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Ligabericht

KK: 0:4 - Irchenrieth verliert Topspiel in Altenstadt/WN deutlich

Rangzweiter der Oststaffel rückt damit bis auf einen Punkt heran +++ Traßlberg in der Spur, Ensdorf lässt Federn (Süd) +++ Im Westen trennt sich die Spreu vom Weizen: Dießfurt acht Punkte vor den Neusorgern auf der 1 und die acht Punkte vor Platz 3

von Werner Schaupert · 18.11.2025, 13:00 Uhr · 0 Leser
Fünfzehnter Sieg im siebzehnten Spiel: Der FC Dießfurt (in Rot) ließ sich auch vom SVSW Kemnath (in Schwarz-Weiss) nicht auf seinem Weg in Richtung Kreisliga stoppen.
Fünfzehnter Sieg im siebzehnten Spiel: Der FC Dießfurt (in Rot) ließ sich auch vom SVSW Kemnath (in Schwarz-Weiss) nicht auf seinem Weg in Richtung Kreisliga stoppen. – Foto: Nico Reyes

Am offiziell vorletzen Spieltag des Kalenderjahres - am Wochenende 29./30.11. sind wohl noch einige Nachholspiele angesetzt - hat sich in den Spitzengruppen der drei Kreisklassen des Kreises Amberg/Weiden zwei Mal einiges und einmal nur wenig getan. Beginnen mit Letztgenanntem, nämlich dort, wo der Spitzenreiter seinen Vorsprung gegenüber dem ärgsten Verfolger auf drei Punkte vergrößern konnte, im Süden: Während Primus SG Traßlberg/Poppenricht (1./44 - 5:1 gegen Paulsdorf/Freudenberg III) seine Hausaufgabe erwartungsgemäß sicher erledigte, kam "Vize" DJK Ensdorf (2./41 - 3:3 gegen Etzelwang) im zweiten Heimspiel in Folge nur zu einem Remis. Wesentliches verändert hat sich dagegen in den beiden anderen Staffeln: Im Westen hat Primus FC Dießfurt (1./47 - 4:2 gegen Kemnath) seinen fünfzehnten Saisondreier eingefahren und führt weiterhin mit einem stolzen Vorsprung vor dem Zweitplatzierten, dem SV Neusorg (2./39 - 3:0 gegen Auerbach II). Dieser hat nun seinerseits nach den Ergebnissen des Wochenends - und das ist die gravierende Entwicklung - einen Keil von acht Punkten zu Platz 3 (SV Hahnbach II - 3./31 - 3:3 gegen Mantel) errichtet. Nach langem Hauen und Stechen um den Platz hinter dem souveränen Tabellenführer haben sich die Müller-Männer nun einen wohl schon vorentscheidenden Bonus erarbeitet - auch wenn die Saison noch lange ist.

Ja und dann schauen wir noch auf den spannenden, engen Osten, wo am vergangenen Wochenende das absolute Topspiel auf dem Programm stand, der Tabellenzweite SV Altenstadt/WN (2./33) erwartete den Primus DJK Irchenrieth (1./34) und schickte diesen nach einer beeindruckenden Vorstellung tatsächlich mit einer 4:0-Packung wieder nach Hause. Dabei erwies sich dieser Dreier als doppelt wertvoll: Einerseits rückten die Häffner-Schützlinge (bei einem Spiel weniger) an den Spitzenreiter bis auf einen Punkt heran, andererseits verloren die beiden ärgsten Verfolger des Führungsduos ihre Matches - dazu weiter unten im Text mehr.

Kreisklasse Süd

Das Zweigestirn am oberen Rand der Tabelle unverändert weit voraus, erster Verfolger - acht Punkte zurück - ist der 1. FC Neukirchen (3./33 - 4:2 gegen Inter Bergsteig II). Blick geht nach unten im Klassement: Die Wächter-Elf aus Amberg bleibt auf Platz 13 mit 7 Punkten, muss aber nun aufpassen, denn der TuS Rosenberg II (14./4) hat mit dem 1:0 im Kellerduell gegen die SG Utzenhofen/Kastl (12./10) den ersten Saisondreier eingefahren und ist bis auf drei Zähler an den Relegationsplatz herangekommen.

Tore: 1:0 Lukas Bittner (82.), 1:1 Florian Danzer (87.), 2:1 Thomas Geiger (90.) - Schiedsrichter: Benedikt Schmidbauer - Zuschauer: 80

Tore: 1:0 Thomas Behrend (7.), 1:1 Joshua Hammer (15./Strafstoß), 2:1 und 3:1 Daniel Humml (28./43.), 4:1 Johann Henschke (78.), 5:1 Julian Reindl (80.) - Schiedsrichter: Josef Schimmer - Zuschauer: 80 - Zeitstrafen für Johann Henschke (67./Trapo) und Tobias Lehmeier (74./Paulsdorf)

Sechs Tore, am Ende ein Unentschieden, mit dem beide Seiten nur bedingt zufrieden sein konnten. Die Gäste, weil sie einen Zwei-Tore-Vorsprung noch hergaben, die Heimelf, die im Zweikampf an der Tabellenspitze natürlich gerne einen Dreier eingefahren hätte. FuPa überlässt nun die Schilderung des Spielverlaufs in diesem ereignisreichen Match den beiden Trainern:

"Auf dem B-Platz in Ensdorf war Etzelwang zu Gast. Von Beginn an merkte man dem Gegner an, dass sie unbedingt was Zählbares mitnehmen wollten. Meine Mannschaft hatte Schwierigkeiten ins Spiel zu kommen, leider hat die nötige Aggressivität und Bereitschaft gefehlt, um den Gegner in seiner Hälfte einzuschnüren. Eine Kontersituation nach eigenem Eckball führte nach guter Einzelleistung zum 0:1. Daraufhin folgt ein Distanzschuss zum 0:2. Nach einem Standard kamen wir durch einen Kopfballtreffer wieder zum 1:2 heran. Leider mussten wir durch einen Freistoß bzw. folgendem Abstauber vor der Pause noch das 1:3 hinnehmen. Der Gegner war effizient, dagegen hatten wir unsere Chancen leider oft nicht mit der nötigen Konsequenz abgeschlossen.

Nun merkte man, dass meine Mannschaft sich in der zweiten Halbzeit viel vorgenommen hat. Viel Energie, Aufwand und Wille waren jetzt erkennbar. Man konnte durch einen Handelfer das 2:3 erzielen. Und ein toller Distanzschuss flach ins Eck zum 3:3 belohnte die Leistung meiner Mannschaft zumindest mit einem Punkt. Am Ende hatte man noch gute Chancen zum Siegtreffer, die leider vergeben wurden. Man muss aber dem Gegner für die kämpferische Leistung ein Kompliment aussprechen. Danke an alle Zuschauer, eine tolle Stimmung, die uns sicher auch geholfen hat, nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch einen Punkt zu holen", so DJK-Coach Oliver Eckl.

"Vor dem Spiel hätte ich einen Punkt sicherlich sofort genommen, jetzt danach bin ich zwar nicht unzufrieden damit, aber wir hatten die favorisierte, spielstarke und taktisch hervorragend eingestellte Heimmannschaft durch eine überragende Mannschaftsleistung lange am Rande der Niederlage. Die Ensdorfer hatten sicherlich mehr vom Spiel und auch die Mehrzahl an Chancen. Aber wir haben - gerade in der ersten Hälfte - unsere Umschaltmomente gut genutzt, tolle Tore erzielt und sind mit einer 3:1-Führung in die Pause.

Wendepunkt des Spiels waren dann, meiner Meinung nach, zwei Elfmetersituationen. Erst wurde uns ein klarer Strafstoß verweigert, der wahrscheinlich zu einer Drei-Tore-Führung geführt hätte, von der sich Ensdorf wohl nur noch schwer erholt hätte. Und dann fast im Gegenzug kam der berechtigte Pfiff gegen uns. Ab dem Anschlusstreffer standen wir unter Dauerdruck und mussten auch noch den Ausgleichstreffer hinnehmen. Mit einem der wenigen Entlasstungsangriffe wäre uns in der Schlussphase fast noch der Siegtreffer gelungen, aber der Kopfball ging dann leider knapp vorbei. Zu allem Überfluss verletzte sich kurz vor Ende unser Torwart schwer und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Die letzten Minuten haben wir dann - mit einem Feldspieler zwischen den Pfosten - noch schadlos überstanden und fahren mit dem einen Punkt nach Hause. Nächsten Sonntag haben wir dann noch ein Heimspiel vor der Winterpause und hoffen da auf die maximale Punktausbeute", so Sebastian Raum vom Trainerduo des SVE.

Tore: 0:1 und 0:2 Johannes von Scholz (27./34.), 1:2 Florian Amrhein (39.), 1:3 Peter Brunner (40.), 2:3 Sebastian Hummel (66./Strafstoß), 3:3 Fabian Westiner (80.) - Schiedsrichter: Oswald Halbritter - Zuschauer: 115

Tore: 1:0 Nico Dierschedl (5.), 1:1 und 1:2 Fabian Stadlbauer (39. per Strafstoß/87.); 2:2 Lukas Maul (90.+2) - Schiedsrichter: Christian Härtl - Zuschauer: 45

"Abstiegskampf pur" sahen die nur wenigen Fans im Aicher Stadion, am Ende stieß die Heimelf nach sechzehn vergeblichen Versuchen endlich den Bock um und landete mit der tatsächlich ersten und einzigen gefährlichen Offensivaktion - und die noch in der "Overtime" - den ersten Saisonsieg im Kellerduell. Die Gäste müssen sich vorwerfen, davor die Partie nicht in ihre Richtung gedreht zu haben. Nach vier Punkten aus den beiden letzten Partien ein herber Rückschlag für den Kreisligaabsteiger im Bemühen, dem rettenden Ufer näher zu kommen.

"Ein klassischer Arbeitssieg: Nach langem 0:0 und einer zehnminütigen Phase in gleich doppelter Unterzahl blieb die Mannschaft stabil und veredelte die Partie schließlich mit dem einzigen wirklich sauber herausgespielten Angriff des Spiels", so ein natürlich glücklicher TuS-Coach Mario Gurdan.

Anders die Stimmungslage beim enttäuschten Gästetrainer Daniel Hausner: "Wir waren trotz einiger Halbchancen und zwei Großchancen nicht in der Lage, ein Tor zu erzielen. Bis zum Schluss haben wir alles versucht, waren jedoch zu kompliziert und hektisch im letzten Drittel. Dem bis dato sieglosen Gegner gelang mit der einzigen Torchance und der letzten Aktion des Spiels der Siegtreffer. Eine verpasste Chance für uns! Wir werden sehen, ob unser Spiel am kommenden Wochenende stattfindet, oder ob wir uns mit diesem negativen Höhepunkt in die Pause verabschieden müssen."

Tor: 1:0 Maximilian Recknagel (90.+4) - Schiedsrichter: Reinhold Roth - Zuschauer: 35 - Zeitstrafen für Johannes Bleisteiner (54./Utzenhofen), Rami Raad (71.) und Michael Weiser (71./beide Rosenberg)

Tore: 1:0 Fabian Strobl (10.), 2:0 Tobias Käßner (24./Eigentor), 2:1 Florian Paa (39.), 3:1 Vinzenz Stemp (57.) - Schiedsrichter: Adrian Kohn - Zuschauer: 89 - Platzverweise: Rot für Mohammad Hakimi (90.+3/Kümmersbruck) und Gelb-Rot für Fabian Strobl (90.+6/Ammerthal)

Tore: 0:1 Mohamad Ahmad (20.), 1:1 Fabio Herrmann (43.), 1:2 Fayeq Njirabi (45.), 2:2 Leonhard Brandt (62./Strafstoß), 3:2 Tim Grünthaler (76.), 4:2 Leonhard Brandt (89.) - Schiedsrichter: Julian Dötsch - Zuschauer: 100

Kreisklasse Ost

Altenstadt/WN im Topspiel also der klare Sieger, die beiden Mitstreiter um die ganz vorderen Plätze dagegen patzten und verpassten damit, dass die Spitzengruppe der Liga noch enger zusammenrückt. Sowohl der SV Waldau (3./29 - 3:5 gegen Etzenricht II), als auch die DJK Weiden (4./27 - 0:3 in Altenstadt/VOH) zogen den Kürzeren und liessen damit wichtiges Punktegut liegen. An Spannung gewonnen hat der Kampf ums Dasein in der Liga. Schlußlicht SpVgg Windischeschenbach (14./12 - 1:0 gegen Luhe-Markt) behält durch den zweiten Saisonsieg Relegationsplatz 13 weiterhin in greifbarer Nähe, auch wenn die dort platzierte SG Püchersreuth/Floß (13./15 - 3:1 im Derby gegen DJK Neustadt) ihr Heimspiel gewann. Platz 12 gehört dem in "Eschawo" unterlegenen FC Luhe-Markt (12./16). In gefährlicher Nähe zur Gefahrenzone halten sich die SpVgg Moosbach (11./19 - 4:2 in Plößberg) und die nun fünf Spiele in Folge sieglose DJK Neustadt (10./19) auf.

Es war "angerichtet" für ein spannendes, enges Spitzenspiel. Am Ende allerdings landete die Heimelf einen in der Schlußphase noch deutlich werdenden Sieg gegen den Tabellenführer und setzt sich ihm damit in den Nacken. Auch wenn das 2:0 für den SVA kurz vor dem Seitenwechsel unter gütiger Mithilfe des Gästeschlussmanns fiel, das Ergebnis spiegelt die Kräfteverhältnisse auf dem tiefen Geläuf schon wieder. Als die Gäste dann in der beginnenden "Crunchtime" zur Schlußoffensive bliesen und gezwungenermaßen - in Unterzahl - ihre Abwehr öffneten, schraubte die Crew von Marvin Häffner das Ergebnis nach zwei blitzsauberen Kontern noch auf ein am Ende hohes 4:0 und belohnte sich damit für eine starke Leistung. Ein Punkt trennt die beiden Teams nun noch, allerdings haben die Männer um Kapitän Vehbi Zogaj noch ein Nachholspiel in der Hinterhand.

"Wir setzten genau das um, was wir uns vorgenommen hatten, nämlich Irchenrieth in der ersten Zone vorne gar nicht rausspielen zu lassen. In die Karten spielte uns dann natürlich die frühe 1:0-Führung durch Zaus. Im Bewußtsein, dass Irchenrieth vorne Qualität hat, wussten wir aber im Gegenzug, wo wir Nadelstiche setzen müssen, um ins Umschaltspiel nach vorne zu kommen und so das Spiel zu machen. Kurz vor Pause haben wir durch ein Geschenk des DJK-Torhüters auf 2:0 erhöhen können und gingen mit diesem Vorsprung in die Pause. Nach der Halbzeit hatte Irchenrieth zwei sehr gute Chancen, eine konnte unser Keeper Zankl mit einer super Parade entschärfen. Als es dann in Richtung Schlußphase ging - also in den letzten 20 Minuten - hatten wir dann sehr viele Räume und Platz für Konter, die wir dann zum 3 und 4:0 nutzen konnten. Wenn wir unsere Gegenzüge in manchen Situationen noch sauberer im letzten Drittel zu Ende gespielt hätten, hätten wir sogar zwei oder drei Tore mehr machen können. Letztendlich gibt´s aber an unserer Leistung nichts auszusetzen: Eine beeindruckende Kampfbereitschaft und der absolute Wille, dieses Spiel unbedingt zu gewinnen, waren über die gesamte Distanz der Schlüssel zum 4:0-Sieg in diesem Topspiel. Ich bin sehr stolz auf meine Truppe, die wirklich alles reingehauen hat in diesem Spiel", so ein sehr zufriedener SVA-Coach Marvin Häffner.

"Der Sieg für Altenstadt war verdient, wir waren an diesem Tag einfach nicht gut genug. Trotzdem bin ich stolz auf meine Mannschaft. Wir laufen seit Wochen auf dem Zahnfleisch, haben viele verletzte und angeschlagene Spieler, die sich trotzdem in den Dienst der Mannschaft stellen und Woche für Woche alles reinhauen. Von daher können wir mit der Niederlage leben. Altenstadt war frischer, schneller im Kopf und hat die entscheidenden Situationen besser ausgespielt. Ein Kompliment auch an den Schiedsrichter, er hat eine sehr gute Leistung gezeigt und wie auch schon in der Vergangenheit das Spiel mit viel Fingerspitzengefühl geleitet", so Michael Bachmeier, Trainer des Spitzenreiters.

Tore: 1:0 Fabian Zaus (17.), 2:0 Niko Lohner (43.), 3:0 Vehbi Zogaj (81.), 4:0 Fabian Zaus (82.) - Schiedsrichter: Karl-Heinz Klein sen. - Zuschauer: 95 - Zeitstrafen für Julian Deubzer (45.) und Christoph Schieder (76./beide Irchenrieth)

Tore: 1:0 Sebastian Kurzka (4.), 2:0 Sascha Sollfrank (50.), 3:0 Sebastian Kurzka (81.) - Schiedsrichter: Andre Wächter - Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Josef Kellner (63.), 2:0 Luca Bruischütz (84.), 3:0 Andreas Burkhard (89./Strafstoß), 3:1 Tobias Michl (90.+1) - Schiedsrichter: Roman Solter - Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Nico Krebs (4.), 1:1 Volkan Kuzpinari (23.), 2:1 Patrick Ott (31.), 3:1 Nico Deubzer (57.) - Schiedsrichter: Markus Bäuml - Zuschauer: 100 - Platzverweise: Gelb-Rot für Andreas Zaschka (33.) und Moritz Hartwig (89.), sowie Rot für Anton Stahl (88./alle Pleystein)

Tore: 1:0 Andreas Schimmerer (23.), 1:1 Rene Bauer (28.), 1:2 Marco Lehner (45.), 1:3 Andreas Steiner (47.), 2:3 Philipp Müller (66.), 2:4 Andreas Steiner (87.) - Schiedsrichter: Bernd Reil - Zuschauer: 50 - Zeitstrafe für Fabian Klinnert (55./Plößberg)

Zweiter Saisondreier für die SpVgg, der dem Kampf ums Dasein in der Liga weitere Nahrung gibt. In einer kampfbetonten Partie, in der ein Remis wohl das gerechtere Ergebnis gewesen wäre, sollte ein Treffer von Raphael Benner nach 23 Minuten schon zum "Tor des Tages" avancieren.

"Ein wichtiger und insgesamt verdienter Heimsieg im Abstiegskampf", freute sich SpVgg- Trainer Dominik Baschnagel nach dem Schlusspfiff. In einem von Kampf geprägten Spiel auf schwerem Geläuf war Windischeschenbach in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und ging durch Benner auch verdient in Führung. Nach dem Pausentee kamen die Gäste besser ins Spiel und drängten auf den Ausgleich. "Wir hatten drei oder vier gute Kontersituationen, sind alleine auf den Keeper zugelaufen; haben diese einfach nicht genutzt. So mussten wir bis zum Schluss zittern, haben das aber insgeamt auch gut verteidigt", so Baschnagel abschliessend.

"Schon die Voraussetzungen waren nicht gut, mussten wir doch fast mit der halben zweiten Mannschaft auflaufen, was aber am Ende keine Entschuldigung sein soll, schließlich haben wir gegen den Tabellenletzten gespielt, da sollte man doch gut dagegenhalten können. Es entwickelte sich dann ein Spiel auf Augenhöhe, eigentlich ein klassisches 0:0-Spiel. In Halbzeit hat war unser Spiel von zu viel Ungenauigkeiten geprägt, wodurch dann auch das 1:0 entstanden ist, als einer unserer Abwehrspieler ohne Bedrängnis den Ball zum gegnerischen Stürmer passt, der legt quer und der Adressat locker einschieben kann. Andererseits haben wir kurz danach einen "Hochkaräter" zum 1:1 liegen gelassen. Auch zwei weitere gute Chancen zum Ausgleich konnten wir an diesem Tag nicht nutzen. Sinnbildlich für die letzten Wochen irgendwie, dass wir hinten Fehler machen, die der Gegner ausnutzt und dass wir vorne unsere eigenen Chancen nicht zu Toren machen. Zudem müssen wir unbedingt versuchen, mehr über den Kampf ins Spiel zu finden. Ja, wir stecken im Abstiegskampf, hoffen nun, dass wir noch irgendwie positiv in die Winterpause gehen können, auch wenn das gegen Waldau schwierig wird. Unter dem Strich hat mit Windischeschenbach die glücklichere Mannschaft am Sonntag gewonnen", so Oliver Wagner vom FC Luhe-Markt in einer Sprachmitteilung für FuPa.

Tor: 1:0 Raphael Benner (23.) - Schiedsrichter: Helmut Brenner - Zuschauer: 50 - Zeitstrafe für Sennifer Latorre (90.+1/W´Eschenbach)

Tore: 1:0 Daniel Rewitzer (15.), 2:0 Markus Zitzmann (32.), 2:1 Jakob Meiler (39.), 2:2 Finn Lenz (49.), 2:3 Felix Herrmann (57.), 3:3 Damian Musiol (58./Eigentor), 3:4 Damian Musiol (73.), 3:5 Maximilian Steiner (77./Eigentor) - Schiedsrichter: Reinhard Castro Moreno - Zuschauer: 77

Kreisklasse West

In den Höhen des Klassements deutet einiges schon darauf hin, dass eine Vorentscheidung bei der Vergabe der Ränge 1 und 2 gefallen ist. Da müssten sich der FC Dießfurt und der SV Neusorg nun schon eine längere "Auszeit" nehmen, um den aktuellen Tabellenplatz noch zu gefährden. Wesentlich spannender ist da der Kampf ums Dasein in der Liga, bei dem sich insgesamt vier Mannschaften ein nervenaufreibendes Hauen und Stechen liefern. Da belegt der SC Schwarzenbach (14./9 - 2:2 gegen Wildenreuth) den einzigen Direktabstiegsplatz, allerdings beträgt der Abstand zu den Relegationsplätzen, aber auch zu Rang 11 am rettenden Ufer nur zwei Punkte. Punktgleich rangieren von oben nach unten eben auf Platz 11 der TSV Pressath (11 Punkte - 1:2 gegen Riglasreuth), auf Platz 12 der TSV Königstein (11 Punkte - 1:2 in Ebnath) und schließlich auf der 13 der SV 08 Auerbach II (11 Punkte - 0:3 in Neusorg). Am kommenden Wochenende prallen nun mit Königstein und Pressath zwei der Kellerkinder im direkten Duell aufeinander - quasi ein "Sechs-Punkte-Spiel zum Jahresende".

Tore: 0:1 Gabriel Heinl (18.), 0:2 Markus Hecht (45.+2), 1:2 Michael Pfleger (83.) - Schiedsrichter: Rabah Ghennam - Zuschauer: 40

Ein Unentschieden, das im Endeffekt den Gästen ein wenig mehr bringt. Auf der anderen Seite ist der nach zweimaligem Rückstand gewonnene Punkt für den SCS nicht unwichtig. Beide Seiten bewerten den Spielverlauf in unterschiedlicher Ausführlichkeit:

"Gegen Wildenreuth haben wir kämpferisch und läuferisch gut dagegen gehalten in einem Spiel auf Augenhöhe, in dem sich keine Mannschaft sich hinten reinstellte. Das 0:1 bekommen wir nach einem Freistoß, als unser Keeper den Ball nicht festhalten konnte. Akzente nach vorne waren vorhanden, aber die letzte Konsequenz, einen ruhigen Ball zu spielen, liessen wir zu hastig vermissen. In der zweiten Hälfte mussten wir mehr nach vorne investieren, da konnten wir uns schon paar gute Chancen herausspielen. Durch einen Elfmeter nach einem Eckball - verschuldet an Lukas Siegler - kamen wir zum verdienten Ausgleich durch Sollfrank. Kurze Zeit später verschuldeten wir selbst einen Elfmeter. Eine schön herausgespielte Aktion über Schubert und Sparrer verwertete Waldmann schließlich zum 2:2. Am Ende hätte es zu unseren Gunsten oder auch zugunsten des Gegners ausgehen können. Wir müssen uns mit dem Punkt zufrieden geben, auf der anderen Seite ist jeder Punkt wichtig. Grosses Lob an die Einsatzbereitschaft der Mannschaft", so SCS-Coach Uwe Salfer.

"Wir können aufgrund der Ergebnisse unserer Konkurrenten um den Klassenerhalt gut mit dem Punkt in Schwarzenbach leben. Natürlich ärgert es uns ein wenig, eine zweimalige Führung nicht ins Ziel gebracht zu haben, was definitiv möglich gewesen wäre. Meiner Meinung nach waren wir die auch etwas stärkere Mannschaft über die 90 Minuten mit der besseren Spielanlage", sagte SVW-Trainer Thomas Bayer.

Tore: 0:1 Jonas Häupler (29.), 1:1 Michael Sollfrank (61./Strafstoß), 1:2 Daniel Hofmann (65./Strafstoß), 2:2 Fabian Waldmann (74.) - Schiedsrichter: Wolfgang Bäumler - Zuschauer: 50

Tore: 1:0 Thomas Küffner (41.), 2:0 Simon Heser (54.), 3:0 Timur Bektemirov (70.) - Schiedsrichter: Fritz Betzl - Zuschauer: 77

Tore: 1:0 Lukas Hoesl (10./Eigentor), 2:0 Florian Weiß (14.), 3:0 Philip Prösl (50.), 4:0 Jakub Dolezal (59.) - Schiedsrichter: Markus Neumeyer - Zuschauer: 30

Tore: 0:1 Patrick Stubenvoll (8.), 1:1 Christian Gäck (18.), 2:1 Fabian Brewitzer (22.), 2:2 Stefan Birner (67.), 2:3 Andreas Mark (79.), 3:3 Cilian Graf (87.) - Schiedsrichter: Jürgen Meißner - Zuschauer: 70

Nach einem 4:2-Heimsieg gegen den SVSW Kemnath marschiert der FC Dießfurt weiter unbeirrt in Richtung Kreisliga. In der auf hohem Niveau stehenden Partie fielen alle sechs Tore im ersten Spielabschnitt, in Durchgang zwei verwaltete die Heimelf ihren Vorsprung clever. Marek Ruda brachte seine Farben nach einer Ecke mit 1:0 in Führung, die Schwarz-Weissen glichen durch Andrii Kovalov per Freistoß aus. Eine Unwägbarkeit in der Dießfurter Abwehr nutzte Erdzhan Yozkan, die Gäste sogar mit 2:1 in Front zu bringen. Erneut Marek Ruda sorgte mit einem sehenswerten Kopfball für den 2:2-Gleichstand. FC-Kapitän Simon Schmid brachte den Primus mit dem schönsten Tor des Tages wieder in Front, ehe Miroslav Havel kurz vor der Pause per Kopfball unhaltbar ins Tordreieck zum 4:2-Pausen- und schließlich schon dem späteren Endstand vollendete. Nach Wiederanpfiff musste Kemnath mehr investieren, doch die Dießfurter Abwehr gab sich keine Blöße mehr und brachte die Führung souverän über die Zeit.

„Beide Gegentore waren Geschenke. Aber wir ließen uns dadurch nicht beirren. Die Konter müssten noch etwas effektiver ausgespielt werden, das ist aber der einzige Kritikpunkt. Jetzt kann eigentlich nur noch Neusorg gefährlich werden. Aber wir werden weiterhin konzentriert in die Spiele gehen”, so ein zufriedener FC-Spartenleiter Henry Schraml:

„Wir kassieren früh das 0:1, kommen danach stark zurück, zeigen Moral und drehen das Spiel kurzzeitig. Dennoch muss man anerkennen, dass Dießfurt derzeit extrem effektiv und abgeklärt spielt. Drei Gegentreffer per Kopf ärgern mich natürlich", sagte SVSW-Coach Tobi Gradl, der zudem die Schiedsrichtereinteilung für dieses Spitzenspiel kritisierte: „Für ein dermaßen körperlich intensives und bedeutendes Spiel einen Schiedsrichter einzuteilen, der Ü80 ist, ist aus meiner Sicht keine gute Entscheidung. Damit meine ich nicht den Schiedsrichter selbst – ihn trifft keine Schuld, er ist der Leidtragende. Es geht um die Verantwortung derjenigen, die diese Einteilungen vornehmen. Das muss man offen ansprechen!”

Tore: 1:0 Marek Ruda (15.), 1:1 Andrii Kovalov (19.), 1:2 Erdzhan Yozkan (25.), 2:2 Marek Ruda (28.), 3:2 Simon Schmid (30.), 4:2 Miroslav Havel (41.) - Schiedsrichter: Josef Scheck - Zuschauer: 85

Tore: 0:1 Sebastian Eichenseer (4.), 1:1 Lukas Eichhorn (26.), 2:1 Pape Ndiaye (80.) - Schiedsrichter: Stephan Ehlich - Zuschauer: 80 - Platzverweis: Gelb-Rot für Sven Wurzer (55./Königstein)