
Spitzenreiter Büchig fährt am 16. Spieltag der Kreisliga zum Derby nach Neibsheim. Ein Lokalduell tragen auch Kronau und Östringen II aus. Im Tabellenkeller kommt es zwischen Untergrombach und Hambrücken sowie Menzingen und Karlsdorf zu wichtigen Duellen.
Ein „schwieriges Auftaktspiel“ war das 0:1 des TSV Wiesental in Neuthard für Tim Ronecker: „Mit sieben Ausfällen von potentiellen Stammspielern war es schwierig, in Neuthard zu bestehen.“
Lange hält er sich damit aber nicht auf, lieber schaut er auf das Duell mit Flehingen: „Aber der Blick geht nach vorne, es stehen jetzt zwei wichtige Spiele an, in denen wir aber auch der Gegner punkten muss. Wir freuen uns auf die Duelle und sind überzeugt die nötigen Punkte einzufahren.“
Viel vorgenommen hatte sich der FC Flehingen für das Heimspiel gegen Forst, erlebte dann aber eine harte Landung. 0:4 verlor die Elf von Vasilios Rosilovalis im FCF-Duell.
In Wiesental strebt Flehingen daher ein deutlich besseres Ergebnis an. Drei Punkte braucht man zudem, um in Sichtweite zum zweiten Platz zu bleiben.
PROGNOSE:
Beide Teams starteten mit Niederlagen, der FCF verlor überraschend hoch. Es ist aktuell offen, wer die letzte Woche besser abschütteln kann.
Trotz langer Überzahl konnte der FC Neibsheim in Neudorf nicht punkten. „Das erste Spiel haben wir leider nicht gut erwischt. Man kann es einfach sagen, die erste Halbzeit haben wir voll verpennt. Die Jungs wollten, aber es gibt Tage, da gelingt nichts. Nach der Pause sind wir aufgewacht und haben auch den Ausgleich geschafft. Mit einem Mann mehr hätten wir das Spiel besser machen müssen. Dass Neudorf schon vorher gute Spieler hat, habe ich in der Vorschau geschrieben“, so Nadarevic. Dann schaute er noch auf zwei Neudorfer Neuzugänge – aber mit ganz unterschiedlicher Perspektive: „Bei Born, der jetzt dazugekommen ist, muss sich nur anschauen, wo und was er gespielt, hat da bekommt man seine Antwort. Womit ich überhaupt nicht einverstanden bin, ist die Tätlichkeit des anderen Neudorfer Neuzugangs. Wenn man nach einem Zweikampf auf dem Boden liegt, dann darf man seinen Gegenspieler nicht mit Absicht verletzen, geschweige ins Gesicht treten wollen. Ich hoffe, dass man sieht, wie oft der Spieler in letzter Zeit Platzverweise bekommen hat, und das dann auch berücksichtigt. Das geht überhaupt nicht!“
Nun steht das Brettener Stadtteilderby gegen Büchig an. Die Vorfreude bei Nadarevic ist groß: „Wir freuen uns riesig auf das Spiel. Wir können nur gewinnen, da Büchig klarer Favorit ist. Kompliment an Trainerkollege Dauenhauer, wenn man sieht, welchen Vorsprung auf Platz zwei er schon mit seiner Truppe hat. Wir werden alles versuchen, um eine Überraschung zu sorgen, das wird nicht einfach. Es wird ein faires und gutes Spiel.“
Auch im neuen Jahr fährt der SV Büchig Punkte ein. Mit dem 2:0 gegen Hambrücken festigte die Elf von Benjamin Dauenhauer ihre Tabellenführung weiter.
Weitere drei Zähler streben die Kickers nun in Neibsheim ein. Im Hinspiel gelang das entscheidende Tor erst spät, dieses Mal hofft man im SVB-Lager auf eine frühere Entscheidung.
PROGNOSE:
Büchig ist eindeutig favorisiert, aber ein Selbstläufer wird das Derby keineswegs.
Nach einer schwierigen Vorbereitung legte der SV Menzingen gegen Östringen II einen guten Auftritt hin und verpasste einen Punktgewinn nur knapp. „Gegen Östringen II waren wir gut im Spiel und konnten sehr gut dagegenhalten. Natürlich war uns klar, dass aufgrund der langen Pause noch nicht alles greift und wir deshalb gegen den Ball noch mehr arbeiten müssen. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir haben alles gegeben und leider keine Punkte eingefahren. Wir müssen im letzten Drittel noch entschlossener und zielstrebiger agieren und noch fokussierter sein, damit wir gegen diese Topmannschaften punkten können - Glückwunsch nach Östringen“, berichtete Daniel Kaiser.
Gute Auftritte müssen aber in Punkte verwandelt werden, wenn der SVM auch in der nächsten Saison Kreisligist sein will. Das weiß Kaiser vor der wichtigen Partie gegen Karlsdorf: „Gegen Karlsdorf wollen wir unsere ersten Punkte einfahren. Natürlich ein Spiel, das für beide Mannschaften noch nicht entscheidend ist, aber absolut richtungsweisend. Wir müssen unsere Aufgaben erfüllen und Willen zeigen, aber das letzte Spiel hat mir gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind!“
Nur 45 Minuten lief für den FC Karlsdorf gegen Mingolsheim alles nach Plan – letztlich zu wenig, um zu punkten, wie Maximilian Löchner einräumen musste: „In der ersten Halbzeit konnten wir das Spiel sehr offen gestalten, haben unseren Matchplan sehr gut umgesetzt und uns kurz vor der Pause mit einem Tor belohnt. In der zweiten Halbzeit konnten wir leider nicht mehr ganz an die Leistung der ersten 45 Minuten anknüpfen und ermöglichten so, dass Mingolsheim besser in sein Spiel fand und letztendlich auch verdient das Spiel drehen konnte.“
„Nun kommt es zu einem absoluten Kellerduell, in dem beide Mannschaften dringend einen Sieg benötigen. Aufgrund dieser Brisanz in der Partie erwarte ich ein sehr umkämpftes Spiel, in dem vermutlich Kleinigkeiten, den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben.“
PROGNOSE:
Für beide Teams eine eminent wichtige Partie - Ausgang völlig offen.
Überraschend klar setzte sich der FC Forst in Flehingen durch. „Im ersten Spiel nach der Pause haben wir in Flehingen verdient 4:0 gewonnen. Die Heimelf war in den ersten 15 Minuten die bessere Mannschaft und hatte eine gute Möglichkeit. Nach dieser Phase aber hat meine Mannschaft das Spiel in die Hand genommen und insbesondere durch die zweite Halbzeit hoch verdient gewonnen“, freute sich Patrick Stucke über den gelungenen Auftritt.
Den will Forsts Trainer gegen Mingolsheim bestätigen: „Im ersten Heimspiel des Jahres wollen wir an die Leistung der Vorwoche anknüpfen und die schmerzliche Niederlage aus dem Hinspiel gegen Mingolsheim gutmachen. Leider ist die Kadersituation wie in der Vorwoche nicht optimal, aber jeder der Jungs wird wieder alles raushauen, um die drei Punkte in Forst zu behalten.“
Nur dank einer Leistungssteigerung nach der Pause drehte der TuS Mingolsheim das 0:1 in Karlsdorf noch in einen 3:1-Sieg. „Mit unserer Leistung in der ersten Halbzeit bin ich überhaupt nicht zufrieden. Karlsdorf hat in der ersten Halbzeit auf Umschaltmomente gelauert und dann seine schnellen Stürmer eingesetzt. Durch zu einfache Fehler und keinen Mut im Spielaufbau haben wir nur in wenigen Situationen die richtige Entscheidung getroffen. Kurz vor dem Gegentor hatten wir dennoch die Chance auf das 1:0, treffen aber nur die Latte und bekommen eigentlich im direkten Gegenzug das 0:1. Dass wir dann nur mit 0:1 in die Pause sind, hatten wir ebenfalls dem Pfosten zu verdanken. In der Halbzeit haben wir reagiert und unsere Spielidee angepasst. Durch die taktische Anpassung waren wir in der zweiten Halbzeit griffiger in unserem Spiel und haben defensiv nicht mehr viel zugelassen. Wir wurden im Spiel nach vorne zielstrebiger und konnten so mit drei Toren das Spiel für uns entscheiden. Die erste Halbzeit ging klar an Karlsdorf, zweite Halbzeit klar an uns. Wir haben unsere Chancen besser genutzt und aufgrund der zweiten Halbzeit dann auch verdient gewonnen“, berichtete TuS-Coach Kai Schrumpf.
Als nächstes steht eine schwere Aufgabe in Forst an. „Nun fahren wir am Sonntag direkt zum nächsten Auswärtsspiel nach Forst. Forst hat letzte Woche eindrucksvoll mit 4:0 gegen Flehingen gewonnen und sich im Winter mit Neuzugang Peekes noch mal offensiv qualitativ verstärkt. Dementsprechend wird das ein schweres Auswärtsspiel für uns. Im Hinspiel haben wir aber gezeigt, dass wir an einem gut aufgelegten Tag auch gegen Forst mithalten können. Wir werden versuchen, unsere Leistung aus der zweiten Halbzeit in Karlsdorf über 90 Minuten aufs Feld zu bekommen, dann rechne ich mir auch beim zweiten Auswärtsspiel in Folge Punkte aus“, so Schrumpf.
PROGNOSE:
Beide Teams sind gut aus der Pause gekommen. Die Nase im direkten Duell dürfte Forst knapp vorne haben.
Alles andere als nach Plan lief das Untergrombacher Duell mit dem VfR Kronau, wie Marco Junker einräumen musste: „Mit dem 0:3 gegen Kronau haben wir natürlich nicht den erhofften Befreiungsschlag geschafft, wobei man sagen muss, dass das Ergebnis zu hoch ausfällt. Es war kein schönes Spiel für die Zuschauer, da auf dem holprigen Platz keinerlei Spielfluss auf beiden Seiten zustande kam, die Kronauer waren in den entscheidenden Momenten einfach abgeklärter als wir.“
Mit Blick auf die Tabelle wartet auf den FCU ein vielleicht schon vorentscheidendes Spiel. Junker weiß, dass seine Germanen gegen Hambrücken unbedingt Punkte benötigen: „Mit dem FV Hambrücken kommt nun ein Gegner zu uns, den wir in der Vorrunde am Rande einer Niederlage hatten. Wie so oft in der bisherigen Saison kriegen wir es dann nicht hin, über 90 Minuten hochkonzentriert zu agieren und uns für den Aufwand zu belohnen. Am Sonntag wollen wir den Bock umstoßen und zeigen, dass wir es besser können. Hambrücken steckt auch mitten im Abstiegskampf, daher erwarte ich ein kampfbetontes enges Spiel, bei dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden.“
Keine Punkte brachte der FV Hambrücken vom Duell mit Büchig auf dem Diedelsheimer Kunstrasen mit. „Das Spiel gegen Büchig war ein umkämpfter Auftakt im Jahr 2025. In der ersten Hälfte standen wir gut geordnet in der Defensive und hatten nach vorne die eine oder andere gute Umschaltgelegenheit. Wenn wir bisschen mehr Ruhe und Konzentration im letzten Drittel gehabt hätten, wäre auch eine Führung im Rahmen des Möglichen gewesen. So ging es mit einem erkämpften 0:0 in die Pause, welches nach der Pause leider nur noch kurz Bestand hatte. Durch zwei Unachtsamkeiten bekamen wir die beiden spielentscheidenden Tore. Gegen Ende hin brachten auch unsere ganzen Offensivbemühungen nichts mehr und so stehen wir nach einer guten kämpfer- und läuferischen Leistung ohne etwas Zählbares da“, resümierte Robin Käpplein die Partie.
So bleibt die Lage im Tabellenkeller für den FVH angespannt. Umso wichtiger wäre ein Erfolg gegen Untergrombach, den Käpplein anstrebt: „Kommenden Sonntag steht nun das wichtige Sechs-Punkte-Spiel gegen Untergrombach auf dem Plan. Das Hinspiel endete nach einer langen Führung noch 3:3, allerdings werden wir im Rückspiel alles für einen Auswärtssieg geben, um uns in der engen Tabelle Luft nach unten zu verschaffen. Das Spiel wird definitiv richtungsweisend sein und wir benötigen die gleiche Energie, welche in Büchig über weite Strecken gezeigt wurde.“
PROGNOSE:
Für beide Mannschaften ist die Partie eminent wichtig. Der bisherige Saisonverlauf spricht für Hambrücken.
Mit einem knappen Sieg kam der FV Neuthard aus der Winterpause. Medin Dokara fasste das 1:0 gegen Wiesental folgendermaßen zusammen: „Soll erfüllt, 1:0 gewonnen. Wir sind gut gestartet, das war uns wichtig. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, auch wenn wir wohl mehr Tore hätten machen müssen. Da sind wir noch zu ungenau und unkonzentriert in den Abschlüssen, da müssen wir einfach noch konsequenter und entschlossener werden. Das ist der gravierendste Punkt, an dem wir arbeiten müssen. Wir machen immer noch einfache Fehler im Spiel nach vorne und hatten einige Ballverluste. Uns ist klar, dass das nicht das beste Spiel von uns war. Letztlich zählt das Ergebnis, darauf können wir aufbauen.“
Im Kampf um Rang zwei braucht es weitere Punkte. Solche strebt Dokara auch gegen Neudorf an: „Die Heimspiele müssen wir positiv gestalten, wenn wir oben dabeibleiben wollen. Das ist das Ziel, dass wir möglichst viele Punkte holen. Deshalb wollen wir auch gegen Neudorf unbedingt punkten.“
Sieben Tore, zwei Platzverweise – an den knappen Neudorfer Heimsieg gegen Neibsheim wird sich Jannik Heneka noch eine Weile erinnern. „Die ersten drei Punkte waren schwer umkämpft, aber am Ende unter dem Strich doch verdient. Wir haben uns leider selbst geschwächt und mussten 60 Minuten lang in Unterzahl die Partie bestreiten. Wir kamen gut ins Spiel und führt bis zur 30. Minute verdient mit 2:0. Nach der roten Karte kam Neibsheim zum Anschluss und auch zum Ausgleich. Wir gaben nie auf und haben aus dem 2:2 das 3:2 und sogar das 4:2 geschossen. Neibsheim konnte lediglich noch zum Anschlusstreffer kommen“, gab Heneka Einblicke in den denkwürdigen Heimsieg.
Mit dem wichtigen Sieg im Rücken hat die FVgg nun etwas mehr Luft nach unten, steht aber in Neuthard vor einer schweren Hürde. Die Punkte will Heneka dort allerdings nicht ohne Weiteres abgegeben: „Am Sonntag fahren wir zu unseren Freunden nach Neuthard zum Derby und versuchen auch dort zu punkten.“
PROGNOSE:
Neuthard dürfte seiner Favoritenrolle gegen Neudorf gerecht werden.
Von einem weitgehend gelungenen Auftakt sprach Julian Bauer nach dem 3:0 gegen Untergrombach: „Am Sonntag konnten wir erfolgreich in die Rückrunde starten. Eine stabile Defensivleistung und eine konsequente Offensive waren Grundlage für den verdienten Erfolg, der vielleicht etwas zu hoch ausfiel. Insgesamt sind wir zufrieden, obwohl noch viel Luft nach oben ist.“
Der Ligafünfte erwartet nun den Dritten aus Östringen – für Bauer eine spannende Partie: „Bereits am Sonntag haben wir die Möglichkeit dies zu beweisen. Mit Östringen II treffen wir auf eine hochkarätig besetzte Mannschaft, die in der Winterpause nochmals verstärkt wurde. Wir werden eine clevere und geschlossene Leistung brauchen, um die drei Punkte in Kronau zu lassen.“
Einen knappen Sieg fuhr der FCÖ II gegen Kellerkind Menzingen ein. Nach dem Menzinger Anschluss mussten die Östringer noch ein paar bange Minuten überstehen, feierten aber letztlich den Sieg. "Mit dem Sieg im ersten Spiel nach der Winterpause sind wir sehr glücklich und haben unser Ziel erreicht, den Dreier einzufahren. Spielerisch ist noch Luft nach oben und wir haben gemerkt, dass wir erst wieder in den Flow finden müssen. Menzingen hat uns gerade in der zweiten Halbzeit einiges abverlangt und man hat gemerkt, sie wollten unbedingt punkten. Mit dem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Vorsprung konnten wir das knappe Ergebnis aber auch nach dem Anschlusstreffer über die Ziellinie bringen", zeigte sich Jens Knaus zufrieden.
Durch diesen bleiben sie im Rennen um Rang zwei. In Kronau will der FCÖ II nun weitere Punkte sammeln, um die Kronauer auf Distanz zu halten. Knaus freut sich auf eine besondere Partie: "Am Sonntag fahren wir zum Auswärtsspiel nach Kronau, meine vorherige sportliche Heimat. Dort hatte ich persönlich einige schöne Jahre und treffe auf einige Freunde und Bekannte. Sportlich müssen wir uns deutlich steigern und unsere Inhalte aus der Vorbereitung umsetzen. Wir vertrauen auf unsere Stärken und setzen alles daran, einen Sieg einzufahren. Insgesamt erwarte ich ein Spiel auf Augenhöhe. Wir sind jedoch gewarnt mit Rückblick auf das Unentschieden im Hinspiel, als wir trotz einiger Chancen zum Schluss fast noch eine Niederlage kassiert hätten."
PROGNOSE:
Die Östringer setzen sich knapp durch.