
Bittere Heimniederlage: Der Fußball-Landesligist Eintracht Karlsfeld verliert zuhause gegen Schwabing nach 2:0-Führung noch 2:5.
Erst der Traumstart, dann die kalte Dusche: Der Fußball-Landesligist Eintracht Karlsfeld hat am Samstag im Heimspiel gegen den FC Schwabing eine frühe 2:0-Führung leichtfertig aus der Hand gegeben und nach einem ausgeglichenen Spiel deutlich mit 2:5 verloren. „Unnötig, weil sie nicht besser waren als wir – sie haben einfach nur weniger Fehler gemacht“, sagte Eintracht-Trainer Florian Beutlhauser. Die Enttäuschung war riesig – auch, weil die Eintracht sich den Gegner perfekt zurechtgelegt hatte.
Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld stand Roman Gertsmann völlig frei und musste nur noch den Fuß hinhalten – 1:0 (6.). Nur drei Minuten später erhöhte der Angreifer nach einer Flanke von Jonas Eicher am zweiten Pfosten auf 2:0. „Zwei Angriffe, zwei Tore – das war natürlich perfekt, vielleicht fast zu perfekt“, meinte Beutlhauser, denn die Freude währte nur kurz.
Nach einem Einwurf setzte sich Schwabing auf der linken Seite durch, und Bendix Kruse verkürzte (10.). Danach war es ein Spiel auf Augenhöhe – mit vielen Fehlern auf beiden Seiten und weiteren Toren. Der Ausgleich fiel nach einem Ballverlust des erfahrenen Thomas Ettenberger. Gia Sibilia nutzte die Gelegenheit und traf aus 20 Metern ins kurze Eck (19.). Torhüter Ivan Bagaric sah ebenfalls nicht gut aus. Beutlhauser: „Das Tor war ein Geschenk.“
Das 2:3 fiel kurz vor der Pause nach einem Freistoß von der Mittellinie, den Karlsfeld schlecht verteidigte. Zwar stand Schwabings Konstantin Steinmaßl aus Sicht der Gastgeber im Abseits, doch der Pfiff blieb aus – und der Ball trudelte zum 2:3 über die Linie (39.). „Dann liegst du 2:3 hinten, obwohl es ein Spiel auf Augenhöhe war – das ist hart“, sagte Beutlhauser.

Nach der Pause wollte Karlsfeld reagieren, fing sich aber schnell den nächsten Gegentreffer. Jonas Jehle setzte sich auf der rechten Seite durch und erhöhte auf 4:2 (48.). Die Eintracht drängte danach auf den Anschlusstreffer und hatte Chancen, aber kein Spielglück: Flanken in den Schwabinger Strafraum fanden keinen Abnehmer, den Abschlüssen mangelte es an Präzision. Der endgültige Nackenschlag folgte in der 80. Minute: Kruse setzte mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt zum 2:5-Endstand.
„Wir haben zu viele Fehler gemacht – auf diesem Niveau kannst du damit kein Spiel gewinnen“, bilanzierte Beutl㈠hauser.
Die Niederlage war besonders bitter, weil die Eintracht mit einem Sieg den Anschluss an die Nichtabstiegsränge hergestellt hätte. So beträgt der Rückstand weiterhin drei Punkte.