2026-03-13T07:45:35.464Z

Allgemeines

Kirchanschöring: Leberfinger macht Schluss - ein Trio folgt nach

Der 36-Jährige gibt nach der laufenden Saison im Sommer aus familiären seinen Posten ab +++ Christoph Dinkelbach steigt zum Chef auf

von Mathias Willmerdinger · 29.01.2026, 16:00 Uhr · 0 Leser
Thomas Leberfinger hört in Kirchanschöring schweren Herzens auf.
Thomas Leberfinger hört in Kirchanschöring schweren Herzens auf. – Foto: mb.presse / Butzhammer

Beim SV Kirchanschöring wird sich im Sommer auf der Schlüsselposition schlechthin etwas verändern: Nach dann zwei Jahren im Amt wird sich Cheftrainer Thomas Leberfinger verabschieden. Der Klub aus dem Rupertiwinkel im Landkreis Traunstein bedauert die Entscheidung des 36-Jährigen und hätte gerne mit dem Ex-Profi, der bei Wacker Burghausen 3. Liga spielte, verlängert. Der Verein hat nach dem Schlussstrich von Leberfinger bereits gehandelt und die Nachfolge geregelt. Der bisherige spielende Co-Trainer Christoph Dinkelbach wird befördert und übernimmt die Hauptverantwortung. Ihm zur Seite stehen als Co-Trainer Manuel Omelanowsky und Roland Schreiner.

Leicht gemacht hat sich Thomas Leberfinger die Entscheidung nicht. "Ich habe sehr lange mit mir gerungen. Es macht mir sehr viel Spaß in Kirchanschöring und ich fühle mich im Verein sehr wohl. Aber letztlich haben familiäre Gründe den Ausschlag gegeben, dass ich meinen Posten nach der laufenden Saison zur Verfügung stelle", erklärt er und konkretisiert: "Vergangenen Februar ist unsere Tochter zur Welt gekommen, ich arbeite zudem in Vollzeit. Von meinem Wohnsitz in Mehring bei Burghausen bin ich nach Kirchanschöring 35 Minuten mit dem Auto unterwegs. In der Regel stehe ich viermal die Woche auf dem Fußballplatz, in einer Vorbereitung wie jetzt gerade noch öfters. Das nimmt sehr, sehr viel Zeit in Anspruch. Ich habe einfach das Gefühl, dem allen nicht zu 100 Prozent gerecht werden zu können. Und dann macht es für mich keinen Sinn."

Ab Sommer will er sich mehr auf seine Familie konzentrieren und deshalb fußballerisch eine Pause einlegen. Bei der Vorstellung muss er schmunzeln: "Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie das werden wird. Seit ich denken kann, war da immer der Fußball. Ich freue mich auf die Pause und darauf, mal Zeit für andere Dinge zu haben. Vielleicht kribbelt es aber auch nach zwei Monaten Auszeit wieder, ich weiß es nicht."

Bilden ab Sommer das Trainerteam in Kirchanschöring (von links): Roland Schreiner, Christoph Dinkelbach und Manuel Omelanowsky.
Bilden ab Sommer das Trainerteam in Kirchanschöring (von links): Roland Schreiner, Christoph Dinkelbach und Manuel Omelanowsky. – Foto: SV Kirchanschöring


Seinen Abschied groß ausbreiten will er ohnehin gerade nicht, vielmehr gilt die Kraft und der Fokus der anstehenden Restsaison. "Die Frühjahrsrunde ist das, was aktuell zählt. Seit dem 13. Januar befinden wir uns in der Vorbereitung. Das Winterwetter verlangt auch uns einiges an Improvisationskunst ab, Ziel aber ist es, die Mannschaft bis zum Auftakt am 28. Februar gegen Türkspor Augsburg topfit zu bekommen", so Leberfinger. Bei sechs Punkten Rückstand, aber noch einer Partie in der Hinterhand, auf das Spitzenduo TSV 1860 II und TSV Landsberg ist für die Kirchanschöringer noch alles drin in Sachen Aufstieg. Und was wäre das für ein Abschied für Thomas Leberfinger...