
Hinein in den vorletzten Spieltag des Kalenderjahres in den Kreisklassen des Kreises Amberg/Weiden. Da ragt aus den insgesamt 21 Partien, die in den drei Staffeln ausgetragen werden, eine Partie besonders heraus: Am Sonntag um 14 Uhr kreuzen im Spitzenspiel des Ostens auf dem Sportgelände an der Jahnstrasse in Altenstadt/WN der gastgebende Sportverein (2./30) und der Spitzenreiter DJK Irchenrieth (1./34) die Klingen. Kann die seit zwölf Wochen unbesiegte Elf von Marvin Häffner den Kampf um die Krone noch vor der Winterpause noch spannender gestalten - sie hat zudem noch ein Nachholspiel in der Hinterhand - oder hält sich der Ligaprimus seinen ärgsten Verfolger noch mehr vom Leib und vergrößert seinen Vorsprung?
Soll man sagen die beiden Vorderen der Südgruppe spielen irgendwie in einer eigenen Liga? Vielleicht etwas übertrieben, aber bei neun bzw. zehn Punkten Vorsprung zu den Verfolgern sieht das fast so aus. Nun, am Wochenende werden die Teams, die der SG Traßlberg/Poppenricht (1./41 - gegen Paulsdorf) und der DJK Ensdorf (2./40 - gegen Etzelwang) mit großem Abstand "hinterherhecheln", wohl vergeblich darauf hoffen, dass sich das Duo bei zu erledigenden Pflichtaufgaben einen Ausrutscher erlaubt - mögliche Überraschungen sind natürlich immer möglich. Der Anreiz, den die Teams ab Platz 3 haben, liegt in der Möglichkeit, als punktbester Tabellendritter ebenfalls zu relegieren.
Schauen wir noch auf den Westen: Da führt Topfavorit FC Dießfurt (1./44 - Bilanz 14-2-0) die Liga souverän an und scheint unbeirrt in Richtung Kreisliga zu marschieren. Am Wochenende reist nun der Rangdritte aus Kemnath (3./31) zum Sportgelände an der Waldstrasse und versucht, als erstes Team der Liga die weiße Weste des Primus zu beflecken. Für die Gradl-Elf geht es zudem darum, den Kontakt zum SV Neusorg (2./36 - gegen Auerbach II hoher Favorit) nicht abreissen zu lassen.
Kreisklasse Süd
"Abstiegskampf pur" wird den Fans am Samstag bereits um 11 Uhr im Aicher Stadion in Rosenberg geboten, wenn das Schlußlicht TuS II (14./1) auf den Zwölften aus Utzenhofen und Kastl (12./10) trifft. Während die Heimelf nach dem ersten Dreier trachtet und den Abstand zum Rele-Platz 13 verkürzen will, könnte sich der Gast dem rettenden Ufer im "best case" weiter nähern. Für den Mitstreiter im Keller, die Bezirksligareserve des SV Inter Bergsteig (13./7 - in Neukirchen) hängen die Trauben hoch, da bedürfte es schon einer dicken Überraschung, könnte die Wächter-Elf etwas mitnehmen.
Kreisklasse Ost
Rückblick auf ein Nachholspiel des 14. Spieltags vom Mittwochabend:
Keinen Sieger hatte dieses Verfolgerduell vor einer beeindruckenden Kulisse in der Elm-Arena. Die frühe Führung der Hausherren egalisierte der Gast vom Weidener Flutkanal nach nicht ganz einer Stunde. Beide Trainer fassen die Geschehnisse ausführlich zusammen:
"Zunächst ein extra großes Dankeschön an die Verantwortlichen für die hervorragenden Platzbedingungen, die um die Jahreszeit nicht hätten besser sein können. Wir sind gut in das Spiel gekommen und in der 7. Spielminute früh in Führung gegangen. Das gab uns die Sicherheit und Ruhe im Spielaufbau. Wir hatten viel Ballbesitz, aber Großchancen konnten wir uns nicht weiter erspielen. Die DJK war bestrebt, unser Spiel mit Zweikampfhärte und vielen Fouls zu unterbinden. Unerklärlich, dass der ein oder andere Spieler ohne Verwarnung davon kam. Nach der Halbzeitpause hatten wir gleich einen Lattentreffer und verpassten es, die Führung auszubauen. Danach musste meine Mannschaft dem hohen Tempo auf tiefem Boden und der harten Gangart der DJK Tribut zollen. Durch eine unglückliche Abwehraktion unserseits konnte Weiden ausgleichen. Weiden war nun am Drücker, ohne sich aber größere Chancen erspielen zu können. Kurz vor Abpfiff hatten wir nochmal eine Riesenchance für das Siegtor. Dennoch hat die Mannschaft wieder alles gegeben und wir können zufrieden sein. Für mich insgesamt ein gutes Kreisklassenspiel mit hohem Tempo und vielen Zweikämpfen. Am Ende ist die Punkteteilung gerecht und wir können damit sehr gut leben", so SVW-Coach Rene Niemann.
"Wenn mir vor dem Spiel jemand gesagt hätte, dass wir einen Punkt sicher mitnehmen, hätte ich das bei der Liste an Ausfällen sofort unterschrieben. Im Nachhinein muss ich sagen, hätten wir wie im Hinspiel mehr verdient gehabt. Wir schlafen zehn Minuten am Anfang der Partie und bekommen da auch den Gegentreffer. Danach haben wir es aber sehr gut gespielt, wir wussten wie die Waldauer kommen werden und wollten sie schlichtweg nicht ins Spiel kommen lassen. Gerade in der zweiten Halbzeit hat das richtig gut funktioniert und die Chancen zur Führung wären da gewesen. Kompliment an meine Jungs, die das wirklich sehr gut und über 90 Minuten auch mutig gespielt haben. Waldau steht ja nicht umsonst da oben. Insgesamt eine sehr ansehnliche Kreisklassenpartie für die Zuschauer", sagte Gästetrainer Rico Friese.
Tore: 1:0 Markus Zitzmann (8.), 1:1 Daniel Treml (56.) - Schiedsrichter: Patrick Lache - Zuschauer: 180
Vorschau auf die Ansetzungen der Runde 17:
Klar, das Topspiel in Altenstadt/WN stellt alle anderen Partien ein wenig in den Schatten. Sicherlich werden aber die beiden ärgsten Verfolger des Duos ganz vorne - sie standen sich am Mittwochabend im Nachholer gegenüber - mit einem Auge nach Altenstadt schauen. Um den Kontakt zur Spitze zu halten, müssen der SV Waldau (3./29 - gegen Etzenricht II) und die DJK Weiden (4./27 - in Altenstadt/VOH) in Gänze punkten, alles andere darf nicht zählen. Schauen wir noch auf die "Sorgenkinder der Liga": Da möchte Schlußlicht SpVgg Windischenbach (14./9 - gegen Luhe-Markt) mit einem zweiten Saisonsieg endlich mit dem Dreizehnten SG Püchersreuth (13./12 - im Derby gegen Neustadt) nach Punkten gleichziehen. Ein Heimsieg der beiden Kellerkinder würde zudem die beiden Gegner - sie rangieren am Rand zur Gefahrenzone - noch vor der Winterpause mit in den Abstiegssumpf hineinziehen. Bleibt noch die SpVgg Moosbach (12./16 - in Plößberg), sie lockt bei einem Dreier womöglich die Chance, endlich sicheren Untergrund betreten zu können, beträgt der Abstand dahin doch aktuell nur zwei Punkte.
Kreisklasse West
Kemnath als Dießfurt-Herausforderer, Neusorg als haushoher Favorit gegen Auerbach, bleibt von den Ambitionierten noch der SV Hahnbach II (4./30 - gegen Mantel), der will dem fünften Saisonheimsieg dranbleiben an Neusorg und Kemnath, wohlwissend, dass der Tabellenachte VfB in dieser Saison eine wesentlich schärfere Klinge schlägt, als in der Vergangenheit. Betrachten wir noch, was die Kellerkinder auf der Zielgeraden zur Winterpause erwartet: Der SC Schwarzenbach (14./8) möchte unbedingt die beiden letzten Spiele des Jahres gewinnen, um die Ausgangslage ab März 2026 zu verbessern. Der erst einmal in der Fremde siegreiche SV Wildenreuth (10./18) scheint als "erstes Opfer" dazu geeignet. Der SV 08 Auerbach II (13./11) vor der Herkulesaufgabe in Neusorg, der TSV Königstein II (12./11) reist die etwa 60 Kilometer, um sich der unangenehmen Aufgabe in Ebnath (5./26) zu stellen. Bleibt noch die Forster-Truppe des TSV Pressath (11./11 - gegen Riglasreuth), sie hofft gegen einen in der Fremde erst sieben Zähler ergatternden Gast auf den dritten - einen lebenswichtigen - Heimsieg.