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Spielbericht

„Klassenunterschied“ bei Wormser Landesliga-Derby

Das Landesliga-Team des VfR Wormatia Worms hat gegen den TuS Neuhausen überhaupt keine Mühe und fertigt das Ligaschlusslicht mit 7:0 ab +++ Was TuS-Trainer Marco Stark sauer macht

von Michael Mayer · 16.03.2026, 15:30 Uhr · 0 Leser
Neuhausen mit Debakel im Rückspiel: In dieser Szene aus dem Hinspiel hält sich Wormatia II-Angreifer David Boateng (am Ball) seinen TuS-Gegenspieler Furkan Altun (rotes Trikot) vom Leib.
Neuhausen mit Debakel im Rückspiel: In dieser Szene aus dem Hinspiel hält sich Wormatia II-Angreifer David Boateng (am Ball) seinen TuS-Gegenspieler Furkan Altun (rotes Trikot) vom Leib. – Foto: Claus-Walter Dinger (Archiv)

Worms. Die zweite Mannschaft des VfR Wormatia Worms hat im Landesliga-Derby gegen TuS Neuhausen einen 7:0 (2:0)–Kantersieg gefeiert und sich damit wieder im Kampf um den Aufstieg in die Verbandsliga zurückgemeldet. Für den Tabellenletzten Neuhausen wird es dagegen schwer, in den verbleibenden Partien noch den Klassenerhalt zu sichern.

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Marco Stark: „Da schäme ich mich schon fast für“

TuS-Trainer Marco Stark war enttäuscht darüber, wie seine Mannschaft im letzten Drittel der Partie aufgetreten ist. „Da schäme ich mich schon fast für. Wie wir da auseinandergefallen sind, das darf einfach nicht passieren. Wir müssen uns jetzt zusammenreißen, das dürfen wir uns nicht wieder erlauben. Das war heute definitiv ein Klassenunterschied.“

Wobei es auch anders hätte kommen können, wenn TuS-Stürmer Kevin Bernhardt zu Beginn der zweiten Halbzeit eine seiner zwei guten Torchancen (54., 56.) versenkt hätte. Doch Wormatias Torwart John Dos Santos, der ansonsten einen ruhigen Abend verleben durfte, war beide Male zur Stelle. Kurz darauf leitete Finn Scheufele einen Angriff ein, den er nach Querpass von Basiru Joof selbst zum 3:0 veredeln konnte – die Entscheidung.

Wormatia-Coach kritisiert Chancenverwertung und sieht dennoch Lerneffekt

In der ersten Halbzeit hatte David Boateng (4.) per Gewaltschuss in den Winkel und Omar Hashem Sayed (22.) nach einem Zuspiel von Scheufele die Grundlage für den Sieg gelegt. „Wobei wir schon da deutlicher hätten führen können. Mit dem Spiel bin ich zufrieden, mit der Chancenverwertung nicht. „Ein, zwei Tore mehr hätten es da schon sein müssen“, fand VfR-Trainer Björn Weisenborn trotz Feierlaune ein Haar in der Suppe. Spätestens nach dem 3:0 ließ die Gegenwehr der Neuhausener aber nach, die Platzelf spielte sich phasenweise in einen Rausch. Den vierten Treffer durch David Boateng (64.) bereitete Kapitän Elias Wekesser vor, der im Strafraum mit den Gästespielern Katz und Maus spielte, ehe er die Kugel zum freistehenden Boateng bugsierte. Nur eine Minute später erhöhte der eingewechselte Devran Aslan per Schlenzer ins lange Eck auf 5:0.

Die TuS-Spieler hatten zu diesem Zeitpunkt Mühe, ihren Kopf oben und den Gegner im Zaum zu halten. Der Elfmeterpfiff in der 70. Minute – TuS-Keeper Sven Junkert hatte den Ball gespielt, aber auch einen Gegner dabei umgegrätscht – löste dann noch einmal gehörige Emotionen bei den Gästen aus, die dadurch Christopher Ludwig und Kevin Bernhardt wegen Meckerns zumindest für zehn Minuten verloren. Davon unbeeindruckt verwandelte Nenad Jasarevic den Strafstoß zum 6:0. Nach einem Torwartfehler von Junkert markierte Omar Hashem Sayed (83.) den 7:0-Endstand. Weisenborn war zufrieden, sah seine Elf im Vergleich zur Vorrunde gereift, kurze Phasen der Hektik ließen seine Spieler kalt. „Wir haben aus dem Hinspiel gelernt. Wir sind cleverer geworden. Ich bin stolz auf die Jungs.“

Auch spielerisch ging der Matchplan auf. Eine einzige „Linie“ im Offensivspiel ist dabei nicht zu erkennen – und genau das ist Absicht. „Das ist auch das Ziel. Wir wollen nicht nur Plan A haben. Wir haben viele verschiedene Wege um vor das Tor zu kommen. Genau das macht es dem Gegner schwer. Heute hat das geklappt.“

VfR Wormatia Worms II: Dos Santos, Wekesser, Jennewein, Joof, Scheufele (69. Jasarevic), Rodriguez-Ibarra, Genna, Moore (65. Aslan), Sayed, Boateng, Mulugeta (54. Mani)

TuS Neuhausen: Sv. Junkert, Ludwig, Rausch, Himmel, St. Junkert, Kouam Tatchim, Cekic, Mayrer, Kopaliani (59. Ben-Omrane) Frey, Bernhardt