV die Hinrunde versöhnlich.
Beendet der Kevelaerer SV die Hinrunde versöhnlich. – Foto: Pascal Derks

Kevelaerer SV – BW Dingden II (Freitag, 20 Uhr). Am Freitagabend geht die „Seuchen-Hinrunde“, so Patrick Znak, für den Bezirksligisten aus der Marienstadt endlich zu Ende. Angesichts der ellenlangen Verletztenliste wusste der Trainer zeitweilig schon gar nicht mehr, wie er eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz schicken soll. Das ist ihm aber trotz aller Probleme von Woche zu Woche gelungen. Mit einem Heimsieg gegen die Reserve des Oberligisten aus Dingden kann der Gastgeber unter Flutlicht das jüngste 2:0 in Lowick vergolden und gleichzeitig die Hinserie als Riesenerfolg verbuchen. Mit dann 25 Punkten auf dem Konto hätte der KSV endgültig nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun – und davon war angesichts des großen Lazarettlagers nicht unbedingt auszugehen.

TSV Weeze – SV Haldern (Freitag, 20 Uhr). Die Ausgangslage vor dem Bezirksliga-Kellerduell ist klar: Auch der Sieger wird in jedem Fall in der Abstiegszone überwintern. Allerdings mit dem großen Vorteil, das rettende Ufer nicht mit dem Fernrohr suchen zu müssen. Der Umkehrschluss gilt auch. Der Verlierer darf sich gedanklich schon einmal mit der sportlichen Zukunft in der Kreisliga A beschäftigen – entweder Kleve/Geldern (Weeze) oder Rees/Bocholt (Haldern). Für reichlich Spannung ist also gesorgt, zumal ein Unentschieden auf beiden Seiten für lange Gesichter sorgen würde. Der TSV Weeze geht mit einem kleinen, vielleicht aber entscheidenden Vorteil in die Partie. Die Mannschaft von Trainer Ferhat Ökce hat sich am vergangenen Sonntag miteinem 2:1 bei der Reserve von BW Dingden im Abstiegskampf zurückgemeldet und Selbstvertrauen getankt. Die Gäste aus Haldern konnten hingegen in doppelter Überzahl eine 1:2-Heimniederlage gegen die SGE Bedburg-Hau nicht abwenden.

SGE Bedburg-Hau – Borussia Veen (Samstag, 16 Uhr). Bernard Alijaj ist drauf und dran, zum Trainer des Jahres zu avancieren. In der Sommerpause hatten etliche Leistungsträger den Bezirksligisten aus Bedburg-Hau verlassen, in Eigenregie musste er im Wettlauf mit der Zeit einen Kader zusammenbasteln. Darauf angesprochen, meinte er damals nur: „Kein Problem, das hat man früher im Amateurfußball immer so gemacht, da gab’s auch keine Sportlichen Leiter.“ Rückblickend lässt sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt feststellen, dass Alijaj ganze Arbeit geleistet hat. Rund um den IGETEC-Sportpark in Hasselt hatte vor dem Startschuss das Wort Abstiegskampf die Runde gemacht. Von wegen. Ein Sieg gegen den Tabellennachbarn aus Alpen bedeutet den Sprung ins obere Tabellendrittel – Alijaj und seinen Jungs wäre es zu gönnen. Zuschauen muss allerdings der Torwart, der sich den kuriosesten Platzverweis der Vereinsgeschichte eingehandelt hat. Beim denkwürdigen 2:1 in Haldern hatte Niklas Puff einen verschossenen Elfmeter des Gegners bejubelt und dafür die Rote Karte gesehen.

Meister Walbeck ganz tief im Keller

SV Walbeck – SV Mülheim-Heißen (Sonntag, 13.30 Uhr). Die älteren Fußballfreunde unter unseren Lesern werden es wissen: Einen Meister, der in der Folgesaison absteigt, hat’s auch in der Bundesliga schon gegeben. Den 1. FC Nürnberg ereilte dieses Schicksal in der Spielzeit 1968/69. Aktuell droht dieses Los dem Frauen-Niederrheinligisten SV Walbeck. Der amtierende Meister musste im Sommer einen personellen Aderlass sondergleichen verkraften. Das Ergebnis: Die Mannschaft von Trainer Friedel Baumann beendete am vergangenen Sonntag nach einer 1:2-Heimniederlage gegen Schlusslicht Union Nettetal die Hinrunde auf dem vorletzten Platz – mit gerade einmal fünf Punkten auf dem Konto. Trotzdem ist noch nichts verloren. Mit einem Heimsieg gegen den Dauerrivalen aus dem Mülheimer Stadtteil Heißen kann die Elf vom Bergsteg die Abstiegszone verlassen – das sollte Motivation genug sein.

VfB Rheingold Emmerich – SV Brünen (Sonntag, 15 Uhr). Es hat zwar einige Jahrzehnte gedauert. Aber inzwischen ist die Fußball-Welt in Emmerich wieder in Ordnung. Der Traditionsklub mit der glorreichen Vergangenheit hat die sportlichen Kräfteverhältnisse in der Stadt zurechtgerückt – die Konkurrenz aus den umliegenden Dörfern kann sich hinten anstellen. Spätestens nach der Galavorstellung vom vergangenen Samstag, als ein 5:1 beim Tabellenführer GSV Suderwick gelang, darf der Aufsteiger und aktuelle Tabellendritte der A-Liga Rees/Bocholt vom Durchmarsch in die Bezirksliga träumen. Der mit Abstand erfolgreichste Sturm der Liga – bereits 76 Treffer in 16 Partien – möchte auch gegen den SV Brünen dafür sorgen, dass anschließend im Klubheim wieder das Vereinslied der Gründerväter aus dem Jahr 1907 angestimmt wird.