2025-12-03T05:51:34.672Z

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– Foto: Stephanie Zerbe/ Eibner-Presse

Klare Kante

Eintracht Braunschweig zieht Konsequenzen nach rechtsextremen Vorfällen

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Der Zweitligist verhängt in zwei Fällen Stadionverbote – und bekräftigt sein Bekenntnis zu Vielfalt und Respekt.

Eintracht Braunschweig hat nach zwei rechtsextremen Vorfällen in dieser Saison deutliche Konsequenzen gezogen. Der Zweitligist sprach gegen zwei Anhänger jeweils ein bundesweites Stadionverbot über zwei Jahre aus. Zuvor waren im Zusammenhang mit Heimspielen gegen Greuther Fürth und den SC Paderborn rassistische Beleidigungen und nationalsozialistische Parolen bekannt geworden.

Nach Vereinsangaben kam es am 9. August nach dem Spiel gegen Fürth in einem Bus nach Gifhorn zu fremdenfeindlichen Äußerungen, einer Körperverletzung und dem Verwenden nationalsozialistischer Parolen. Am 3. Oktober wurde zudem ein Braunschweiger Spieler unmittelbar nach dem Heimspiel gegen Paderborn auf der Haupttribüne des Eintracht-Stadions rassistisch beleidigt. In beiden Fällen ermittelt die Polizei, Strafverfahren wurden eingeleitet.

Der Klub reagierte nun auf Grundlage der bundesweit geltenden Richtlinien für Stadionverbote und machte zugleich deutlich, dass er solche Vorfälle nicht dulden werde. „Unsere Toleranz endet genau dann, wenn Menschen rassistisch beleidigt werden oder nationalsozialistische Parolen skandiert werden“, teilte Eintracht Braunschweig mit.

Der Verein verweist in diesem Zusammenhang auf sein Engagement gegen Diskriminierung. Seit Jahren beteiligt sich Eintracht an Projekten für Vielfalt und Aufklärung, teils gemeinsam mit dem AWO-Fanprojekt Braunschweig oder der vereinseigenen Stiftung. 2023 wurde zudem das Konzept „Geschützter Raum“ eingeführt – mit einer eigenen Meldestelle und einem Einsatzteam, das Betroffene an Heimspieltagen unterstützt.

„Wer unsere Werte mit Füßen tritt, hat in unserer Eintracht – auf den Rängen wie außerhalb – keinen Platz“, heißt es abschließend in der Erklärung.

Aufrufe: 024.10.2025, 17:24 Uhr
redAutor