2026-04-10T07:15:08.667Z

Spielvorbericht

Klares Derby? Weida mit Rückenwind - Schleiz mit Sorgen

Mit vollkommen unterschiedlichen Voraussetzungen gehen der FC Thüringen Weida und der FSV Schleiz in das Ost-Derby am Samstag auf dem Roten Hügel.

von André Hofmann · 06.03.2026, 12:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Thomas Gorlt / GO-SPORTFOTOGRA

Während die Gastgeber mit viel Rückenwind ins Duell gehen, wartet Schleiz im Jahr 2026 noch auf den ersten Sieg.

Weida mit starkem Jahresauftakt - Probleme in Schleiz

Der FCTW ist mit zwei Erfolgen gegen Eichsfeld und Wismut Gera hervorragend aus der Winterpause gestartet und hat sich damit als erster Verfolger von Spitzenreiter SCHOTT etabliert. Entsprechend zufrieden zeigt sich Weidas Trainer Hendrik Penzel mit dem Auftakt ins neue Jahr – ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren. „Natürlich sind wir mit dem Start sehr zufrieden. Wir haben wichtige Spiele gewonnen und sind gut aus der Winterpause gekommen. Trotzdem wissen wir auch, dass es kein Selbstläufer ist und wir weiter hart arbeiten müssen. Wir wollen uns nicht darauf ausruhen“, betont Penzel.

Ganz anders ist die Stimmungslage beim FSV Schleiz. Die Mannschaft von Trainer Roger Fritzsch kämpft aktuell mit personellen Problemen und einer gewissen Torflaute. Der Jahresauftakt verlief holprig: Nach einem 2:2 im Nachholspiel bei Bad Frankenhausen folgten zwei Niederlagen in Serie – jeweils ohne eigenen Treffer. „Unser Start war natürlich suboptimal, aber wir wussten aufgrund der Ausfälle und des kurzfristigen Abgangs von Sluga, dass wir Probleme bekommen können beziehungsweise werden“, erklärt Fritzsch. Besonders ärgerlich aus Sicht der Schleizer sind dabei die Gegentore: „In allen drei Begegnungen bekommen wir Gegentore, die auf diesem Niveau so nicht passieren dürfen. Daraus müssen wir lernen und es in den nächsten Spielen besser machen.“

Favoritenrolle klar verteilt

Trotz der unterschiedlichen Ausgangslagen will man sich in Weida jedoch nicht zu sehr mit der Situation des Gegners beschäftigen. Penzel weiß um die Unberechenbarkeit der Liga.„Ehrlich gesagt schauen wir da nicht zu sehr drauf. Das ist auch keine neue Situation für Schleiz. In dieser Liga ist jedes Spiel unangenehm – ganz egal, wer gerade verletzt ist oder welche Ergebnisse zuletzt erzielt wurden. Am Ende geht es darum, wer bereit ist, die Zweikämpfe und das Spiel anzunehmen.“

Die Favoritenrolle liegt dennoch klar bei den Gastgebern. Fritzsch, bekannt für seine direkten Worte, schätzt die Lage realistisch ein: „Wir wissen, dass Weida für uns momentan vielleicht zwei oder drei Nummern zu groß ist.“

Breiter Kader als möglicher Vorteil

Während Schleiz mit personellen Sorgen anreist, könnte beim FCTW gerade die Kaderbreite ein entscheidender Faktor sein. Schon in den vergangenen Partien zahlte sich die starke Bank aus. „In den letzten beiden Spielen haben wir enorm von unserer starken Bank profitiert. Vielleicht kann das auch diesmal wieder ausschlaggebend sein“, sagt Penzel. „Ich erwarte ein intensives Spiel mit wenig Geschenken. Wir spielen zuhause und so müssen wir auftreten. Für uns wird entscheidend sein, weiter Gas zu geben und unser Spiel mit Ball durchzubringen.“