
Dieses Gefühl haben die Bayernliga-Fußballer des TuS Geretsried lange missen müssen: Durch die 1:2-Niederlage des TSV Kottern bei Liga-Schlusslicht Türkgücü München am vergangenen Wochenende ist dem Aufsteiger aus Geretsried als Tabellen-13. der Verbleib in der Bayernliga für die nächste Spielzeit sicher. „Da fällt mächtig Druck ab“, bestätigt Daniel Dittmann vor dem Auswärtsspiel beim FC Sturm Hauzenberg an diesem Freitagabend (19.30 Uhr). Gefühlt seit fast zwei Spielzeiten habe sein Team nahezu jedes Spiel unter höchster Anspannung gestanden, mit den unvergessenen Relegationsspielen als Höhepunkte inklusive. „Jetzt ist es mal zwei Wochen nicht so“, blickt der TuS-Trainer dem Saisonfinale entspannt entgegen. „Das wollen wir als Gruppe jetzt auch richtig genießen.“
Freilich wäre Dittmann nicht Dittmann, würde er nicht dennoch auch den sportlichen Wettkampf hervorheben. „Aber die Mannschaft kann jetzt frei aufspielen und ihren besten Fußball zeigen“, meint der Geretsrieder Cheftrainer. Für ihn, wie für seinen gesamten Trainerstab, fehlt es auf der Zielgeraden nicht an Emotionalität: „Das ist ein Abschied für alle“, lässt der 26-Jährige, der bekanntlich zur neuen Saison als Co-Trainer zu Regionalligist SV Wacker Burghausen wechselt, durchblicken, dass auch für seine „Assistenten“ die Zeit beim TuS endet. „Wir werden die letzten Einheiten zusammen genießen, auch im Training.“
Auch Gastgeber Hauzenberg (Platz 15), der im Hinspiel im Isarau-Stadion mit 0:5 unterging, kann die Partie ohne Druck bestreiten. Der Mitaufsteiger aus dem Landkreis Passau muss zwar nachsitzen, hat durch den 1:0-Sieg bei Tabellenführer 1860 München (der im Hinspiel in Hauzenberg ebenfalls mit demselben Ergebnis unterlag) aber die Relegation sicher. „Sie verteidigen grundsätzlich sehr emotional und werden sicher auch in ihrem letzten Heimspiel alles reinhauen“, mutmaßt Dittmann. „Aber es ist etwas unberechenbar, wie sie aufspielen“, sieht der TuS-Coach in dem Duell Raum „für viele Überraschungen“. In jedem Fall dürfen sich, wenn es nach ihm geht, die mitreisenden Fans auf „ein gutes, attraktives Spiel“ freuen.
Bereits beendet ist die Saison wie berichtet für TuS-Stürmer Belmin Idrizovic, dem eine Platte aus dem operierten Bein entfernt worden ist. Ebenfalls vorzeitig in die Sommerpause gehen darf Torhüter Cedomir Radic, der sich im Spiel gegen den TSV Landsberg eine leichte Knieverletzung zugezogen hat und die restlichen zwei Partien draußen bleibt. Für ihn fängt in Hauzenberg Lukas Günther, im letzten Heimspiel gegen den TSV Nördlingen (16. Mai) soll Youngster Fabian Sturzu zwischen den Geretsrieder Pfosten stehen.