
In ihrem bereits fünften Spiel innerhalb von zwei Wochen sicherte sich die VfB-Elf den nächsten Dreier und bleibt neben dem Spitzenduo ebenfalls noch ungeschlagen in der Rückrunde. Mit dem klaren Pausenstand nach Doppelpack von Cornel Böhme und dem 3:0 durch Felix Kniesche kurz vor dem Wechsel hatte man sich ein komfortables Polster geschaffen. In den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs spielten die Gastgeber etwas lässig und kassierten prompt ein höchst vermeidbares Tor. Danach aber war Hohenleipisch wieder Herr auf dem top-gepflegten Grün und hatte neben dem Treffer zum Endstand durch Marvin Groll noch einige sehr gute Möglichkeiten, das Ergebnis weiter zu erhöhen.
Ohne Abtasten starteten beide Teams in die Partie und nachdem Erik Pospischil es aus der Distanz versucht hatte (8.) kamen die Gäste nach knapp einer Viertelstunde zum ersten Abschluss, sahen Max Kotte im VfB-Tor aber auf dem Posten. Sein Gegenüber – am Ene wohl bester Mann der Wildauer – war bei der Hohenleipischer Führung chancenlos (21.). Nach schönem Zusammenspiel zwischen Felix Kniesche und Cornel Böhme guckte der sich den Keeper aus und schlenzte die Kugel neben den langen Pfosten ins Netz (21.). Inzwischen waren die Platzherren gut im Spiel, Wildau gefällig, aber vor dem Tor zu harmlos. Nach einer Ecke von links scheiterte Colin Hoppe aus Nahdistanz und spitzem Winkel knapp an Phönix-Torwart Florian Peka. Den folgenden Eckstoß von anderen Seite, erneut von Kniesche getreten, köpfte Böhme wuchtig zur 2:0-Führung in die Maschen. Die Gäste blieben giftig in den Zweikämpfen und kamen zu zwei ordentlichen Abschlüssen. Einmal hatte Kotte den Ball sicher (31.) und dann setzte Halboth das Spielgerät auf die Latte, wobei Kotte aber auch zur Stelle gewesen wäre (41.) Ein gelungener Hohenleipischer Angriff über Pospischil und Kniesche mit dessen Saisontor Nr. 28 zum 3:0 (44.) war der Schlusspunkt des ersten Durchgangs.
Mit der klaren Führung im Rücken ließ bei den Platzherren mit Wiederbeginn die Konzentration etwas nach und so führte eine etwas schläfrige Abwehr und ein Missverständnis schnell zum Wildauer Treffer durch Shamigolsheik (51.). Offenbar ein Weckruf für die Platz-Elf, denn bis zum Abpfiff hatte Hohenleipisch das Spiel im Griff. Um die sechzigste Spielminute verpasste der VfB gleich mehrfach zu erhöhen. Böhmes Schuss parierte Paka glänzend per Faust und lenkte auch den wuchtigen 25-Meter-Nachschuss von Kniesche um den Pfosten (60.). Marvin Groll geriet aus acht Metern etwas in Rücklage und schoss drüber (63.) und kam nach dem nächsten Angriff erneut gefährlich zum Schuss. Schließlich scheiterte Kniesche wieder am Schlussmann (66.), der seine Elf einigermaßen im Spiel hielt. Beim 4:1 zwanzig Minuten vor Ultimo war er dann aber doch machtlos und Groll staubte aus drei Metern ab. Auch Kotte im VfB-Gehäuse war noch einmal gefordert und hielt einen Flachschuss von links fest (77.). Bis zum Schlusspfiff des unauffällig und sicher leitenden Referees ließen die Einheimischen noch Möglichkeiten für einen höheren Sieg aus, wobei der straffe Distanzschuss von David Walter (88.) die letzte gefährliche VfB-Aktion war.
Mit ihrem neunten Saisonheimsieg bleiben die Hohenleipischer in der Verfolgergruppe des Spitzenduos, das einen Tag später im direkten Duell aufeinandertrifft.