2026-03-13T07:45:35.464Z

Ligavorschau

KL Nord: Führungsquartett auswärts in der Favoritenrolle

Die oberen Vier der Nordstaffel gastieren allesamt in der Fremde bei Teams, die in der zweiten Tabellenhälfte rangieren - da ist ein Dreier quasi Pflicht.

von Werner Schaupert · Heute, 09:00 Uhr · 0 Leser
Nach dem Remis in Grafenwöhr geht der VfB Rothenstadt (in Schwarz-Weiss) mit gesteigertem Selbstbewußtsein ins Match mit Ligaprimus SV 08 Auerbach (in Blau).
Nach dem Remis in Grafenwöhr geht der VfB Rothenstadt (in Schwarz-Weiss) mit gesteigertem Selbstbewußtsein ins Match mit Ligaprimus SV 08 Auerbach (in Blau). – Foto: Rainer Rosenau

Nach vier Nachholpartien am vergangenen Wochenende startet die Kreisliga Nord am kommenden Sonntag mit "voller Kapelle" in die Restrückrunde, offiziell liegen noch acht Spieltage vor dem Starterfeld, der ein oder andere Verein muss noch - die meisten am Ostersamstag - zumindest eine Partie nachholen, um die Tabelle endgültig geradezuziehen. Hinein also in die Runde 19, in der die "Creme de la Creme" der Liga - also das Führungsquartett - durchwegs auf Reisen geht und dabei - der so genannten Papierform nach -als Favorit ins Spiel geht und gegen Teams aus der zweiten Tabellenhälfte nichts anderes, als einen Dreier auf dem Plan haben dürfte. Selbstläufer werden die Matches für die "Oberen" sicherlich nicht, früh im Jahr hat der ein oder andere noch Anlaufprobleme, wie die - zum Teil überraschenden - Ergebnisse am letzten Wochenende deutlich gezeigt haben.

Einen sicherlich nicht erwarteten Punktverlust hat Primus SV 08 Auerbach (1./39)im Nachholer beim Schlußlicht in Kohlberg hinnehmen müssen. Beim VfB Rothenstadt (9./21) - er hat beim Remis in Grafenwöhr Selbstbewußtsein getankt - muss man ohne Wenn und Aber in die Erfolgsspur, um den Vorsprung nicht noch mehr aufs Spiel zu setzen. Einen weiteren Ausrutscher würde natürlich die SpVgg Trabitz (2./38) begrüssen, die erstmals in diesem Jahr eingreift, in Vorbach (11./17) aber selbst vor einer unangenehmen Auswärtsaufgabe steht. Auch der Dritte, die SV Grafenwöhr (3./38) hat zuletzt Zählbares liegen lassen, in Haidenaab (10./19) müssen die Zeichen auf Sieg stehen, nichts anderes darf zählen. Schließlich reist der sich den Vorderen nähernde TSV Eslarn (4./33) zum Rangvierzehnten nach Kohlberg (14./5), schlüft natürlich in die Favoritenrolle, ist aber gewarnt durch das Remis, welches die Wild-Crew den Auerbachern abgetrotzt hat. Will man Kontakt halten zum Führungstrio, muss die Grenzlandelf gewinnen, das ist klar.

Das Spiel gegen den Spitzenreiter hat deutlich gemacht, dass man in Kohlberg noch lange nicht den Kopf in den Sand steckt. Dass man fest entschlossen ist, zumindest noch auf einem Relegationsplatz zu landen, soll nun auch die Grenzlandelf zu spüren bekommen. Die Mannschaft ist wieder bereit, ans Limit zu gehen, man wird sehen, zu was es reicht. Die Rackl-Elf ist sich bewußt, dass man auf einen Gastgeber trifft, der um jeden Zentimeter des grünen Geläufs fighten wird. So wird neben spielerischen Elementen auch das Körperliche gefragt sein, um das Ziel, das da lautet voller Ertrag, zu erreichen.

SVK-Übungsleiter Eugenio Wild: "Ja, am Sonntag kommt der nächste Brocken zu uns nach Kohlberg, mit Eslarn erwartet uns wie schon am vergangenen Sonntag ein hartes Stück Arbeit. Wir müssen und werden wieder alles in die Waagschale werfen, um zu punkten. Jedes Spiel ist ein Endspiel und so werden wir es angehen. Wille, Kampf, Mut wollen wir zeigen und als Team auftreten und damit an die Leistung vom Sonntag und dieser Trainingswoche anknüpfen. Ich glaube an meine Mannschaft, weil sie verdammt hart arbeitet Woche für Woche. Man spürt und sieht, wie die Mannschaft lebt."

Eslarns Spielertrainer Peter Rackl: "Uns erwartet ein deckungsgleiches Spiel wie gegen Eschenbach. Der SV Kohlberg ist im Tabellenkeller, spielt zu Hause und wird alles dafür geben, die nötigen Punkte gegen den Abstieg einzusacken. Für uns ist die Ausgangslage wieder klar, wir wollen weitere drei Punkte, um vorne dranzubleiben. Es gilt die gleiche Einstellung wie gegen Eschenbach an den Tag zu legen und den Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen, denn der SVK hat sich im Vergleich zur 8:1-Hinspielniederlage zuletzt ein wenig Selbstvertrauen verschafft, hat er doch mit einem neuen Trainer ein Unentschieden gegen den Tabellenführer Auerbach erreicht. Trotzdem wollen wir spielbestimmend sein und mit drei Punkten im Gepäck am Sonntagabend wieder abreisen. Der Kader ist nahezu komplett."

Mit dem 2:2 im Derby in Haidenaab war man beim FCV unter dem Strich zufrieden, konnte der Abstand zu Platz 12 doch weiter vergrößert werden. Nun wartet ein "Hochkaräter" auf die Tusek-Crew, es gilt, den schon immer auf eigenem Terrain gezeigten großen Kampfeswillen auszupacken, um dem Favoriten einen heißen Tanz liefern zu können. Thomas Baier und die Seinen wissen, was sie in Vorbach erwartet, nämlich ein Gastgeber, der in jeden Zweikampf mit Vollgas gehen wird. Darauf wird man sich einstellen müssen, spielerische Qualitäten alleine werden nicht reichen, um den gewünschten Dreier ins Heimgepäck schnüren zu können.

FCV-Coach Markus Tusek: "Mit Trabitz kommt ein ganz dicker Brocken auf uns zu. Durch die drei Neuzugänge im Winter sind sie noch stärker, als vor der Winterpause. Es spielt David gegen Goliath, daher sind wir der absolute Außenseiter und haben nichts zu verlieren. Die Offensivpower der Gäste gilt es nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Wir müssen im Defensivbereich sehr konzentriert und klar spielen. Ich fordere die gleiche Einstellung und Leidenschaft wie in Haidenaab. Wenn wir uns noch steigern können gegenüber dem Spiel der Vorwoche, warum sollte nicht eine Überraschung möglich sein. Wir freuen uns auf das schwere Match und werden alles daran setzen, es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen."

Trabitz-Coach Thomas Baier: „Wir freuen uns auf das Spiel am Wochenende. Die Vorbereitung ist vorbei, jetzt geht es um Punkte. Die Mannschaft inklusive dem Umfeld hat in den letzten Wochen sehr gut gearbeitet. Auch die Neuzugänge haben sich sehr gut integriert, das passt. Uns ist klar, dass das in Vorbach kein Spaziergang wird. Aber wir wissen auch, was wir können und mit welchem Anspruch wir in die Spiele gehen. Für uns ist entscheidend, dass wir klar in unserem Spiel sind, klar in unserer Struktur und klar in unseren Entscheidungen. Wenn wir das auf den Platz bringen und die richtige Dynamik entwickeln, dann wollen wir das Spiel in unsere Richtung ziehen. Am Ende liegt es an uns. Wir fahren dorthin, um unser Spiel durchzuziehen und die Punkte mitzunehmen.“

Beide Mannschaften trennten sich am vergangenen Wochenende unentschieden. Dabei konnte der VfB mit dem 2:2 in Grafenwöhr natürlich sehr zufrieden sein und will nun an das Gezeigte anknüpfen, um dem nächsten "David" ebenfalls Paroli zu bieten. Dass auf der anderen Seite dem Ligaprimus das Remis beim Letzten in Kohlberg nicht gefallen konnte, ist auch klar. Um nicht ein weiteres Mal wichtiges Punktegut zu verschenken, reisen die Bergstäder in den Weidener Vorort, um nichts anderes, als den vollen Ertrag einzufahren.

VfB-Trainer Roland Lang: "Gegen den Tabellenführer muss alles passen, um zu punkten, das ist klar. Er hat die meisten Tore erzielt und die wenigsten kassiert, das lässt die Stärken der Auerbacher deutlich werden. Wir werden alles versuchen, um so wie letzten Sonntag etwas zu reissen."

SVA-Spielercoach Daniel Maier: "Wir haben das letzte Spiel aufgearbeitet, die Fehler analysiert und darauf basierend unsere Trainingswoche ausgerichtet. Unser Anspruch ist es, wieder an die Leistungen anzuknüpfen, die uns in der Hinrunde ausgezeichnet haben. Alles Weitere wird sich daraus entwickeln. Damit beginnen wir am Sonntag."

Mit dem Remis im Derby gegen Vorbach war man beim ASV am Ende zufrieden, schließlich schaffte man den Ausgleichstreffer erst in der Schlußphase. Der Abstand zum ersten Schleudersitz beträgt nun acht Punkte, deshalb geht man relativ entspannt an die große Herausforderung Grafenwöhr heran und möchte natürlich auch gegen den Rangdritten nicht mit leeren Händen das Spielfeld verlassen. Der Druck des Gewinnenmüssens liegt klar auf der Seite der Gäste, die nach dem 2:2 gegen Rothenstadt nicht noch mehr Punktegut verschenken dürfen, wollen sie dem Duo Auerbach/Trabitz weiter ein "lästiger" Mitstreiter sein.

ASV-Chefanweiser Michael Kaufmann: "Im Hinspiel lieferten wir Grafenwöhr einen harten Kampf, haben am Ende extrem unglücklich verloren. Das würden wir natürlich gerne korrigieren und in unserer Lage ist jeder Punkt extrem wertvoll. Es wird natürlich brutal schwer. Grafenwöhr verfügt über brutales Potential und Spieler, die auch höherklassig gespielt haben beziehungsweise spielen können. Aber wenn alles zusammenpasst, ist immer alles möglich. Leider werden wir zwei bis drei schmerzhafte Ausfälle verkraften müssen, welche sich allesamt im Spiel gegen Vorbach verletzt haben. Der etwas breitere Kader hat also nur bis zum ersten Restrückrundenspiel gehalten. Trotzdem können wir mit einem ausreichenden Kader rechnen derzeit und da die Favoritenrolle hier klar vergeben ist, haben wir letztlich nichts zu verlieren. Ich freu mich auf Sonntag."

SVG-Coach Bobby Bafra: "Wir haben das Unentschieden gegen Rothenstadt - da zeigten wir nach der Pause eine desolate Leistung - abgehakt und auch den Schock über die schwere Verletzung von Jonas Ertl haben wir - so hoffe ich - einigermaßen überwunden. Auf diesem Wege die besten Wünsche an Jonas, der nächste Woche in Regensburg operiert wird. Die Trainingsbeteiligung in dieser Woche war hoch, die Jungs sind gewillt, die Scharte auszuwetzen, die schlechte zweite Halbzeit zuletzt vergessen lassen und in Haidenaab - es wird wohl nicht einfach - den vollen Ertrag einzufahren."

Auftaktspiel für den TSV, der in der Absicht, bis zum Saisonende noch die ein oder andere Stufe auf der Tabellenleiter hochzusteigen, gegen den abstiegsgefährdeten Gast einen ersten Schritt tun will - so steht ein Dreier auf der Agenda der Häupl-Jungs. Nach der deutlichen Heimniederlage gegen Eslarn muss der SCE unbedingt in Erbendorf punkten, um den Kontakt zum rettenden Ufer nicht noch mehr zu verlieren. Ein Zähler ist das Mindestziel, drei Punkte wären natürlich toll.

TSV-Coach Andreas Häupl: "Nach einer sehr kurzen, aber intensiven Vorbereitung geht es am Sonntag endlich wieder um Punkte. Wir freuen uns, dass es wieder losgeht. Die Testspielergebnisse waren durchwachsen, die Trainingsbedingungen schwierig, aber wir suchen keine Ausreden, jeder Spieler ist hochmotiviert für Sonntag. Durch die aktuelle Situation ist das Team noch enger zusammen gerückt. Man merkt, dass jeder Spieler zeigen will, dass in der Mannschaft viel mehr steckt, als das der aktuelle Tabellenplatz vermuten lässt. Dies zeigt sich auch an der Trainingsbeteiligung, die stehts sehr hoch ist. Leider haben sich in der Vorbereitung Lukas Rahn, Philipp Schraml und Pascal Kaufmann schwerer verletzt - für alle drei ist leider die Saison schon beendet."

"Wir stehen vor einem wichtigen Auswärtsspiel in Erbendorf. Ziel ist es, mindestens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Fehlen wird sicher Josef Gradl. Sonst ist der Kader komplett", so Gästetrainer Muhammet Dal, für den es sicherlich ein spezielles Spiel wird, wohnt er doch in Erbendorf und coachte den TSV schon.

Hier wie dort schaut man auf eine schwierige Vorbereitung zurück, hier wie dort hat sich in der Winterpause der Kader verkleinert, beziehungsweise muss man auf Langzeitverletzte verzichten. Während der SVK durch einen Heimsieg dem Ziel, die Schäfchen in puncto Klassenerhalt frühzeitig ins Trockene zu bringen, näher kommen möchte, benötigt der Gast dringend Zählbares - am besten in dreifacher Form - um die Chance, der Relegation noch von der Schippe zu springen, am Leben zu halten.

SVK-Coach Oliver Drechsler: "Nach einer schwierigen Vorbereitung mit großen personellen Problemen haben wir gleich ein wichtiges Spiel vor der Brust. Wir haben zwar ein gutes Polster zur Abstiegszone, es bedarf aber mindestens noch zweier Siege, um zu hundert Prozent - und das dann vorzeitig - sicher zu sein. Aufgrund der sich wieder einstellenden Personalproblemen - durch Langzeitverletzte und durch Spieler, die aus persönlichen Gründen erst kommende Saison wieder eingreifen können - müssen wir bei einem ohnehin dünnen Kader unser Personal zusammenkratzen, unsere alten Spieler wieder reaktivieren, die uns hoffentlich wieder aushelfen werden. Nun, wir werden eine einigermaßen schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken können, die natürlich alles tun wird, um gegen Dumba zu gewinnen. Dann wäre ein erster wichtiger Schritt getan."

SCK-Trainer Andreas Freiberger: "Unsere Vorbereitung hat sich wetterbedingt auf Laufen und Einheiten in der Soccer-Arena beschränkt, wir haben dennoch jede Einheit genutzt, um unser Fitnesslevel hoch zu halten. Die Trainingsbeteiligung ist gut und die Einstellung positiv nach vorne gerichtet. In unseren Vorbereitungsspielen sind wichtige Probleme zum Vorschein gekommen, welche wir von Spiel zu Spiel besser in den Griff bekommen haben, aber noch konsequent abstellen müssen. Unsere Ausgangssituation ist jedem bekannt und mit unserem ersten Gegner Kulmain haben wir keine leichte Aufgabe vor der Brust. Leider fehlen uns nach dem Wechsel von Louis Schnoy auch weiterhin unser Kapitän Tim Fronhöfer, Jonas Fuhrich, Fabian Lehner und Nico Mühlbauer, welche verletzungsbedingt aussetzen müssen."

Ein Duell zweiter Tabellennachbarn sehen die Fans zum Auftakt im Klosterdorf. Beide Mannschaften haben ihren ersten Auftritt, wollen den Start natürlich positiv gestalten. Das Heimrecht lässt den FC in die Rolle des leichten Favoriten schlüpfen, der die Schäffler-Schützlinge auch gerecht werden wollen. Die Gäste reisen an mit der Hoffnung, nicht leer auszugehen.

FC-Vorstand Wolfgang Seitz: "Beim FCT freut man sich nach der insgesamt gelungenen Vorbereitung darauf, dass es am Sonntag gegen den TSV Reuth endlich wieder um die begehrten Punkte geht. Da bis auf Sven Kopp alle Mann an Bord sind, will die Mannschaft um Trainer Robert Schäffler natürlich einen Sieg einfahren. Wie schwer es aber gegen Reuth immer ist, hat man zuletzt beim hart erkämpften 1:1 in der Vorrunde gesehen."

TSV-Spielercoach Martin Bächer: "Für uns geht's mit einer unangenehmen Aufgabe in Tremmersdorf los. Wir haben einige Sachen in der Vorbereitung getestet und freuen uns auf den Rückrundenstart."