
Der TSV verliert das Kreisliga-Spiel gegen Münsing klar. Trainer Haidl findet nach der Partie nichts Positives an der Leistung seiner Mannschaft.
Das Unheil begann schon lange vor dem Anpfiff. Und zwar wie sich Maximilian Nebl aus der Landesliga am Samstag krankmeldete. Ein Magen-Darm-Virus streckte ihn danieder. Martin Wagner, der Trainer der Murnauer Ersten, wusste sofort um die Auswirkungen. Damit war klar, dass Fabian Erhard zu seinem wohlverdienten Startelf-Einsatz kommt. Allerdings auch, dass er der Reserve im wichtigen Spiel gegen Münsing fehlt. „Da ist er der Truppe abgegangen. Das war ein entscheidender Faktor. Da macht ein Stürmer was aus“, merkt Wagner an. Vor allem tat es ihm leid, weil er Trainerkollege Andreas Haidl wieder zum kurzfristigen Umbau in der Zweiten zwingen musste und der eine Elf aufs Feld zu schicken hatte, die so „nie im Leben zusammengespielt hat“, wie Wagner sagt.
Haidls Gedanken wanderten in ganz andere Gefilde nach dem 0:3 gegen Münsing in der Kreisliga. Einzig die Naivität in der Abwehr führte zu dieser Niederlage. „Ein gebrauchter Tag“, sagt der Murnauer Coach. Im Gesamten mangelte es an der Bereitschaft zu verteidigen. Das ging bei einfachen Tugenden wie der Zweikampfführung los, bei der sich die Gäste „mindestens eine Klasse besser“ präsentierten, wie Haidl erklärt. Und endete bei der Sparte Taktik, explizit beim Umgang mit langen Bällen, die die Münsinger immer wieder einstreuten. „Einfach, aber effektiv“, sagt Haidl zur Stoßrichtung des Gegners. Freilich lässt sich das teils mit der Jugend des TSV erklären, das Spiel beendeten neun A-Jugendliche auf dem Feld. Allerdings sollten die sich zügig an die Gangart im Männerbereich gewöhnen.
Der Coach jedenfalls sorgt für die nötige Ernsthaftigkeit, lädt trotz Ferien direkt für heute wieder zum Training. „Es gibt keinen Grund, freizugeben“, betont er. Zumal am Osterwochenende ein wichtiges U19-Spiel ansteht. Die Gegentore fielen durch höchst unterschiedliche Nachlässigkeiten. Das 0:1 nach einem Eckball direkt vor der Pause, das 0:2 nach einem Fernschuss gleich danach. Beim 0:3 war der Auslöser ein schwer zu akzeptierender Ballverlust im Vorwärtsgang. Auch Murnau traf zweimal das Tor, beide Male zählte es aber nicht wegen Abseitsstellungen. „Eins kann er geben“, befand Haidl. Auch einen Pfostenschuss verzeichnete der TSV. Am Angriff lag es also nicht. „Bei der Defensive müssen wir ansetzen“, weiß der Trainer. Positives konnte er der Partie nichts abgewinnen. „Heute nicht“, hielt Haidl nach dem Schlusspfiff fest.