2026-05-29T11:52:36.002Z

Allgemeines

Kirchberg kündigt Untermitterdorf die SG

Der SVK hat seinem bisherigen Partner das kurzfristige Aus der A-Klassen-Spielgemeinschaft mitgeteilt

von PM · Heute, 09:35 Uhr · 0 Leser
Die SG Untermitterdorf I / Kirchberg II ist Geschichte
Die SG Untermitterdorf I / Kirchberg II ist Geschichte – Foto: Helmut Weiderer

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Die Spielgemeinschaft zwischen dem FC Untermitterdorf, der diesbezüglich eine Medieninformation verfasst hat, und der zweiten Mannschaft des SV Kirchberg wird zur kommenden Saison 2026/27 nicht fortgeführt. Darüber wurde die sportliche Leitung des FC Untermitterdorf am Vormittag des 26.05.2026 durch den 1. Vorstand des SV Kirchberg, Tobias Ulrich, informiert.

"Im Zuge der Gründung der Spielgemeinschaft war allen Beteiligten bewusst, dass die Konstellation aus dem FC Untermitterdorf und der Reservemannschaft des SV Kirchberg organisatorisch Herausforderungen mit sich bringen würde. Dennoch verlief die Zusammenarbeit über die vergangenen drei Spielzeiten hinweg größtenteils störungsfrei und auf einer respektvollen Basis.Die Entscheidung, die Spielgemeinschaft nicht fortzuführen, kam für den FC Untermitterdorf unerwartet und stellt den Verein aufgrund des engen Zeitfensters bis zum Ablauf der Meldefrist für die kommende Saison vor organisatorische Herausforderungen", lassen die Verantwortlichen des FCU wissen.

"Formell ist die Entscheidung des SV Kirchberg selbstverständlich zu respektieren und es liegt mir fern, diese zu bewerten. Die Zusammenarbeit auf Vorstandsebene verlief in den vergangenen drei Spielzeiten stets respektvoll und offen. Umso schwieriger ist es für uns nachzuvollziehen, dass wir ohne vorherige Gespräche und nur wenige Tage vor Ablauf der Meldefrist von dieser Entwicklung erfahren haben“, erklärt Markus Raith, sportlicher Leiter des FC Untermitterdorf.

Trotz der kurzfristigen Veränderung arbeitet der FC Untermitterdorf bereits intensiv an den Planungen für die Saison 2026/27. Besonders herausfordernd ist die Situation auch deshalb, weil sich der Verein aktuell mitten in den Vorbereitungen für sein 60-jähriges Gründungsfest befindet, das vom 04. bis 06. Juni stattfinden wird.

"Wir mussten die Situation zunächst ein bis zwei Tage sacken lassen. Danach fand ein weiteres sachliches Gespräch zwischen den beiden 1. Vorständen und mir statt, in dem die Entscheidung seitens des SV Kirchberg nochmals bestätigt wurde. In den kommenden Tagen werden wir zahlreiche Gespräche mit Spielern führen und bis spätestens Mitte nächster Woche ein klares Bild über die sportliche Zukunft des Vereins haben. Klar ist, dass wir alles daran setzen werden, eine schlagkräftige Mannschaft des FC Untermitterdorf ins Rennen zu schicken. Auch hinsichtlich des neuen Trainerteams sowie möglicher Neuzugänge erwarten wir in den kommenden Tagen weitere positive Entwicklungen“, so Raith weiter.

Der FC Untermitterdorf sieht sich trotz der aktuellen Situation gut aufgestellt. Neben einem engagierten Umfeld verfügt der Verein über hervorragende infrastrukturelle Voraussetzungen. Dazu zählen ein Rasenplatz in nahezu perfektem Zustand, ein zusätzlicher Trainingsplatz sowie ein bewirtetes Sportheim, das in dieser Form nur wenige Vereine im Landkreis vorweisen können. Diese Rahmenbedingungen bilden eine wichtige Grundlage für die zukünftige sportliche Entwicklung des Vereins.

"Wir sind ein junges Vorstandsteam mit einem klaren Blick auf die aktuelle Situation. Uns ist bewusst, dass kleinere Vereine heute vor großen Herausforderungen stehen und sich die Rahmenbedingungen im Amateurfußball zunehmend verändern. Genau deshalb beschäftigen wir uns seit Jahren intensiv mit möglichen Szenarien und Perspektiven, um den Fußball in Untermitterdorf langfristig zu sichern. Die aktuelle Entwicklung kommt für uns unerwartet, wird uns aber nicht von unserem Weg abbringen. Wir werden alles daransetzen, die richtigen Entscheidungen für die Zukunft des Vereins zu treffen. Jetzt gilt es, zusammenzustehen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Lösungen zu finden, damit der Fußball in Untermitterdorf auch künftig eine starke Heimat hat“, ergänzt der 1. Vorstand Albert Rechenmacher.



Die Stellungnahme des SV Kirchberg im Wald:
"Wir haben uns diesen Schritt nicht leicht gemacht. Uns ist vollkommen bewusst, dass der Zeitpunkt so kurz vor dem Ende der Meldefrist für alle Beteiligten alles andere als ideal ist. Dennoch haben wir uns nach vielen internen Diskussionen und intensiven Gesprächen zu diesem konsequenten Schritt entschieden. Als Vereinsführung stehen wir in der Verantwortung, Entscheidungen zu treffen, die aus unserer Sicht das Beste für die langfristige Zukunft des SV Kirchberg, unsere Spieler und die Weiterentwicklung des gesamten Vereins sind.

In den vergangenen drei Spielzeiten haben sich in der Ausrichtung der Spielgemeinschaft zunehmend unterschiedliche Ansichten entwickelt. Aus unserer Sicht hat vor allem die Unterstützung für die erste Mannschaft einfach gefehlt. Dies war jedoch bei der Gründung ein fester Bestandteil unserer Abmachung. Diese Unterstützung ist aus unserer Sicht zwingend erforderlich, blieb zuletzt aber aus.

Ein weiterer wesentlicher Faktor für unsere Entscheidung liegt in der geografischen und emotionalen Dynamik der Kooperation: Der Großteil des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens der Spielgemeinschaft hat sich zuletzt fast ausschließlich in Untermitterdorf abgespielt. Für uns als SV Kirchberg ist es jedoch von elementarer Bedeutung, den direkten Bezug zu unseren eigenen Spielern und unserem Nachwuchs nicht zu verlieren. Die Identifikation mit dem eigenen Heimatverein muss im Amateursport an erster Stelle stehen.
Um diesen Bezug wieder vollends herzustellen, wird der SV Kirchberg zur neuen Saison wieder zwei komplett eigene Mannschaften für den Spielbetrieb melden. Beide Teams treten aufstiegsberechtigt an. Wir werden in den kommenden Tagen zahlreiche intensive Gespräche mit unseren Spielern führen, um die Weichen für die neue Saison zu stellen. Wir bedanken uns beim FC Untermitterdorf für die Zusammenarbeit in den vergangenen drei Jahren und wünschen dem Verein für die sportliche Zukunft alles Gute.“