
Der FC Schwabing zeigt nach der überraschend starken Runde eine komplett enttäuschende Leistung. Der TSV 1860 Rosenheim fährt einen hochverdienten Sieg ein. In Murnau gelingt die Wende. Lob bekommt auch der Platzwart. Der TSV Kastl fährt drei „brutal wichtige“ Punkte ein und bedankt sich einmal mehr bei Routinier Sebastian Spinner. Der Kirchheimer SC schlägt Top-Team Wasserburg dank einer starken ersten Hälfte. Mit der Hinrunde ist Steven Toy sehr zufrieden. Auch Andreas Giglberger macht seiner Mannschaft Komplimente, nach dem 4:2-Erfolg gegen die SpVgg Unterhaching II. Die Stimmen zum 17. Spieltag der Landesliga Südost.
Steven Zepeda, Trainer des FC Schwabing: »Das war heute leider gar nichts. Die erste Halbzeit war das komplette Gegenteil zur Leistungsbereitschaft in Wasserburg. Klar, die Rahmenbedingungen mit Gegenwind und wieder einer frühen Verletzung waren nicht ideal, aber das begründet nicht eine solch laufarme und leidenschaftslose Vorstellung. Auch kaum ein Pass hat den Mitspieler gefunden, wobei es dafür eben auch die Bewegung ohne Ball in die besprochenen Räume braucht. Die zweite Halbzeit war zwar besser, aber auch noch deutlich entfernt von unserem Ideal.
Wir sind noch lange nicht in der Winterpause und dürfen jetzt schnellstmöglich den Schalter umlegen, damit wir das, was wir uns in der ersten Saisonhälfte aufgebaut haben, nicht selbst wieder nehmen.«
Martin Wagner (Trainer TSV Murnau): »Nach der deutlichen Niederlage in Karlsfeld wollten wir unbedingt eine Reaktion zeigen. Das ist uns gelungen! Es war vielleicht kein spielerisches Glanzstück, aber ein verdienter und wichtiger Sieg. Die Mannschaft hat heute kämpferisch, läuferisch und mit großer Leidenschaft überzeugt. Mit diesem Erfolg krönen wir eine insgesamt herausragende Vorrunde. Das genießen wir jetzt erst mal. Ein besonderes Lob geht an unseren Platzwart – der Rasen war trotz Dauerregen in einem top Zustand!«
Wolfgang Schellenberg (Trainer TSV 1860 Rosenheim): »Ich denke, am Ende hochverdient der Sieg für uns. Uns ist es gelungen, frühzeitig mit 2:0 in Führung zu gehen. Danach sind wir sehr stabil gestanden und hätten in der einen oder anderen Umschaltsituation vielleicht schon vor der Halbzeit erhöhen können. Nach der Halbzeit zunächst ein ähnliches Bild. Wir hatten gute Stabilität und die eine oder andere Kontermöglichkeit. Durch eine Standardsituation mussten wir das 1:2 hinnehmen. Anschließend stand das Spiel nochmal auf der Kippe und unser Torwart hat in einer Situation gerettet. In den letzten 15 Minuten haben wir aber dann wieder Kontrolle über das Spiel gekriegt und dann verdient noch das 3:1 und 4:1 gemacht.«
Harald Mayer, Trainer des TSV Kastl: »Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet und hatten gleich drei riesige Chancen, die wir leider nicht nutzen konnten. Wie es dann oft läuft, haben wir den ersten Schuss des Gegners zugelassen, diesen schlecht verteidigt und dadurch das 0:1 kassiert. Kurz vor der Pause gab es noch eine strittige Szene, bei der ich nicht sicher bin, ob Abseits vorlag. So sind wir mit dem 0:1 in die Pause gegangen. Nach der Halbzeit waren wir dann feldüberlegen und spielbestimmend. Danach gab es zwei Geniestreiche vom Spinner, der uns das Spiel gezogen hat. Einmal ging der Ball von außen durch Mann und Maus ins lange Eck, und beim zweiten legt er den Ball mit der Hacke über den Kopf vor, den Hoffmann dann per Kopfball verwandelt. Am Ende wurde es nochmal eng, aber wir haben den Sieg über die Ziellinie gebracht. Im Endeffekt ist das ein brutal wichtiger Dreier für uns.«

Steven Toy, Trainer des Kirchheimer SC: »Wir sind gut in die Partie gestartet und haben in der ersten Halbzeit die Räume in der Tiefe konsequent genutzt. Auch defensiv waren wir stabil und Nico (Beilhart) hat uns mit zwei starken Paraden im Spiel gehalten.
In der zweiten Halbzeit hat Wasserburg deutlich mehr Druck aufgebaut und es uns schwer gemacht, unser eigenes Spiel weiter durchzuziehen. Nach dem 2:1 haben wir auf eine Fünferkette umgestellt und den Fokus stärker auf Kompaktheit und Verteidigung gelegt. Ab diesem Zeitpunkt standen wir wieder sicherer und haben die Führung mit großem Willen und Leidenschaft über die Zeit gebracht.
Unterm Strich geht die erste Halbzeit an uns, die zweite an Wasserburg. Entscheidend war aber, dass wir als Team gekämpft und die drei Punkte eingefahren haben. Die 30 Punkte zur Winterpause sind ein tolles Zwischenergebnis und ein verdienter Lohn für die bisherige Arbeit. Jetzt genießen wir den Erfolg übers Wochenende und Montag startet dann die Rückrunde.«
Andreas Giglberger, Trainer des VfB Hallbergmoos: »Erstmal Chapeau an die bisherige Saisonleistung der Hachinger. Mit dieser jungen Truppe und der Belastung so vorneweg zu marschieren, da muss man einfach Respekt zollen. Zum Spiel: Wir sind natürlich perfekt gestartet mit dem frühen 1:0-Treffer durch den Standard.
Danach kam relativ schnell der Ausgleich – vielleicht haben wir die Jungs im Spiel gegen den Ball etwas zu mutig agieren lassen. Das hat Haching dann gut ausgenutzt und ausgespielt. In der ersten Halbzeit war Haching die spielbestimmende Mannschaft, hat das Spiel gedreht und deren Führung zur Pause geht absolut in Ordnung, auch wenn wir ein, zwei Riesenchancen hatten, darunter einen Aluminiumtreffer.
In der Pause haben wir ein paar Dinge angepasst und klar kommuniziert, was wir verbessern müssen, denn unser klares Ziel war es, das Spiel noch zu drehen. In der zweiten Halbzeit darf ich der Mannschaft ein riesiges Kompliment aussprechen: Das war eine herausragende Leistung. Aus meiner Sicht war der Sieg am Ende absolut verdient, weil wir alles gezeigt haben, was unser Spiel ausmacht – extrem aggressiv gegen den Ball, sehr laufstark und mit Ball ruhig aus der Ordnung und Struktur heraus. Nach Balleroberungen haben wir extrem gut und schnell umgeschaltet, und da hat man auch die individuelle Qualität der Jungs gesehen. Wir sind natürlich zufrieden, aber klar, das ist eine Momentaufnahme. Das Wochenende genießen wir jetzt, aber dann steht schon der nächste Kracher in Wasserburg an. Das ist immer ein schwieriges Spiel, da hat der VfB selten etwas geholt. Das wollen wir diesmal ändern, bereiten uns gut vor, trainieren intensiv und freuen uns auf das nächste Topspiel.«
