2026-04-16T10:11:10.190Z

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KFC Uerdingen will die Hildener Super-Serie stoppen

Sechs Punkte Rückstand, zwei direkte Duelle gegen die Top-Teams – der Uerdinger Oberligist steht unter Druck. Sollte man meinen. Doch Trainer Stöhr gibt sich vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten betont entspannt.

von RP/ Stefan Loyda · Heute, 11:15 Uhr · 0 Leser
Schwere Aufgabe in der Grotenburg.
Schwere Aufgabe in der Grotenburg. – Foto: IMAGO

So schlecht ist die Ausgangslage des KFC Uerdingen eigentlich nicht. Sechs Punkte fehlen den Krefeldern auf die beiden punktgleichen Top-Teams der Oberliga Niederrhein, Ratingen 04/19 und den VfB 03 Hilden. An den beiden kommenden Wochenenden stehen für die Mannschaft von Trainer Julian Stöhr die beiden direkten Duelle mit dem Spitzenduo an. Den Anfang macht das Heimspiel gegen den VfB Hilden (Samstag, 18 Uhr, Grotenburg).

Stöhr zeigt sich beeindruckt von Hilden

„Wir sind da ganz entspannt“, sagt KFC-Trainer Julian Stöhr. „Klar, kann man das ein Endspiel nennen, aber ich sehe es nicht so.“ Vor der Saison sei die Marschroute gewesen, in den Top Sechs zu landen. Intern hätte sich die Stöhr-Elf die Top Vier als Ziel gesetzt. Insofern sei der KFC auf Kurs. „Selbst wenn wir beide Spiele gewinnen sollten, sind es immer noch drei Punkte Rückstand bei noch fünf Spielen. Da müssten wir weiterhin alles gewinnen und Ratingen und Hilden noch einmal patzen.“ Insofern sei eine Aufholjagd auf Platz eins auch ein „schwieriges Unterfangen. Wir haben die tolle Lage, aber es muss sehr viel passen. Deswegen haben wir wenig Druck, auch wenn der Name natürlich verpflichtet. Wir können beide schlagen. In zwei Wochen sehen wir weiter.“

Ähnlich hatte sich zuletzt auch Ole Päffgen geäußert. Im Reviersport hatte der Uerdinger Kapitän zu einer kleinen Kampfansage angesetzt und angekündigt, den Abstand auf drei Punkte verkürzen zu wollen: „Was gibt es Geileres, als am Ende der Saison so Spitzenspiele zu haben?“

Schwierig wird es auch deshalb, weil der VfB Hilden zweifellos das beste Team der Rückrunde ist. Die Mannschaft von Trainer Tim Schneider, der den Klub am Saisonende verlassen muss, hat alle zehn Rückrundenspiele gewonnen. Es ist daher auch nur logisch, dass sich der kleine Klub dazu entschlossen hat, auch für die Regionalliga eine Lizenz zu beantragen, wenngleich noch unklar ist, ob er diese auch erhalten wird. „Zehn Siege in Folge habe ich auch noch nicht erlebt“, gibt Stöhr zu, dessen eigene Mannschaft auch immerhin sieben Siege aus den zehn Rückrundenspielen einfahren konnte. „Sie gewinnen ihre Spiele auch in verschiedener Form. Mal in der 90. Minute, dann haben sie schon einen 0:2-Rückstand gedreht. Sie haben die Top-Spiele in Schonnebeck und in Ratingen. Es wird eine Aufgabe für uns, die formstärkste Mannschaft zu ärgern.“ Das Hinspiel hatte der KFC übrigens mit 1:0 für sich entscheiden können.

Vorteil Rasenplatz?

Generell mache der VfB Hilden schon seit Jahren einen guten Job, wie Stöhr meint. In den vergangenen sechs Jahren war der Verein aus dem Kreis Mettmann immer mindestens Sechster. Die Hildener zeichne vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit aus. „Sie haben gute Einzelspieler, aber man kann sich keine Top-Spieler herauspicken. Sie haben eine breite Brust, eine unheimliche Standardstärke. Sie geben nie auf und haben eine hohe Physis. Das sind Attribute, die uns in Monheim zuletzt abgegangen sind. Deswegen müssen wir da zwei Schritte mehr machen, damit wir gegen Hilden gut aussehen.“

Einen Trumpf hat der KFC dafür auch in der Hand: das Geläuf. Der VfB Hilden trägt seine Heimspiele auf Kunstrasen aus. „Das kann schon ein Vorteil sein“, sagt Stöhr. „Aber wir müssen auch bedenken, dass Hilden in Ratingen und Baumberg auch auf Rasen gewonnen hat. Wir wollen diesen Vorteil nutzen, bevor sie sich an den Rasen gewöhnen können.“ Auch hinten heraus könnten dem einen oder anderen Gegner, der nur über Kunstrasen verfügt, mal die Körner ausgehen. Aber, sagt Stöhr: „Hilden ist extrem fit. Ich glaube nicht, dass das ein Faktor wird.“

Personell müssen die Uerdinger den Ausfall von Dave Fotso Youmssi verkraften. Justin Möllering, Ulrich Bapoh und Derick Gyamfi werden weiterhin fehlen. Zudem ist Jesse Sierck noch drei Spiele gesperrt. Mohamed Benslaiman Benktib und Ephraim Kalonji sind hingegen wieder fit.