
Wie schnelllebig der (Amateur-)Fußball ist, zeigt das Beispiel SV Kirchanschöring. Vor erst viereinhalb Monaten feierten die Kicker aus dem oberbayerischen Rupertiwinkel den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte und qualifizierten sich als Tabellendritter für die Relegationsspiele zur Regionalliga Bayern, in denen sich dann der TSV Schwaben Augsburg als ein zu starker Gegner erwies. Die Euphorie der Vorsaison ist längst verflogen und die Gelb-Schwarzen, die seit 2015 ununterbrochen der Bayernliga Süd angehören, zieren nach zwölf Spieltagen mit nur neun Zählern das Tabellenende.
Die Durststrecke ist nicht ohne Folgen geblieben, denn unmittelbar vor dem Kellerduell beim TuS Geretsried hat Coach Christoph Dinkelbach das Handtuch geworfen. Der ehemalige Nachwuchskicker des TSV 1860 München war 2019 in den Landkreis Traunstein gewechselt, wurde 2021 zum spielenden Co-Trainer befördert und im Sommer 2024 zum Chefanweiser. Neben Dinkelbach hat sich auch der Sportliche Leiter Sven Vetter verabschiedet.
Der Verein teilte die beiden Personalien auf seinem Instagram-Kanal mit. Christoph Dinkelbach war für eine Stellungnahme noch nicht zu erreichen. Beim Schlüsselspiel in Geretsried - die Grelics-Truppe hat nur zwei Zähler mehr auf ihrem Konto - werden SVK-Urgestein Manuel Omelanowsky, der 31-jährige Offensivmann war unter Dinkelbach bereits Co-Spielertrainer, und Abteilungschef Simon Wadislohner die Mannschaft betreuen. Medienberichten zufolge plant der Klub, die vakanten Positionen möglichst bald neu zu besetzen und tendiert dabei zu externen Lösungen. Kurzfristige Priorität hat es aber, beim richtungsweisenden Match in Geretsried nicht leer auszugehen. Im Falle einer weiteren Niederlage würde die Lage für Dengel, Lobendank und Kameraden immer prekärer werden. Mit dem darauffolgenden Heimspiel gegen den ebenfalls unten festhängenden Neuling TSV Schwabmünchen und dem Auswärtsmatch beim SV Schalding-Heining stehen für "Anschöring" die Wochen der Wahrheit an.