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Klangvoller Name für Undorf: Ex-Landesligatrainer Mühlbauer macht's

Der erfahrene Übungsleiter tritt beim Kreisligisten die Drechsel-Nachfolge an

von Florian Würthele · 16.05.2025, 13:20 Uhr · 0 Leser
Ein Bild aus vergangenen Tagen: Robert Mühlbauer coachte einst die Landesligisten Freier TuS und Bad Abbach.
Ein Bild aus vergangenen Tagen: Robert Mühlbauer coachte einst die Landesligisten Freier TuS und Bad Abbach. – Foto: Günter Staudinger

Der Regensburger Kreisligist ASV Undorf macht Nägel mit Köpfen und präsentiert seinen neuen Cheftrainer für die Saison 2025/26 – und darüber hinaus. Robert Mühlbauer heißt der neue Mann, der die junge Mannschaft ab Sommer fördern und fordern wird. Der 61-jährige Regensburger kommt mit reichlich Erfahrung an den Jahnweg, hatte einst den TSV Bad Abbach und den Freien TuS Regensburg in der Landesliga Mitte gecoacht. Als Aktiver war er unter anderem Profi beim SSV Jahn Regensburg in der damaligen Bayernliga.

„Wir freuen uns, so einen erfahrenen Mann wie Robert Mühlbauer zu bekommen. Er ist menschlich, charakterlich, fachlich und auch als Fußballer über jeden Zweifel erhaben“, teilen die sportlich Verantwortlichen des Kreisligisten voller Freude mit. „Wir haben Riesenglück, solch einen Trainer bekommen zu haben.“ Zugleich möchte man sich nochmals bei Ex-Coach Steffen Drechsel für dessen Engagement bedanken. Relativ kurz vor dem Saisonende hatte man sich in beiderseitigem Einvernehmen auf eine sofortige Trennung geeinigt. Maximilian Fischer (28) wird auch unter dem neuen Chefcoach weiterhin als spielender Co-Trainer fungieren. Aktuell suchen die Verantwortlichen noch für beide Herrenmannschaften Spielerverstärkungen.

Was sagt Robert Mühlbauer selbst zu seinem bevorstehenden Engagement in Undorf? „Dadurch dass mein Bruder seit Jahren dort ist, hatte ich immer schon Kontakt nach Undorf. Ich hatte wieder Lust was zu machen und möchte das Wissen und die Erfahrung aus 18 Trainer-Jahren weitergeben. Mein Ziel in Undorf ist, ein richtiges Teambuilding und eine Gemeinschaft zu haben“, so Mühlbauer, dem ein paar Dinge wichtig sind: Dass die Spieler auch wollen, dass man in Ruhe arbeiten kann und dass alle Beteiligten die nötige Geduld mitbringen. „Wichtig ist, die jungen Spieler nach vorne zu bringen. Das ist eine Entwicklung und da ist Geduld gefordert.“ Auch auf die Zusammenarbeit mit Maximilian Fischer freut sich der 61-Jährige: „Sein Verbleib im Trainerteam ist super, weil damit Vorkenntnisse da sind.“ In Sachen Saisonziel will sich Mühlbauer erstmal nicht zu weit aus dem Fenster lehnen: „Das Ziel gilt es anfangs nichts zu hoch zu stecken. Grundsätzlich wollen wir eine Mannschaft haben, die in der Kreisliga mitspielen kann. Ein erstes Fazit kann man dann in der Winterpause ziehen.“

Mit Robert Mühlbauer bekommt der ASV Undorf einen Mann, der mit langjähriger, auch höherklassiger Erfahrung aufwarten kann. In seiner aktiven Laufbahn spielte er für Jahn Regensburg, Fortuna Regensburg und Eintracht Bamberg. Bei 1860 München hätte Mühlbauer einst einen Profivertrag unterschreiben können, „aber das wäre mit 27 Jahren, Beruf und zwei Kindern zu gefährlich gewesen“, erzählt er. 1996 stieg der Regensburger ins Trainergeschäft ein, fing bei der ehemaligen DJK Nord Regensburg und in der Jugend des TSV Kareth „klein an“. Später coachte Mühlbauer die A- und B-Junioren des SSV Jahn, schaffte mit ihnen den erstmaligen Aufstieg in die Junioren-Bundesliga.

Nach einem Engagement bei Fortuna Regensburg war er bis Sommer 2011 beim TSV Bad Abbach tätig, führte diesen als BOL-Meister erstmals in die Landesliga. In der Folgesaison stand er kurzzeitig an der Seitenlinie des Freien TuS, damals ebenfalls Landesligist. Während seines Trainerdaseins feierte Mühlbauer in 18 Spielrunden nach eigener Aussage neun Aufstiege. Abgesehen von kurzen Intermezzi beim SV Leonberg, bei der SG Fortuna II/VfB Regensburg und zuletzt beim BSC Regensburg (Saison 2018/19) wurde es in den letzten Jahren ruhiger um Mühlbauer. „Grund waren gesundheitliche Probleme. Mittlerweile fühle ich mich wieder gut und bin wieder richtig auf dem Damm“, berichtet er.