
Die so genannte "Crunchtime" bezeichnet die entscheidende Phase am Saisonende, in der über Meisterschaft, Auf- und Abstieg entschieden wird heißt es, wenn man Google strapaziert. Und dieser Zeitraum, in der von den Mannschaften in den Höhen und in den Tiefen der Tabellen starke Leistungen gebracht werden müssen, um die Ziele zu erreichen, hat nun auch in den drei Kreisklassen des Spielkreises Amberg/Weiden begonnen. Unangefochten und weiterhin "in einer eigenen Liga" spielen in der Südstaffel die SG Traßlberg/Poppenricht (1./57 - 2:0 in Neukirchen) und die DJK Ensdorf (2./56 - 2:0 in Ammerthal), die ihre anspruchsvollen Aufgaben bei Teams des Verfolgerfelds erfolgreich absolvierten und den packenden Zweikampf weiterführen.
Im Westen kam es zum direkten Aufeinandertreffen der 1 mit der 2, dabei gelang es dem SV Neusorg (2./50), dem souveränen, immer noch ungeschlagenen Tabellenführer FC Dießfurt (1./58) auf eigenem Terrain einen Punkt abzuknöpfen. Der FC führt also weiter mit acht Punkten Vorsprung vor dem SVN, den wiederum sieben Punkte vor dem SV Hahnbach II (3./43) trennen.
Kommen wir noch zu den Ambitionierten des Ostens, die verlebten allesamt einen "gebrauchten Tag". Spitzenreiter DJK Irchenrieth (2./43 - 0:1 gegen Pleystein) verlor die Pole Position wieder an den SV Altenstadt/WN (1./43 - 2:2 gegen Plößberg/Schönkirch II), der an einer Pleite gerade noch vorbeischrammte, denn der Ausgleich für den SVA fiel erst in der 90. Minute. Die Chance, sich an den beiden Konkurrenten vorbeizuschieben, verpasste der SV Waldau (3./41 - 2:3 im Derby gegen Altenstadt/VOH), der den "Schwächeanfall" der Vorderen komplettierte.
Kreisklasse Süd
Die Niederlage des 1. FC Neukirchen (3./42) gegen "TraPo" hat nun zur Folge, dass der SV Kauerhof (4./40 - 6:0 gegen Rosenberg II) und der TSV Kümmersbruck (3./37 - 2:1 gegen Loderhof) im Kampf um Platz 3 noch "dick" im Geschäft bleiben. Hinab in den miefigen Tabellenkeller, da steht seit dem Wochenende fest, dass sowohl die Rosenberger (14./7), als auch die Reserve des SV Inter Bergsteig (1:4 gegen Kastl/Utzenhofen) auch theoretisch nicht mehr ohne einen Umweg den Ligaerhalt schaffen können. Beide werden definitiv den einzigen Direktabsteiger unter sich ausmachen. Spannend bleibt der Zweikampf zwischen den beiden am Wochenende dreifach punktenden SV Schmidmühlen II (11./21 - 2:1 bei der Amberger Germania) und SG Kastl/Utzenhofen (12./20 - 4:1 am Bergsteig), die um den ersten Platz auf sicherem Untergrund buhlen.
Ein hartes Stück Arbeit musste der Ligaprimus verrichten, um den Tabellendritten in die Knie zu zwingen. Dabei spielte dem Gast ein Doppelschlag in der 15. und 25. Minute in die Karten, die Führung der Caliskan-Elf setzte die Heimelf früh unter Druck, offensiv mehr zu investieren. In Folge zeigte der Tabellenführer, warum er erst 10 Gegentreffer bislang kassiert hat, denn er präsentierte sich in der Defensive stark und ließ die FCN-Angreifer kaum zum Zug kommen. Auf der anderen Seite hätte Trapo bei Nadelstichen nach der Pause das ein oder andere Tor noch erzielen können, so ließ Doppeltorschütze Johann Henschke beispielsweise die Chance eines Strafstosses ungenutzt (50.). Am Ende stand ein verdienter achtzehnter Saisondreier für einen der beiden Topfavoriten der Südstaffel.
FCN-Coach Christian Ringler: "Meine Mannschaft musste sich zuhause dem Tabellenführer mit 0:2 geschlagen geben. Gegen einen äußerst kompakt stehenden Gegner fanden wir nur schwer ins Spiel und konnten kaum Chancen kreieren. Trotz großem Einsatz unserer ersatzgeschwächten Truppe gelang es uns nicht, die stabile Defensive zu überwinden. Am Ende steht eine verdiente Niederlage gegen den Spitzenreiter aus Traßlberg/Poppenricht."
SG-Routinier Sebastian Scharl: "Wir haben von Beginn an den Kampf angenommen und sind auf dem schwierigen Platz gut ins Spiel gekommen. Durch zwei schön herausgespielte Tore haben wir uns die verdiente 2:0-Führung erarbeitet, was uns spürbar Sicherheit gegeben hat. Mitte der ersten Halbzeit kam Neukirchen etwas besser ins Spiel und hatte mit einem Lattenschuss die gefährlichste Situation des gesamten Spiels. In der zweiten Hälfte wurde es deutlich hektischer und zerfahrener, trotzdem hatten wir mit dem Elfmeter und weiteren guten Möglichkeiten früher alles entscheiden können. Defensiv standen wir über die gesamte Spielzeit sehr stabil, haben kaum etwas zugelassen und waren in den entscheidenden Zweikämpfen präsent. Am Ende war es ein verdienter und hart erarbeiteter Sieg, der zeigt, wie geschlossen und reif wir als Mannschaft auftreten."
Tore: 0:1 und 0:2 Johann Henschke (15./25.) - Schiedsrichter: Onur Basoglu - Zuschauer: 200 - Zeitstrafe für Andreas Eichenseer (90.+2/TraPo)Tore: 0:1 und 0:2 Peter Brunner (2./18.), 0:3 Florian Engelhardt (20.), 1:3 Julian Meixner (43.), 1:4 Bastian Weber (80.) - Schiedsrichterin: Katharina Hofmann - Zuschauer: 30 - Platzverweis: Gelb-Rot für Felix Heinrich (76./Paulsdorf).
Tore: 0:1 Alexander Goeth (43.), 0:2 Johann Graf (48.), 1:2 Simon Madl (77.) - Schiedsrichter: Markus Schwendner - Zuschauer: 50
Tore: 0:1 Johannes Bleisteiner (22.), 1:1 Sven Gruber (32./Strafstoß), 1:2 Johannes Kölbl (45.), 1:3 Philipp Pöllath (52.), 1:4 Elias Wölfl (58.) - Schiedsrichter: Moritz Fischer - Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Max Pilhofer (73.), 1:1 Dominik Greiler (78.), 2:1 Laurin Wiedenbauer (90.+2) - Schiedsrichter: Josef Schimmer - Zuschauer: 80
Die favorisierten Gäste hatten im ersten Spielabschnitt Vorteile. Chancen, neben dem verdienten Führungstreffer noch nachzulegen, liessen sie allerdings ungenutzt. Nach dem Pausentee kamen die Hausherren besser zum Zug, ohne jedoch für große "Aufreger" vor dem Ensdorfer Tor sorgen zu können. Der Plan des Tabellenzweiten, aus einer sattelfesten Deckung heraus Nadelstiche zu setzen ging auf, das 2:0 noch vor dem Beginn der Schlußphase brachte sie vorentscheidend in Front. Ammerthal bemühte sich wohl nimmermüde um eine Resultatsverbesserung, die der Badura-Elf aber nicht mehr gelingen sollte.
DJK-Coach Johannes Badura: "Aufgrund der klareren Tormöglichkeiten geht der Sieg für den Tabellenzweiten natürlich so in Ordnung, wenngleich wir die beiden Gegentore hergeschenkt haben. In der zweiten Hälfte konnten wir phasenweise bis zu unserem zweiten Geschenk etwas Druck aufbauen, ohne uns jedoch absolut zwingende Torchancen zu erspielen. Glückwunsch an die DJK und alles Gute für den Saisonendspurt."
Gästetrainer Oliver Eckl: "Ein verdienter Erfolg gegen eine nicht aufgebende Ammerthaler Reserve. In der ersten Halbzeit haben wir durch hohes Anlaufen oft Ballgewinne erzielen können. Gute Kombinationen führten zu Torchancen, die allerdings ungenutzt blieben. Ein abgefälschter Schuss führte zum verdienten 0:1 nach etwa 20 Minuten. Bis zur Halbzeit hatten wir sicher mehr vom Spiel, trotzdem konnten wir nicht das zweite Tor nachlegen. In der zweiten Halbzeit fehlte dann etwas die spielerische Linie. Somit kam Ammerthal immer besser ins Spiel, ohne allerdings zwingende Chancen zu erspielen. Die DJK erhielt viele Freistöße aus dem Halbfeld oder Eckbälle, die wir allesamt abwehren konnten. Aus einer stabilen Defensive heraus konnten wir dann das 0:2 nachlegen. Trotzdem hat sich Ammerthal nie aufgegeben und uns bis zum Schluss gut beschäftigt. Ich freue mich für die Mannschaft, die gezeigt hat, dass man auch durch solide Defensivarbeit zum Erfolg kommen kann. Danke an die Zuschauer, die uns tatkräftig unterstützt haben!"
Tore: 0:1 Stefan Grabinger (22.), 0:2 Matti Götz (70.) - Schiedsrichter: Thomas Schels - Zuschauer: 100
Kreisklasse Ost
Die Oberen des Klassements also mit einem "Durchhänger", in den Tiefen der Tabelle heißt der Gewinner des Spieltags SpVgg Windischeschenbach (14./15), der das Kellerduell gegen die SG Püchersreuth/Floß mit 2:0 gewann und nach Punkten mit dem Gegner gleichzog. Spannend bleibt es auch, wer am Ende auf Rang 12 landet. Aktuell belegt diesen noch die DJK Neustadt (12./23 - 2:2 bei der DJK Weiden), der FC Luhe-Markt (11./24 - 0:1 gegen Pirk) und die SpVgg Moosbach (10./25 - 0:4 in Etzenricht) sind jedoch ebenfalls stark gefährdet.
Tore: 0:1 Louis Ziegler (12.), 1:1 Fabian Zaus (26./Strafstoß), 1:2 Martin Tkotz (49./Eigentor), 2:2 Martin Tkotz (90.) - Schiedsrichter: Andreas Frieser - Zuschauer: 25 - Platzverweis: Gelb-Rot für Vehbi Zogaj (86./Altenstadt)
Wieder einmal bestätigte sich die alte Fußballerweisheit, dass Derbys eine Eigendynamik entwickeln. Da führte der Gast aus dem nahen Altenstadt/VOH nach einer Stunde doch überraschend mit 2:0 beim Tabellendritten und das nicht einmal unverdient, denn die Schreiner-Truppe nutzte Unzulänglichkeiten der heimischen Defensive humorlos aus. Erst ein Platzverweis sorgte beim SVA für ein wenig Verwirrung, die die Heimelf sofort per Doppelschlag zum Gleichstand bestrafte. Als vieles auf eine Punkteteilung hindeutete, gelang den Gästen noch in Unterzahl der am Ende verdiente und umjubelte Siegtreffer.
SVW-Coach Rene Niemann: "Nach anständigen Anfangsminuten sind wir wieder durch einen kapitalen Abwehrfehler ins Hintertreffen geraten. Spätestens ab diesem Zeitpunkt spielten wir zu kopflos und überhastet, machten es durch eigene ansaubere Aktionen dem Gegner viel zu einfach. In der 2. Halbzeit haben wir dann einiges probiert und glichen zum 2:2 aus. Der Wille war meiner Mannschaft nicht abzusprechen, aber wir machen zur Zeit zu viele Fehler im Abwehrverbund und so gelang den Altenstädtern noch der Siegtreffer."
Gästecoach Markus Schreiner: "In einem sehr umkämpften Derby waren wir von Beginn an gut im Spiel. Die Chancen, die wir uns herausgespielt haben, haben wir eiskalt nutzen können und sind auch verdient mit 2:0 in Führung gegangen. Erst als wir nach der Gelb-Roten Karte in der Schlußphase umstellen mussten, haben wir teilweise die Zuordnung verloren und Waldau hat das zum Ausgleich ausnutzen können. Aber mit viel Leidenschaft und einer geschlossenen Mannschaftsleistung haben wir zwei Minuten vor Schluss den Lucky Punch setzen können und das Spiel für uns entschieden. Ein dickes Lob an die komplette Mannschaft, wie sie die taktischen Vorgaben umgesetzt und gekämpft hat, um erfolgreich zu sein. Jetzt am Wochenende komm mit dem SV Altenstadt/WN der Tabellenführer zu uns, wir wollen auch in diesem Spiel alles geben, um weiter erfolgreich zu bleiben."
Tore: 0:1 Jan Böhm (32.), 0:2 Philipp Klein (59.), 1:2 und 2:2 Daniel Rewitzer (80./86.), 2:3 Sascha Sollfrank (88.) - Schiedsrichter: Michael Ugur - Zuschauer: 270 - Platzverweis: Gelb-Rot für Nikolas Haberkorn (79./Altenstadt)
Tore: 1:0 Daniel Treml (31.), 1:1 Vinzenz Busch (49.), 2:1 Julian Brandt (53.), 2:2 Ben Kippes (72.) - Schiedsrichter: Jürgen Meißner - Zuschauer: 65 - Zeitstrafe für Fabian Friese (85./Weiden).
Zweite Heimniederlage in Folge für die DJK, die ihr die Tabellenführung kosten sollte. Wohl besaß die Bachmeier-Crew über die gesamte Distanz mehr Spielanteile, doch schaffte sie es zu wenig, sich in der Box gegen einen leidenschaftlich seinen Führungstreffer verteidigenden Gast erfolgversprechend in Szene zu setzen. So schnürten die Mannen von Alexander Schön nach 93 umkämpften Minuten nicht unverdient drei Punkte ins Heimgepäck.
DJK-Coach Michael Bachmeier: "Eine bittere und vor allem unnötige Niederlage. Wir waren über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft und hatten deutlich mehr vom Spiel. Der Gegner hatte im Grunde nur eine klare Torchance und die hat er dann auch eiskalt genutzt. Wir selbst haben es im letzten Drittel leider nicht sauber genug ausgespielt und haben uns gegen eine gut eingestellte Pleysteiner Mannschaft schwer getan, die nötigen Lücken zu finden. Ein Unentschieden wäre aus meiner Sicht das gerechte Ergebnis gewesen. Aber es ist wie es ist, der Blick geht nach vorne und weiter geht´s!"
Gästetrainer Alex Schön: "Wenn man zum Tabellenführer fährt, ist die Aufgabe nicht einfach. Aber wir waren richtig heiß auf das Spiel und haben uns gut eingestellt auf den Gegner. Irchenrieth hatte die ersten Möglichkeiten, aber unser Torhüter hat da sehr gut reagiert und auch das ganze Spiel über sehr gut gehalten. Dann machten wir das 1:0, das meine Mannschaft sehr gut herausgespielt hat. Danach haben wir mit einer kämpferisch starken und geschlossenen Mannschaftsleistung den knappen Vorsprung über die Zeit gebracht. Ja, die DJK hat eine sehr gute Mannschaft, aber wir haben ihr mit einer starken Vorstellung die Punkte abgenommen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie so ein Spiel abgeliefert hat. Der Blick geht nach vorne, wir werden zweimal trainieren und uns auf das nächste Spiel gegen Etzenricht gut vorbereiten."
Tor: 0:1 Volkan Kuzpinari (23.) - Schiedsrichter: Sebastian Scheidler - Zuschauer: keine Angaben
Tore: 1:0 Leon Scheirer (45.+1), 2:0 Lukas Neumeier (49./Strafstoß), 3:0 Klaus Moucha (60.), 4:0 Elias Staufer (90.) - Schiedsrichter: Simon Grabinger - Zuschauer: 70
Tor: 0:1 Patrick Ott (88.) - Schiedsrichter: Konstantin Uhl - Zuschauer: 80
Dritter Saisonheimsieg - der erste Dreier im neuen Jahr - für die SpVgg in diesem Sechs-Punkte-Match gegen den Rangdreizehnten, mit dem die Elf von Neu-Coach Andreas Kische nun nach Punkten gleichgezogen hat. Mit einer 2:0-Führung nach einer halben Stunde im Rücken dominierte die Heimelf dieses so wichtige Spiel über weite Strecken und hätte gegen einen in der Schlußphase gezwungenermaßen die Deckung lockernden Gast das Ergebnis noch nach oben korrigieren können.
SpVgg-Coach Andi Kische: "Das Ergebnis spricht für sich. Meine Mannschaft und der Verein haben sich auf jeden Fall noch nicht aufgegeben. Von Minute eins bis zur letzten Minute eine vor allem kämpferisch und disziplinierte Leistung. Für mich ein verdienter Sieg im Kellerduell. Einziger Wermutstropfen ist, dass wir es verpasst haben, in den letzten 20 Minuten drei Hochkaräter noch zu verwandeln. Dennoch ist wichtig, dass die Null hinten steht beziehungsweise stand und wir über die gesamte Spielzeit alles als Team wegverteidigt haben. Jetzt gilt es, gut zu trainieren und den Schwung in die verbleibenden Spiele mitzunehmen. Was am Ende dann dabei herauskommt, werden wir sehen."
Gästeübungsleiter Stefan Mois: "Die Niederlage war mehr als unnötig. In unserer aktuellen Situation im Tabellenkeller müssen wir es schaffen, die einfachsten Dinge konsequent auf den Platz zu bringen, dies ist uns über weite Strecken nicht gelungen. Entsprechend bitter ist das Ergebnis. Gleichzeitig gilt es jetzt, genau daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Wir müssen diese Niederlage annehmen und sie als Anstoß nutzen, um wieder Mut und Selbstvertrauen aufzubauen. In den verbleibenden vier Spielen liegt es an uns, eine klare Reaktion zu zeigen und noch Zählbares mitzunehmen."
Tore: 1:0 und 2:0 Vitezlaw Iwaschenkow (9./29.) - Schiedsrichter: Dominik Ruppert - Zuschauer: 150
Kreisklasse West
Das Topspiel mit einem Unentschieden, im Kampf um Platz 3 haben sich die beiden Anwärter SV Hahnbach II (3./43 - 3:2 in Pressath) und SVSW Kemnath (4./40 - 1:0 gegen Seugast/Schlicht II) keine Blöße gegeben. Im megaspannenden Kampf ums Dasein haben der SV 08 Auerbach II (12./17 - 2:1 in Wildenreuth) und der SC Schwarzenbach (13./15 - 5:0-Paukenschlag in Ebnath) am Wochenende "Big Points" sammeln können. Alleiniger Tabellenletzter ist nun der TSV Königstein II (14./13 - 0:4 gegen Mantel). Der nun seit vier Partien sieglose, davor scheinbar davoneilende TSV Pressath (11./19 - 2:3 gegen Hahnbach) ist nun wieder im Abstiegskampf zurück.
Tore: 1:0 Michael Schmid (10.), 1:1 Cilian Graf (15.), 1:2 Simon Dehling (45.), 1:3 Rene Brewitzer (58.), 2:3 Mohammad Namo (90.) - Schiedsrichter: Mathias Pleiß - Zuschauer: 80
Rabenschwarzer Tag für den Tabellensechsten, der gegen die abstiegsgefährdeten Gäste eine hohe und schmerzhafte Heimpleite erlitt. Nach Blitzstart mit zwei Toren in der Frühphase der Partie war das Match nach dem 3:0 schon zur Halbzeit quasi vorentschieden. Das 4:0 nach einer Stunde legte dann den Deckel auf den dritten Auswärtssieg des SCS in der laufenden Saison. Nach diesem eminent wichtigen Dreier in der Fremde ist der Klassenerhalt für die Urban-Elf sogar ohne den Umweg der Relegation wieder in Reichweite gekommen. Am kommenden Wochenende wartet mit dem Derby gegen den TSV Pressath das nächste Endspiel auf die Mannen um Kapitän Lukas Siegler.
Gästespielertrainer Sebastian Urban: "Trotz der vielen Ausfälle konnten wir an den guten Leistungen anknüpfen, die wir in den letzten Wochen schon gezeigt haben. Wir haben alles genau so umgesetzt, wie wir uns das vorher vorgenommen haben. Ich bin stolz auf eine sehr leidenschaftliche und geschlossene Mannschaftsleistung, mit der wir uns die Punkte verdient geholt haben."
Tore: 0:1 Sebastian Urban (2.), 0:2 Alexander Sparrer (8.), 0:3 und 0:4 Fabian Waldmann (37./62.), 0:5 Sebastian Urban (87.) - Schiedsrichter: Bernd Dietl - Zuschauer: 60 - Platzverweis: Gelb-Rot für Lukas Siegler (75./Schwarzenbach)
Tore: 0:1 Erdal Izmire (27.), 0:2 Patrick Protschky (51./Eigentor), 1:2 Jonas Häupler (84.) - Schiedsrichter: Enes Özbay - Zuschauer: 50 - Platzverweis: Gelb-Rot für Melvin Zahn (85./Auerbach).
Tore: 1:0 Jonas Hiltner (19.), 1:1 Patrick Drechsler (55./Strafstoß) - Schiedsrichter: Luis Bördlein - Zuschauer: 82 - Platzverweis: Rot für Maximilian Pinzer (54./Riglasreuth), Zeitstrafe für Jan Brunner (82./Immenreuth).
Tore: 0:1 Christoph Spiess (4./Eigentor), 0:2 Mirco Dobner (9.), 0:3 Matthias Bertelshofer (29,/Strafstoß), 0:4 Bastian Kasprzak (55.) - Schiedsrichter: Thomas Ferstl - Zuschauer: 55
Tor: 1:0 Andrii Kovalov (66.) - Schiedsrichter: Andre Hönig - Zuschauer: 70
Keinen Sieger hatte dieses Topduell der 1 gegen die 2. FuPa überließ die Berichterstattung beiden Seiten, die den Spielverlauf in Folge aus ihrer Sicht schildern:
Im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Neusorg bestimmte Diessfurt über weite Strecken das Spiel. Schon in der 2. Minute verwandelte Marek Ruda eine Ecke mit voller Entschlossenheit. Durch einen unnötigen Abspielfehler nutzte Neusorg diesen sofort zum 1:1. Diessfurt drängte danach die Neusorger immer wieder in die eigene Hälfte und erspielte sich viele Chancen. Neusorg konnte sich nur mit langen Bällen befreien. Man musste eigentlich in Führung gehen. Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Diessfurt wollte unbedingt den Sieg. Einen hervorragenden Freistoß von Andreas Brüderer vollendete Simon Schmid gekonnt mit dem Kopf. Die Führung währte nicht lange. Einer der wenigen Angriffe von Neusorg brachte den Ausgleich. Einen harmlosen Schuss konnte der sonst sichere Torwart Timo Schraml nicht abwehren. Man kann sagen die Tore von Neusorg waren Geschenke. Dadurch brachte man den Gegner immer wieder ins Spiel. Nach dem 2:2 bekam Neusorg kurz die Oberhand. Ein guter Angriff mit Kopfball strich knapp über die Latte. Danach bekam Diessfurt das Spiel wieder in den Griff. Man konnte aber die Neusorger nicht mehr überwinden. Am Ende war eigentlich gesehen der Sieg verschenkt. Diessfurt kann aber mit dem Unentschieden mehr leben. Man blieb ungeschlagen und der Acht-Punkte-Abstand besteht weiterhin. (Quelle: Spielbericht Henry Schraml, FC Dießfurt).
Der SV Neusorg hatte sich für das Topspiel beim FC Dießfurt einiges vorgenommen, wurde jedoch direkt eiskalt erwischt. Bereits nach zwei Minuten geriet man nach einem Standard früh mit 0:1 in Rückstand. Die Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten: In der 5. Minute wurde Heser stark in die Tiefe geschickt. Seinen zunächst abgewehrten Abschluss nutzte Christopher König gedankenschnell und schob zum frühen 1:1-Ausgleich ein. In der Folge übernahm Dießfurt mehr und mehr die Spielkontrolle. Vor allem bei Standardsituationen strahlte der Tabellenführer große Gefahr aus. Der SV Neusorg hingegen fand spielerisch kaum Lösungen, agierte häufig mit langen Bällen und kam nur selten zu klaren Aktionen. So ging es mit einem 1:1 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel knüpfte Dießfurt zunächst an die starke Phase an und ging in der 50. Minute – erneut nach einem Standard – per Kopfball mit 2:1 in Führung. Doch der SV Neusorg zeigte Moral und bewies einmal mehr seine Comeback-Qualitäten. Nur wenige Minuten nach dem erneuten Rückstand war es Niklas Burger, der mit einem perfekten Zuspiel Christopher König auf die Reise schickte. Dieser blieb eiskalt und erzielte seinen zweiten Treffer zum 2:2-Ausgleich. In der Schlussphase hatte Neusorg sogar noch die große Chance auf den Sieg: Nach einer starken Hereingabe kam Noah Söllner zum Kopfball, setzte diesen jedoch nur an die Querlatte. Am Ende blieb es beim 2:2-Unentschieden in einem intensiven Topspiel. (Quelle: Spielbericht SV Neusorg).
SVN-Coach Patrick Müller: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht wirklich ins Spiel gefunden, da war Dießfurt besser. In der zweiten Halbzeit haben wir uns deutlich gesteigert, deshalb geht das Unentschieden so in Ordnung. Zweimal gegen den Tabellenführer zurückzukommen, spricht aber absolut für unsere Moral und macht Mut für die kommenden Spiele.“
Tore: 1:0 Marek Ruda (2.), 1:1 Christopher König (5.), 2:1 Simon Schmid (52.), 2:2 Christopher König (58.) - Schiedsrichter: Alexander Seidl - Zuschauer: 80