Kirchenthumbach und Auerbachs Zweite müssen runter
Relegation im Kreis Amberg/Weiden: Doppelpacker Hummel und Trager treffen zum verdienten Sieg von Ensdorf, das im Kreisliga-Rennen bleibt +++ Nach Krimi: Weiherhammer schießt Auerbach II in die A-Klasse
von Florian Würthele / Werner Schaupert · Heute, 19:04 Uhr · 0 Leser
Routinier Julian Trager (rechts) brachte die DJK Ensdorf kurz nach dem Seitenwechsel in Führung. – Foto: Jonas LöfflerEnsdorf bewahrt sich die Chance, nächste Saison im Kreisoberhaus an den Start zu gehen. In der Kreisliga-Relegation im Spielkreis Amberg/Weiden hat die DJK die zweite Runde erreicht. Dort wartet entweder der ASV Haselmühl oder der TSV Pleystein. Oliver Eckls Mannschaft behielt am Samstag vor knapp 500 Zuschauern in Seugast verdient mit 3:1 (0:0) die Oberhand über den SC Kirchenthumbach. „Dumba“ versinkt im Tal der Tränen, denn durch diese Niederlage ist der Abstieg in die Kreisklasse besiegelt.
Am Abend hatte dann Weiherhammer Grund zur Freude. In einem wahren Relegations-Krimi inklusive Elfmeterschießen ging die TSG auf dem Sportplatz in Dießfurt als Sieger hervor. Der SV 08 Auerbach II blieb auf der Strecke und steigt in die A-Klasse ab. Für den Vizemeister der A-Klasse Nord geht die (Relegations-)Reise dagegen weiter, man wahrt sich die Chance auf den Aufstieg. Somit ist die 1. Runde der Kreisklassen-Relegation im Kreis 2 abgeschlossen.
Es war ein verdienter Sieg der Ensdorfer in einem intensiven, hart geführten Relegationsspiel. Generell hatten die Klassentieferen mehr Spielanteile. Eine relativ offene erste Halbzeit endete ohne Tore. Pech hatte Kirchenthumbach, dass der Pressschlag zwischen Stürmer Nico Mühlbauer und dem DJK-Ensdorf auf dem Dach des Tores landete (5.). Die Mehrzahl an Torchancen verzeichnete jedoch Ensdorf, das zunächst aber keine verwerten konnte. Das sollte sich nach dem Seitenwechsel ändern. Julian Trager brachte den Kreisklassen-Vize auf Vorlage von Sturmkollege Sebastian Hummel in Führung (48.). Nur drei Minute später erhöhte Hummel selbst auf 2:0. Beiden Toren waren individuelle Fehler des SCK vorausgegangen. Nico Mühlbauer (56.) brachte „Dumba“ nach einem Konter wieder auf ein Tor heran, ehe Hummel mit seinem zweiten Treffer (66.) nach einer Flanke von der linken Seite den alten Zwei-Tore-Abstand wiederherstellte. In der Schlussphase wurde es emotionaler und hektischer. Weitere Tore sollten aber nicht mehr fallen.
Ensdorfs Übungsleiter Oliver Eckl resümierte: „Trotz der Bemühungen des nie aufgebenden Gegners war's ein verdienter Sieg. Wir haben das Spiel gemacht und dabei auch Chancen kreiert, die allerdings allesamt vergeben wurden. Man darf aber nicht vergessen, dass der tiefstehende Gegner zu seinen Nadelstichen kam. In der zweiten Halbzeit kamen wir wie die Feuerwehr aus der Kabine. Nach unserem Tor zum 3:1 gab sich Kirchenthumbach zu keiner Zeit auf. Gute Verteidigung und etwas Pech beim Abschluss verhindert ein erneutes Tor des Gegners. Somit gehen wir verdient eine Runde weiter. Danke an die zahlreichen Zuschauer, die dieses Spiel zu einem Besonderen werden haben lassen. Kompliment an mein Team und wir freuen uns jetzt auf den nächsten Gegner. Leider haben wir mit Jonas Reinwald, der sich beim Aufwärmen schwer verletzte, einen tollen Spieler für die Relegationsrunde verloren. Die besten Genesungswünsche!“
Relegation zur Kreisklasse
Was für ein Krimi in Dießfurt! Die Entscheidung sollte erst vom Punkt fallen. Sowohl die Regelspielzeit (1:1) als auch die Verlängerung (Endstand: 2:2) sollten keinen Sieger sehen. Das torlose Remis nach 45 Minuten ging so weit in Ordnung. Den ersten Punch setzte dann Weiherhammer, durch einen erfolgreichen Heber von Josua Stotz (66.). Auerbach II antwortete nur sechs Minuten später mit dem Ausgleichstreffer. Der kurz zuvor eingewechselte Sascha Dennstädt verwandelte einen Strafstoß sicher. Es ging in die Verlängerung. Dort traf zunächst Timo Hausner per Volley nach einer Ecke zur Auerbacher Führung (111.). Danach verpasste es der SVA, den Sack zuzumachen – und wurde bestraft. Markus Falkenstein war bei einem Abpraller zur Stelle und netzte ins verwaiste Tor zum 2:2 ein (118.). Im anschließenden Elfmeterschießen vergaben zwei Auerbacher Schützen, aber nur ein Weiherhammerer.
TSG-Spielercoach Christoph Herrmann: „Zuerst möchte ich Genesungswünsche nach Auerbach schicken und ich hoffe, dass sich ihr Spieler nicht schlimmer verletzt hat. Am Ende hat die vielleicht glücklichere Mannschaft das Spiel für sich entschieden hat. Aber in solch einem Relegationsspiel, das meiner Meinung nach alles beinhaltet hat was das Fußballerherz begehrt, interessiert das am Ende nicht mehr. Was unsere Mannschaft heute für eine Moral gezeigt hat, macht mich unglaublich stolz. Nach so einem Nackenschlag noch so zurückkommen, ist einfach nur Wahnsinn. Jetzt feiern wir heute Abend unseren Sieg und ab morgen geht die Vorbereitung auf Theuern los.“