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KFC Uerdingen setzt auf Vollprofitum

Mit Michél Dinzey hat der KFC Uerdingen einen Favoriten für den Trainerposten. Zudem soll mit René Lewejohann auch gleich ein neuer Co-Trainer gefunden sein. Dagegen wird man sich von fast allen Spielern verabschieden.

von Marc Fischer · 12.06.2024, 12:15 Uhr · 0 Leser
Auch Pascal Weber wird wohl nicht mehr für den KFC Uerdingen spielen.
Auch Pascal Weber wird wohl nicht mehr für den KFC Uerdingen spielen. – Foto: Sascha Hohnen

Beim KFC Uerdingen herrscht aktuell viel Bewegung, aber wenig Vollzug. Seit Tagen geistern rund um den Pokalsieger von 1985 Namen von Spielern und möglichen Übungsleitern, doch mehr als Gerüchte sind bislang nicht auszumachen. Ende der Woche aber soll mehr Klarheit herrschen, wie Mehmet Eser, Chef der Agentur M-Soccermanagement, die mit dem KFC inzwischen zusammenarbeitet, erklärt.

Demnach bestätigte Eser, dass René Lewejohann als Co-Trainer zur Grotenburg kommt. Der ehemalige Spieler, unter anderem vom LR Ahlen und der zweiten Mannschaft vom FC Schalke, hatte vor wenigen Monaten erst für ein Engagement beim Landesligisten SV Scherpenberg in Moers unterschrieben, nun soll er aber als Co-Trainer beim KFC einsteigen.

Dort soll er Michél Dinzey assistieren, der nach wie vor als Wunschkandidat von Eser auf dem Trainerstuhl des KFC gilt. „Wir sind mit Michél Dinzey noch in Gesprächen, aber in zwei bis drei Tagen haben sich die Details auch geklärt“, so Eser zuversichtlich. Zudem soll mit Rüdiger Abramczik auch ein Supervisor nach Krefeld kommen. Wie die Arbeit des ehemaligen Schalker Idols an der Grotenburg aussehen soll, ist aber noch nicht näher definiert.

Doch nicht nur an der Seitenlinie, sondern auch auf dem Rasen braucht der KFC neues Personal. Denn lediglich zwei Spieler aus der Aufstiegsmannschaft bleiben dem Verein erhalten. So sollen nur Alexander Lipinski und Goalgetter Dimitrios Touratzidis in die neue Saison mitgehen, mündliche Zusagen des Duos gibt es bereits.

Vollprofitum beim KFC Uerdingen

Der Hintergrund ist, dass man beim Verein in Zukunft auf Vollprofitum setzt. Das bedeutet zweimal am Tag Training. Viele der Spieler gehen aber normalen Berufen nach, haben entsprechende Arbeitsverträge und können demnach nur einmal am Tag trainieren. Daher seien viele Verträge einvernehmlich aufgelöst worden, wie der Leiter der Agentur betont.

Apropos Agentur: Aus einem Pool von insgesamt 60 Spielern soll sich ein Gerüst für den Verein herauskristallisieren, mit denen man das Unternehmen Regionalliga angehen will. Am Freitag soll es auch hier mehr Informationen geben. Vermutlich werden einige Spieler aus der Agentur von Eser den Weg nach Krefeld finden.

Ob bis dahin auch Verträge mit neuen Sponsoren präsentiert werden können, bleibt ebenso spannend. Denn wie der Verwaltungsratsvorsitzende Nils Gehlings wiederum erklärte, will er keine weiteren Verträge unterzeichnen, bis mögliche neue Sponsoren geklärt sind und auch fix unterschrieben haben. Für ihn haben die Verbindlichkeiten, die den KFC nach wie vor enorm belasten, eine deutlich höhere Priorität, als die Verpflichtung neuen Personals, wie er gegenüber unserer Redaktion erklärte.

Es ist und bleibt ein Ritt auf der Rasierklinge. Denn sollte auch nur eine Kleinigkeit schiefgehen, kann das Kartenhaus wieder schnell in sich zusammenfallen. Es ist viel auf dem Prinzip Hoffnung aufgebaut. Sollte sich diese zerschlagen, könnte es noch bitterer werden.