
Kickers Emden hat sich mit einem starken Comeback ins Halbfinale des Krombacher-Niedersachsenpokals gespielt. Die Ostfriesen setzten sich am Freitagabend vor 901 Zuschauern bei der SV Drochtersen/Assel mit 4:2 durch. Dabei musste der Regionalligist gleich zweimal einem Rückstand hinterherlaufen.
Der Gastgeber, der in der Regionalliga Nord zu den Titelkandidaten zählt, ging in der ersten Halbzeit zweimal in Führung. Beide Male hatte Kickers jedoch die passende Antwort parat: Theo Schröder glich jeweils nach Vorlagen von Nick Stepantsev aus.
Drochtersen/Assel erwischte den besseren Start und stellte Kickers vor die erste Aufgabe. Die Emder ließen sich vom Rückstand allerdings nicht aus dem Konzept bringen. Nach Zuspiel von Stepantsev sorgte Schröder jeweils für den Ausgleich und hielt die Partie damit offen.
Auch nach dem zweiten Gegentreffer bewies Kickers die nötige Widerstandskraft. Die Mannschaft ging mit einem 2:2 in die Pause und hatte damit trotz zweimaligen Rückstands weiterhin alle Möglichkeiten.
Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie endgültig zugunsten der Gäste. Stepantsev brachte eine Flanke in den Strafraum, bei deren Abwehr D/A-Kapitän Matti Steinmann den Ball ins eigene Tor lenkte. Das Eigentor bedeutete die erstmalige Führung der Emder – 3:2.
Kickers setzte unmittelbar nach. Nur zwei Minuten nach dem Eigentor erhöhte Luc Ihorst auf 4:2 und verschaffte seiner Mannschaft damit ein komfortables Polster.
Drochtersen/Assel konnte nicht mehr entscheidend zurückschlagen. Kickers brachte den Vorsprung über die Zeit und belohnte sich damit für eine Partie, in der die Mannschaft nach zwei Rückständen immer wieder zurückgekommen war.
Trainer Björn Lindemann hob nach dem Schlusspfiff insbesondere die Einstellung seiner Mannschaft hervor. „Die Mannschaft hat eine richtig gute Mentalität an den Tag gelegt. Wir haben dann auch mal Spielglück gehabt, das wir uns erarbeitet haben“, sagte der Kickers-Coach auf der Vereinshomepage.
Für Emden ist der Erfolg auch deshalb besonders wertvoll, weil die Mannschaft nach zwei Niederlagen in der Regionalliga unmittelbar wieder ein Erfolgserlebnis feiern konnte. Lindemann ordnete den Sieg entsprechend ein: „Dass wir in Drochtersen mit 4:2 im Pokal gewinnen, ist für jeden nochmal so ein richtig geiles Ding.“
Mit dem Erfolg zieht Kickers ins Halbfinale des Niedersachsenpokals ein. Die Emder haben damit weiterhin die Chance auf einen Titel und setzen zugleich ein Ausrufezeichen bei einem der ambitioniertesten Teams der Regionalliga Nord.