Sensation in Rathmannsdorf

Staßfurt reist mit der B-Elf an und kommt unter die Räder

Um seine Spieler zu schonen hat der SV Staßfurt im Kreispopal gegen den SV Rathmannsdorf größtenteils mit der zweiten Mannschaft gespielt. Man musste sich erst einmal die Augen reiben, denn tatsächlich gewann Rathmannsdorf gegen den Landesliga-Absteiger beinahe zweistellig. Der Salzlandpokal in der Übersicht:

SV Rathmannsdorf - SV Staßfurt 9:1

Für die größte und eindrucksvollste Überraschung sorgte der SV Rathmannsdorf. Im Nachbarschaftsduell traf der Absteiger aus der Landesklasse der SV Rathmannsdorf auf den Absteiger aus der Landesliga, den SV Staßfurt. Der Außenseiter erteilte mit dem 9:1 vor heimischer Kulisse den Favorit eine derbe Klatsche. Bereits nach fünf Minuten ging der SVR durch Alexander Bock in Führung, den Matthias Müller nach 11 Minuten wieder egalisieren konnte. Nach dem Ausgleich verlor Staßfurt vollkommen das Konzept und die Rathmannsdorfer schoßen sich bis zum Halbzeitpfiff bis auf 5:1 warm. Eine rote Karte für Staßfurt erschwerte die Lage nochmal zusehens, so das die Gäste ab Mitte der ersten Halbzeit das Spiel zu zehnt zu Ende spielen mussten. Rathmannsdorf ließ nichts mehr anbrennen und schraubte das Ergebnis noch auf 9:1 hoch.

FC Bode Löderburg - SV Grün-Weiß Giersleben 7:6 n.E.

In einem echten Elfmeterkrimi konnte sich der Kreisligist aus Löderburg die eine Liga höher angesiedelten Gäste des SV Grün-Weiß Giersleben gewaltig ärgern und in die zweite Runde des Pokals vordringen. In einem nach 120 Minuten faiern und torlosen Spiel musste das Elfmeterschießen herhalten um einen Sieger zu ermitteln. Dabei erwiesen sich die Löderburger als bessere Elfmeterspezialisten, den entscheidenden Elfer verwandelte Loris Maximilian Schlüter zum 7:6.

SV Wolmirsleben II - Schackstedter SV 1:6

Der Sieger des Kreisklassenpokals, die Reserve des SV Wolmirsleben, musste sich dem Landesklassisten aus Schackstedt beugen und konnte seine Siegesserie im Pokal nicht fortsetzen. Die Vorzeichen ließen erahnen, dass dieses Spiel eindeutig an die Schackstedter gehen würde. So kam es dann auch. Bereits nach 22. Minuten war das Spiel zu Gunsten des Schackstedter SV entschieden, zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste mit 3:0 in Front. Der Anschlusstreffer von Markus Frost stellte für die Wolmirslebener nicht mehr als Ergebniskosmetik dar.

SV Saxonia Gatersleben - SSV Eintracht Winningen 3:2

In einer hart umkämpften Partie siegte die Heimmannschaft des SV Saxonia Gatersleben gegen die eine Liga höher angesiedelten Gäste aus Winningen denkbar knapp mit 3:2. Nach einer torlosen ersten Halbzeit drehten die Gaterslebener mächtig auf und kamen zu einer Tore Führung. Aber im Gefühl des sicheren Siegers schaltete SV Saxonia einen Gang zurück. Kai Mühlbachs Doppelpack sorgte nochmal für einen Hoffnungsschimmer für den Gast aus Winningen, aber das Tor zum Ausgleich sollte nicht mehr fallen. Der SSV Eintracht musste damit die erste Niederlage in dieser Saison hinnehmen.

FSV Wespen - SV Einheit Bernburg 1:5

Für klare Verhältnisse sorgte der Tabellenführer der Kreisoberliga aus Bernburg beim Gastspiel in Wespen. Eine bis zur Halbzeit offene Partie, entschied der SV Einheit in der zweiten Halbzeit durch einen Hattrick von Marcel Wiedensee, der innerhalb von neun Minuten gleich dreimal den Wespener Torhüter Matthias Reher überwinden konnte. Ein ungefährdeter und verdienter Sieg der Mannschaft aus der Kreisstadt.

SV Warthe Hakeborn - ZLG Atzendorf 0:2

Der noch ungeschlagene Landesklassist des ZLG Atzendorf kam zu einem mühsamen 2:0 Erfolg in Hakeborn. In einer weitesgehend fairen Partie war es lange Zeit ein Spiel auf Augenhöhe. Erst nach 63 Minuten ließ Steffen Böhlert die Gäste aus Atzendorf erstmals jubeln. In der Schlussphase als der SV Warthe Hakeborn alles nach vorne warf, entschied Alexander Kuntz durch das 2:0 das Spiel.

SV Jahn Gerbitz - SV Rot-Weiß Groß Rosenburg 8:6 n.E.

Ein weiteres Elfmeterschießen gab es in Gerbitz zu bestaunen. In einem reinen Kreisligaspiel konnte sich der noch sieglose Jahn Gerbitz gegen die Gäste aus Rosenburg durchsetzen.

VfL Ilberstedt - SG Gnadau 0:6

Der SG Gnadau gab sich beim noch ungeschlagenen Kresiligisten aus Ilberstedt kein Blöße und zog verdient in die nächste Pokalrunde ein. Der ebenfalls noch ungeschlagene Landesklassenaufsteiger aus Gnadau überzeugte zwar nicht spielerisch, gab aber aufgrund ihrer Effizienz keinen Zweifel wer als Sieger vom Platz geht. Zur Halbzeit hatte die Pape-Elf die Partie bereits für sich entschieden, es ging mit 3:0 aus Sicht der Gnadauer in die Pause. In der zweiten Halbzeit legten die Jungs der SG drei weitere Tore drauf und so kam es zum ungefährdeten 6:0 Sieg für Gnadau.

SV Baalberge - TV Askania Bernburg II 1:8

In die nächste Runde konnte auch die Reserve des TV Askania Bernburg einziehen. Der Vorjahresfinalist überzeugte beim Kreisoberligisten aus Baalberge und kam zu einem ungefährdeten 8:1 Sieg. Vor 110 Zuschauer brachte Stefan Martens die Gäste durch einen Strafstoß früh in Führung. In die Halbzeit ging es mit einem 0:4 aus Sicht der Baalberger, die zu diesem Zeitpunkt nur noch wenig Hoffnung auf ein Weiterkommen hatten. Das Ehrentor in der einseitigen Partie für Baalberge erzielte Benjamin Pankrath.

TSG Unseburg/Tarthun - TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens 1:0

Eine Pokalüberraschung gab es auch bei der TSG Unseburg/Tarthun zu sehen. Die schaltete den eine Liga höher spielenden TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens aus. In einer engen Partie behielt Jose Mundt in der letzten Minute der regulären Spielzeit die Nerven und verwandelte den Strafstoß zum entscheidenden 1:0 für die TSG. Damit muss sich der Landesklassist Kleinmühlingen/Zens früh aus dem Pokal verabschieden. Unseburg/Tarthun darf sich auf weitere Pokalaufgaben freuen.

Schönebecker SC II - SV Schwarz-Gelb Bernburg 0:20

Das es bei der Reserve des Schönebecker SC zur Zeit überhaupt nicht läuft, zeigte auch das Pokalspiel gegen den Vertreter aus der Landesklasse die SV Schwarz-Gelb Bernburg. In einem einseitigen Spiel hatte der Gast aus Bernburg kein Probleme mit den Schönebeckern. Mit einer deutlichen Niederlage im Gepäck kann sich der Schönebecker SC II nun voll und ganz auf Liga konzentrieren. Schwarz-Gelb darf sich auf zumindest einen weiteren Pokalfight einstellen.

336 Aufrufe9.9.2013, 07:30 Uhr
Martin MüllerAutor

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