
Am offiziell drittletzten Spieltag des Kalenderjahres 2025 freuten sich die erfolgreichen Führungsduos in den Staffeln Süd und West über die Ergebnisse der "hinterherhechelnden" Verfolgermeute, denn die ließ Federn und musste damit die Teams auf den Rängen 1 und 2 weiter davonziehen lassen. Da gewannen im Süden Spitzenreiter "Trapo" (1./41 - 1:0 in Etzelwang) und "Vize" DJK Ensdorf (2./40 - 3:1 in Schmidmühlen) ihre Matches und vergrößerten ihren Vorsprung auf neun bzw. zehn Punkte zu Rang 3, dort rangiert der TSV Kümmersbruck (3./31 - 5:3 gegen Rosenberg II). Und im Westen holte der weiter unbesiegte Tabellenführer FC Dießfurt (1./44 - 4:0 in Königstein) den erwarteten Dreier und auch der Rangzweite SV Neusorg (2./36 - 4:1 in Immenreuth) ergatterte den vollen Ertrag. Da der ärgste Verfolger des SVN, der SVSW Kemnath (3./31 - 1:3 gegen Hahnbach II) sein Heimspiel in den Sand setzte, beträgt dessen Abstand zu Platz 2 nun fünf, zu Platz 1 gar dreizehn Punkte.
Enger - wie schon die gesamte bisherige Spielzeit - bleibt die Lage in der Kreisklasse Ost. Hier gaben sich ja die vier Führenden in direkten Duellen ein Stelldichein, einen Sieger gab es hier wie dort nicht. Nach dem 0:0 von Primus DJK Irchenrieth (1./34) in Waldau (3./28) und dem 3:3 von "Vize" SV Altenstadt/WN (2./30) bei der DJK Weiden (4./26) bleibt oben alles beim alten.
Eine Partie der Kreisklasse Süd verdient es, besonders erwähnt zu werden, nämlich das Heimspiel der SG Paulsdorf/Freudenberg III gegen den SV Kauerhof. Im Duell Vater gegen Sohn (Trainer Paulsdorf ist Achim Beck, sein Sohn Konstantin coacht den SV Kauerhof), führten die Gäste mit 3:0 zur Pause, Paulsdorf glich nach dem Wechsel aus, geriet in der Nachspielzeit wieder in Rückstand, ehe der nach vorne geeilte Paulsdorfer Schlussmann Jonas Schlosser nach einem Standard zum 4:4 vollendete. Am Ende stand ein unglaubliches Match mit acht Toren und einem Keeper als "Man of the Match".
Kreisklasse Süd
In den Höhen des Klassements macht sich das führende Zweigestirn weiter davon, in den Niederungen der Tabelle konnte einzig der Kreisligaabsteiger SG Utzenhofen/Kastl (12./10 - 2:1 gegen Loderhof) seinen spärlich gefüllten Punktebeutel füllen und näherte sich dem "rettenden Ufer" somit bis auf fünf Punkte. Die beiden Schlußlichter aus Rosenberg (14./1 - 3:5 in Kümmersbruck) und vom Bergsteig in Amberg (13./7 - 2:6 gegen Ammerthal) gingen dagegen leer aus. Da zieht sich die Schlinge um den Hals immer weiter zu.
Tore: 0:1 Argjent Berisha (15.), 1:1 Tomas Kartak (19.), 2:1 Azad Ali Mahammad (42.), 3:1 Anthony Seibold (52.), 4:1 Mohammad Hakimi (54.), 5:1 Karel Kardos (64.), 5:2 Tim Fischer (83.), 5:3 Michael Weiser (89.) - Schiedsrichter: David Berendes - Zuschauer: 73
Tor: 0:1 Thomas Behrend (86.) - Schiedsrichter: Tobias Depner - Zuschauer: 60 - Platzverweis: Gelb-Rot für Johannes von Scholz (90.+3/Etzelwang)
Binnen Wochenfrist gab der SV Kauerhof eine eigentlich über lange Zeit klar dominierte Partie aus der Hand und musste sich erneut mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Die Gastgeber luden die Kauerhofer auf dem zwar schwer, aber dennoch bespielbaren Ausweichplatz in Paulsdorf durch hohe Verteigungsversuche "konsequent" zu zahlreichen Kontern ein. In der 12. und 38. Minute war Max Grundler wie Tobi Hüttner in der 25. erfolgreich. Zwar hatten die Gastgeber aus dem Strafraumgewühl auch ein, zwei Möglichkeiten, doch hätte der SVK auch noch den einen oder anderen Treffer beisteuern können oder gar müssen.
Nach Wiederbeginn begannen die SSVler zunehmend ihrerseits richtig gute Chancen zu versemmeln. Die Gäste versäumten es, den Sack zu zumachen und kassierten durch Christian Schreier in der 56. Minute, als sie trotz der 3:0 - Führung einen Konter in Überzahl (!) zuliessen, den Anschlusstreffer. Die Heimmannschaf war bei jeder der jetzt häufig auftretenden Ecken gefährlich. Sie stellten clever einen gross gewachsenen Spieler vor den Kauerhofer TW Sehr und diesen damit vor Probleme, der, soviel Eingeständnis muss sein, auch sonst gar keinen guten Tag erwischt hatte. Benno Riss und Markus Schäffer egalisierten nicht von ungefähr zum 3:3 in der 81. und 85. Minute. Mit der Gelb-Roten Karte (88.) gegen Justin Röhrer erwischte der SR den falschen Spieler. Das Fussballschicksal gestattete den Kauerhofern jedoch die erneute Führung zu Beginn der Nachspielzeit, als Tim Wiesnet mit einem Fernschuss erfolgreich war. Mit dem Schlusspfiff kam der nach vorne geeilte Keeper der Gastgeber nach einer Standardsituation an den Ball und brachte den tatsächlich zum Ausgleich im Netz der Gäste unter. Bisweilen richtig guter Fussball wechseln sich mit schwachen Phasen bei den Schwarz- Gelben regelmäßig ab. Darin liegt der Hauptgrund für die durchwachsenen Ergebnisse. Man kann nach einem Gegentreffer eine gewisse Verunsicherung sozusagen mit den Händen greifen und das bleibt dem Gegner natürlich auch nicht verborgen. (Quelle: Spielbericht Günter Becher, SVK)
"Ein tolles Fußballspiel und das auf einem Sandplatz - ein Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Hälften. Hälfte 1 gehörte Kauerhof, die ab der ersten Sekunde sofort zeigten, dass sie dieses Spiel gewinnen wollten. Sie spielten nach vorne, erarbeiteten sich Einschußchancen und nutzten eine unter gütiger Mithilfe meiner Mannschaft zum frühen 0:1. In Folge schraubten sie das Ergebnis zügig auf 3:0 hoch, man durfte Bedenken haben, dass es ein Schützenfest werden könnte. Wohl hatten wir die ein oder andere Chance, waren insgesamt aber viel zu weit weg vom Gegner, hatten Ängste, die Beine schienen müde zu sein. Klare Worte zur Halbzeit, was sich ändern muss und tatsächlich - nun spielten wir quasi auf ein Tor und konnten tatsächlich ausgleichen. Natürlich ergaben sich für Kauerhof Konterchancen, die sie aber nicht nutzten. 3:3 nach 90 Minuten, die Hoffnung, dass es so bleiben würde. Dann eine undurchsichtige Situation, in der ein Kauerhofer meinen Keeper überlupft, plötzlich schienen wir in der 92. Minute auf der Verliererstrasse. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Ich beorderte meinen Torwart nach vorne und dieser schob tatsächlich noch zum 4:4 ein, ein unglaubliches Spektakel ging zu Ende, über das noch lange gesprochen werden wird. Am Ende ein gerechtes Ergebnis, das meinen Sohn vermutlich traurig gemacht haben wird", so SG-Übungsleiter Achim Beck.
"Wir haben in der ersten Halbzeit genau das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten und was unter den Bedingungen auf dem Platz möglich war: Kompakt stehen, schnell umschalten und mutig nach vorne spielen. Einzig ein paar Chancen haben wir nicht konsequent genutzt. Mit der 3:0-Führung zur Pause hatten wir das Spiel eigentlich im Griff. Nach dem Seitenwechsel haben wir jedoch den Faden verloren, waren in vielen Situationen zu unkonzentriert und haben den Gegner dadurch stark gemacht. So ein Spiel dürfen wir in dieser Phase nicht mehr aus der Hand geben. Insgesamt fühlt sich das Ergebnis enttäuschend an, weil deutlich mehr möglich gewesen wäre. Trotzdem müssen wir unsere Lehren daraus ziehen und werden es beim nächsten Mal besser machen. Da habe ich vollstes Vertrauen in die Mannschaft", so SVK-Coach Konstantin Beck.
Tore: 0:1 Maximilian Grundler (12.), 0:2 Tobias Hüttner (25.), 0:3 Maximilian Grundler (38.), 1:3 Christian Schreier (56.), 2:3 Benno Riß (81.), 3:3 Markus Schäffer (85.), 3:4 Tim Wiesnet (90.+2), 4:4 Jonas Schlosser (90.+4) - Schiedsrichter: Benedikt Schmidbauer - Zuschauer: 40 - Platzverweis: Gelb-Rot für Justin Röhrer (88./Kauerhof)
Nach zuvor sieben Dreiern und einem Unentschieden endete die beeindruckende Serie der Germania durch zwei Niederlagen innerhalb kürzester Zeit. Nach der deutlichen Einbuße in Ammerthal unter der Woche musste die Roth-Elf auch dem 1. FC Neukirchen kleinbei geben. Dabei veranlasste die Leistung der Germania am Sonntag keineswegs zu großer Kritik, letztlich unterstützten Fehler im Defensivverhalten und eine mangelhafte Chancenverwertung den Gast bei seinem erfolgreich ereldigten Vorhaben, den vollen Ertrag mitzunehmen.
"Zwei Niederlagen innerhalb weniger Tage haben unsere gute Ausgangsposition kaputt gemacht. Das 0:4 in Ammerthal hört sich zwar brutal an, meiner Meinung ist das Ergebnis viel zu hoch ausgefallen, gegen eine Mannschaft die an einem regulären Spieltag mit Sicherheit nicht so aufgestellt ist. Gegen Neukirchen haben wir eigentlich nicht schlecht gespielt, aber wie schon im Spiel zuvor, haben wir bei den Gegentoren nicht gut ausgesehen und klarste Chancen liegen lassen. Trotz der Niederlagen kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Im Gegenteil, sie haben alles investiert und ihr Herz auf dem Platz gelassen. Das wollen unsere Fans sehen", so Germania-Coach Thomas Roth.
Tore: 0:1 Leonhard Brandt (24.), 0:2 Timo Bielesch (90.+2) - Schiedsrichter: Enes Özbay - Zuschauer: 75
Tore: 1:0 Daniel Enns (17.), 1:1 Lukas Peter (19.), 1:2 Fabian Strobl (22.), 2:2 Sergiy Kuzmenko (61.), 2:3 Fabian Strobl (66.), 2:4 Lukas Peter (69.), 2:5 Andreas Koller (71.), 2:6 Stefan Ehbauer (74.) - Schiedsrichter: Jürgen Meißner - Zuschauer: 40
Tore: 1:0 Johannes Bleisteiner (34.), 1:1 Nico Dierschedl (47.), 2:1 Maximilian Geitner (83.) - Schiedsrichter: keine Angabe - Zuschauer: 75
Tore: 1:0 Christopher Roidl (20.), 1:1 Tobias Wein (23.), 1:2 Jonas Roidl (36.), 1:3 Tobias Wein (38.) - Schiedsrichter: Marcel Opeldus - Schiedsrichter: 40
Kreisklasse Ost
Das Führungsquartett also in direkten Auseinandersetzunge durch die Bank Remis, im Tabellenkeller punkteten wohl zwei der drei Teams, die auf den Abstiegsplätzen rangieren, in ihrer Lage war das allerdings zu wenig, um vor dem Jahreswechsel noch einmal kräftig zuzulangen. Schlußlicht SpVgg Windischeschenbach (14./9) stand beim SV Etzenricht II (8./22) kurz vor dem zweiten Saisondreier, kassierte dann aber in Spielminute 90 noch den 2:2-Ausgleich. Die SG Püchersreuth/Floß (13./12) verlor nach Pausenführung noch 1:3 in Pleystein (5./24) und die SpVgg Moosbach (12./16) trennte sich von der SpVgg Pirk (6./23) 1:1 und verpasste damit den Sprung auf das rettende Ufer, das weiter nur zwei Zähler, also in greifbarer Nähe, liegt.
Tore: 0:1 David Lang (63.), 1:1 Felix Richtmann (87.), 1:2 Tobias Walter (90.+3), 1:3 Luca Lindner (90.+6) - Schiedsrichter: Klaus Seidl - Zuschauer: 130 - Zeitstrafen für Patrick Hofstetter (60.) und Oliver Wagner (71./beide Luhe-Markt).
Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Leon Anzer - Zuschauer: 150
Sechs Tore, zwei grundverschiedene Halbzeiten und einen Schlussspurt des Tabellenzweiten aus Altenstadt, der einen Zwei-Tore-Rückstand noch in ein am Ende gerechtes Remis umwandelte - das Spitzenspiel auf tiefem Geläuf am Flutkanal hatte alles, was es versprach. Beide Trainer fassen die Geschehnisse für FuPa zusammen:
"Es war ein packendes und spannendes Spitzenspiel, am Ende ein insgesamt faires, was mir sehr wichtig war. Insgesamt gab’s für unsere Seite zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Wir kamen wirklich sehr schwer rein in die Partie, lagen auch verdient 0:1 zurück, Altenstadt wirklich spielerisch stark bis zum Pausentee. In ruhiger Bestandsaufnahme nahmen wir uns in der Kabine die Wende mit aller Überzeugung vor und meine Jungs machten es dann wirklich sehr stark. Endlich wurde zielstrebig agiert und wir kamen mit 3:1 in Front. Dass das gegen Altenstadt nichts bedeutet, mussten dann auch wir erfahren. Zwei individuelle Fehler nutzten die Gäste eiskalt aus, da waren wir leider etwas naiv unterwegs in diesen Momenten. Aber insgesamt bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Wir wollten mindestens ein Unentschieden und das war am Ende aus meiner Sicht auch das gerechte Ergebnis", so DJK-Coach Rico Friese.
"Wir gingen mit 1:0 in Führung durch einen super vorgetragenen Spielzug meiner Jungs. Danach hatten wir noch die Chancen auf 2 oder gar 3:0 zu erhöhen, scheiterten aber an einem überragenden Torwart Hecht der DJK Weiden, der einen Sahnetag hatte. Ich war mehr als zufrieden mit der ersten Halbzeit, das einzige Manko war, dass wir die Führung nicht verdientermaßen ausbauen konnten. Nach der Halbzeit haben wir dann bisschen was umgestellt, dann muss ich der DJK Weiden großen Respekt zollen, die sehr gut aus der Kabine kam und die Partie tatsächlich drehte und auf 3:1 davonzog. Doch auch in der zweiten Halbzeit war der Schlussmann der DJK Weiden zur Stelle und parierte zwei unserer Chancen überragend. In den letzten 20 Minuten traten meine Jungs dann nochmal aufs Gaspedal, erzielten durch Ansalem den Anschlusstreffer und durch meinen Kapitän Zogaj sogar noch den 3:3-Ausgleich. Ich ziehe meinen Hut vor meiner Mannschaft. Mit solch einer Mentalität und Leidenschaft nach einem 1:3-Rückstand auf tiefem Platz gegen eine kämpferisch starke DJK Weiden noch einen Punkt mitzunehmen, verdient allerhöchsten Respekt. Unsere Serie hält weiterhin an, sind wir doch nun seit 12 Spielen ungeschlagen", sagte Gästetrainer Marvin Häffner.
Tore: 0:1 Ansalem Ogbonnaya (13.), 1:1 Maximilian Fried (51.), 2:1 Julian Brandt (68.), 3:1 Nico Brandt (74.), 3:2 Ansalem Ogbonnaya (76.), 3:3 Vehbi Zogaj (87.) - Schiedsrichter: Marco Spörl - Zuschauer: 110
Keine Tore in der Elm-Arena, dabei musste der Tabellenführer aus Irchenrieth nach einer Roten Karte für seinen Schlußmann Matthias Jahn wegen einer Notbremse als letzter Mann über eine Stunde in Unterzahl agieren. Chancen auf den Lucky Punch gab es hüben wie drüben, ein Torerfolg war letztlich keinem vergönnt. Beide Trainer fassen den Spielverlauf ausführlich zusammen:
"Wir haben ab der ersten Minute versucht, Irchenrieth unter Druck zu setzen. Ihnen gelang es aber, je länger das Spiel dauerte, sich immer besser aus unseren Pressingsituationen zu befreien und sie kamen selbst zu einigen sehr guten Torchancen vor der Halbzeitpause. Aus einem von uns gut vorgetragenem Konter resolutierte die Rote Karte für Irchenrieths Torwart in der 39. Minute. Im nachhinein hätte ich lieber das sichere 1:0 für uns genommen. So kam es wie es kommen musste, wir liefen an und erarbeiteten uns eine Vielzahl guter Torchancen, welche aber alle ungenutzt blieben bzw. vom Ersatztorwart überragend vereitelt worden. Zum Spielende können wir noch über den einen Punkt froh sein, denn Max Kaufmann hatte noch zwei Kontermöglichkeiten zum "Knockout" für uns. Jetzt gilt es, das Spiel abzuhaken und schnell regenerieren. Denn schon am Mittwoch kommt mit der DJK Weiden der nächste Hochkaräter zum nächsten Heimspiel", so SVW-Coach Rene Niemann.
"Mit dem Punkt können wir gut leben. Riesen Kompliment an meine Mannschaft. Was die Jungs heute fast eine Stunde lang in Unterzahl abgerissen haben, war richtig stark. Jeder hat sich voll reingeworfen und bis zum Schluss alles gegeben, um den Punkt zu retten. Natürlich war Waldau in Überzahl spielbestimmend, aber wir haben als Team brutal verteidigt und uns diesen Punkt verdient. Ein besonderes Lob geht an unseren Ersatztorhüter Lucas Gürtler, der heute überragend gehalten hat und einen großen Anteil daran hat, dass wir das Spiel nicht verloren haben. Bis zur Roten Karte waren wir eigentlich ganz gut im Spiel und hatten zwei oder drei Hochkaräter. Danach war klar, dass es ein ganz anderes Spiel werden wird. Aber die Art und Weise, wie die Mannschaft als Einheit aufgetreten ist, macht mich richtig stolz", sagte Gästetrainer Michael Bachmeier.
Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Christoph Herrmann - Zuschauer: 170 - Platzverweis: Rot für Matthias Jahn (39./Irchenrieth)
Tore: 0:1 Moses Ubaldo (39.), 1:1 Felix Herrmann (56.), 1:2 Raphael Benner (77.), 2:2 Thomas Paul (90.) - Schiedsrichter: Siegmund Weber - Zuschauer: 65 - Zeitstrafen für Maximilian Merther (45./Etzenricht), sowie für Rapahael Benner (55.) und Fabian Brenner (88./beide W´Eschenbach)
Tore: 0:1 Manuel Fleischmann (17.), 1:1 Andreas Steiner (68.) - Schiedsrichter: Wolfgang Pfanzelt - Zuschauer: 80
Tore: 0:1 Andreas Burkard (18.), 1:1 Volkan Kuzpinari (66.), 2:1 Paul Hartwig (85.), 3:1 Anton Stahl (88.) - Schiedsrichter: Leonhard Hammerer - Zuschauer: 50
Kreisklasse West
Der Primus aus Dießfurt mit dem erwarteten Dreier in Königstein, sein ebenfalls - in Immenreuth - erfolgreicher "Vize" aus Neusorg erfreut darüber, dass Hahnbach das Verfolgerduell in Kemnath gewann und die Müller-Truppe deshalb ihren Vorsprung zu Rang 3 vergrößern konnte. Betrachten wir noch die Lage im kalten und miefigen Tabellenkeller: Da hat der SV 08 Auerbach II (13./11) das ultimative Abstiegsmatch gegen den SC Schwarzenbach (14./8) mit 3:0 gewonnen und hat dabei dem Gegner gleich die "Rote Laterne" übergeben können. Die Bergstädter konnten zudem nach Punkten gleichziehen mit dem gegen Dießfurt unterlegenen Königsteinern (12./11) und dem in Wildenreuth mit 0:3 den Kürzeren ziehenden TSV Pressath (11./11). Nachdem der Abstand von Rang 11 zu Rang 10 (SV Wildenreuth/18 Punkte) sieben Zähler beträgt, muss man Stand jetzt davon ausgehen - natürlich ist die Saison noch lange - dass die vier am Ende platzierten Teams darum kämpfen, am Ende den einen Platz über dem Strich zu ergattern. Wobei sieben Punkte nicht uneinholbar sind, allerdings wäre da ein Kraftakt notwendig in den letzten Matches des Jahres, bzw. nach Re-Start ab März 2026.
Dem Gast gelang im Verfolgermatch ein Blitzstart, denn bereits nach fünf Minuten zappelte die Kugel im einheimischen Netz. In Folge rissen die Hausherren mit Macht das Ruder an sich, erarbeiteten sich eine ganze Reihe bester Einschußmöglichkeiten, ohne diese - bis auf den Ausgleichstreffer - gewinnbringend zu nutzen. Die Bezirksligareserve hingegen agierte "brutal" effizient und sorgte bei wenigen Chancen dafür, dass sie sogar mit einer Führung den Pausentee einnehmen durfte. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht, Kemnath mit Leidenschaft und Willen, die Partie zu drehen, erzielte gar den vermeintlichen Ausgleich, dem aber die Anerkennung verweigert wurde. Passend irgendwie an diesem Tag, dass mit einem Sonntagsschuß aus der Ferne letztlich die Messe zugunsten der kämpferisch überzeugenden Gelb-Schwarzen aus Hahnbach endgültig gelesen war.
"Wir haben es in der ersten Halbzeit einfach verpasst, unsere Tore zu machen - wenn wir da unsere Vielzahl an Chancen nutzen, ist das Spiel zur Pause schon entschieden. Hahnbach war brutal effektiv und hat aus wenig viel gemacht. Richtig bitter wurde es dann, als uns der Schiedsrichter mit einem unglaublichen Pfiff den 2:2-Ausgleich nimmt - er pfeift genau in dem Moment den Vorteil ab, als der Ball im Tor einschlägt und entscheidet auf Freistoß für uns. Das war für mich der absolute Knackpunkt und der Gamechanger an diesem Tag", so SVSW-Coach Tobias Gradl.
"Im Verfolgerduell konnten wir durch eine gute spielerische und überragende kämpferische Leistung die drei Punkte aus Kemnath entführen. Starke Effizienz brachte uns eine wahrscheinlich etwas schmeichelhafte Halbzeitführung, nach der Halbzeit drückten die Gastgeber weiter auf den Ausgleich, bis wir per Sonntagsschuss zum 3:1 den Deckel auf das Spiel setzen konnten. Zum Schluss noch ein riesen Kompliment an meine Mannschaft, die einen riesen Kampf lieferte und sich somit die drei Punkte verdient hat", sagte Gästespielertrainer Christian Gäck.
Tore: 0:1 Sebastian Rothut (5.). 1:1 Erdzhan Yozkan (10.), 1:2 Sebastian Rothut (34.), 1:3 Cilian Graf (89.) - Schiedsrichter: Maximilian Dadder - Zuschauer: 50
Verdient war er, der erste Saisonheimsieg der Bergstädter im so wichtigen Duell gegen einen Mitstreiter aus dem Tabellenkeller, denn sie setzten nahezu über die gesamte Distanz die Akzente. Der Lohn für die Kreisligareserve war das Verlassen des einzigen Direktabstiegsplatzes. In den beiden restlichen Partien vor der Winterpause hängen die Trauben für die Trenz-Männer hoch, erst geht die Reise nach Neusorg, ehe die SG Seugast in den "Cermak Reisen Sportpark" kommt. Für den SCS - er fiel auf den letzen Platz zurück - heißt es, in den beiden finalen Matches des Jahres noch alles auszupacken, was im Tank ist, um nicht die "Rote Laterne" an den Christbaum hängen zu müssen. Beide Trainer bewerten in Folge den Spielverlauf aus ihrer Sicht:
"Ja, es war von unserer Seite her ein gutes Spiel. Vor allem in der Defensive arbeiteten wir an diesem Tag sehr konzentriert und haben fast nichts zugelassen - außer ein paar Fernschüsse. In der Offensive haben wir versucht, mit spielerischen Mitteln den Weg nach vorne zu finden, was uns immer wieder ordentlich gelang und so erzielten wir auch unser erstes Tor. Das zweite Tor resultierte aus einem gut angelegten Konter gegen ein hoch aufgerückte Schwarzenbacher Mannschaft. Ein sehr wichtiger Treffer zum 2:0 noch vor der Halbzeit, da wir dann mit weniger Druck in den zweiten Spielabschnitt gehen konnten. Dort hatten wir zwar ein bisschen weniger Ballbesitz, aber Schwarzenbach kam trotzdem nicht allzu häufig gefährlich vor unser Tor. Ein weiterer schön herausgespielter Spielzug brachte dann letztendlich die Entscheidung durch ein Eigentor. Meiner Meinung nach ging der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung, bei einer konsequenteren Torchancenverwertung wäre ein noch höheres Ergebnis drin gewesen", so SVA-Trainer Andreas Trenz.
"Glückwunsch an die Heimmannschaft des SV Auerbach, die mehr Mentalität und die nötige Konzentration zeigte in diesem wichtigen Spiel. Eigentlich sage ich von Woche zu Woche nach dem Spiel immer das gleiche: Nur durch unsere eigenen brutalen Fehler geraten wir schon am Anfang einer Partie immer auf die Verliererstraße. Natürlich versuchen wir, Spiele zu gewinnen, aber es fehlt eine führende Hand im Spiel, die den Jungs am Platz die nötige Ruhe und das Selbstvertrauen gibt. Die Möglichkeiten, Torchancen vorzubereiten, sowie auch die Torchancen selbst werden zu leichtfertig vergeben. Diese Niederlage schmerzt natürlich in so einem Sechs- Punkte-Spiel, trotzdem wollen wir unbedingt mit einem positiven Gefühl in die Winterpause gehen. Das heisst zwei Spiele, zwei Siege - das wird die Marschroute sein", gibt sich SVS-Coach Uwe Salfer entschlossen, aus den Spielen gegen Wildenreuth und in Riglasreuth das Maximale abzuschöpfen.
Tore: 1:0 Florian Hinteregger (17.), 2:0 Nicolas Bauer (45.), 3:0 Fabian Bäumler (80./Eigentor) - Schiedsrichter: Markus Lang - Zuschauer: 55
Tore: 1:0 Patrick Pausch (11./Eigentor), 2:0 Daniel Hofmann (18.), 3:0 Patrick Bäumler (87.) - Schiedsrichter: Markus Bäuml - Zuschauer: 60
Tor: 0:1 Pape Ndiaye (46.) - Schiedsrichter: Andre Wächter - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Miroslav Havel (5.), 0:2 Sven Wurzer (17./Eigentor), 0:3 Miroslav Havel (76.), 0:4 Simon Schmid (80.) - Schiedsrichter: Steve Kaiser - Zuschauer: 55 - Zeitstrafe für Marek Ruda (60./Dießfurt)
Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Thorsten Pentner - Zuschauer: 50 - Zeitstrafe für Timo Nürnberger (80./Seugast), Gelb-Rot für Timo Nürnberger (80./Seugast)
Tore: 0:1 Simon Heser (4.), 1:1 Malick Kohlschmidt (33.), 1:2 David Krapf (45.+1), 1:3 Elias Bayer (90.), 1:4 Rene Hupas (90.+2) - Schiedsrichter: Richard Kellerhals - Zuschauer: 100
