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Spielbericht

KFC Uerdingen beim WSV: „Wir wollen was Zählbares mitnehmen“

Regionalliga West: Mit dem Derby beim Wuppertaler SV steht für den KFC Uerdingen einer der ganz großen Saisonhöhepunkte an. Tim Stappmann und Jeff-Denis Fehr haben ihre Sperren abgesessen. Härtefälle deuten sich für die Startelf an.

von Marc Fischer · 01.11.2024, 22:15 Uhr · 0 Leser
Der KFC Uerdingen tritt am Samstag beim Wuppertaler SV an.
Der KFC Uerdingen tritt am Samstag beim Wuppertaler SV an. – Foto: Ralph Görtz

Nach den „Reservewochen“ folgen beim KFC Uerdingen nun die Festspieltage. Aus den vier Begegnungen gegen die Zweitvertretungen holten die Blau-Roten in den vergangenen Wochen fünf Punkte. Einem 1:1 beim 1. FC Köln folgte ein 3:1-Sieg gegen die Zweitvertretung des SC Paderborn.

In Mönchengladbach gab es mit einem 0:1 die einzige Niederlage, abschließend kam die Mannschaft von Trainer René Lewejohann am vergangenen Montag nach einer deutlichen Leistungssteigerung in Halbzeit zwei zu einem 1:1-Unentschieden gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf.

Mit jüngster Ausbeute zufrieden

Mit der Ausbeute aus den vergangenen Wochen sei Lewejohann zufrieden, wie er vor dem Duell gegen Wuppertal ausführt. „Es hätte sicher noch ein Punkt mehr sein können, wenn man sich das Spiel gegen Gladbach anschaut, aber alles in allem geht das in Ordnung.“

Jetzt folgen für den KFC gleich drei Highlights in der Liga. Den Anfang macht das Derby am Samstag beim Wuppertaler SV im Stadion am Zoo. In zwei Wochen steht dann das Topspiel gegen Fortuna Köln an, ehe dann am 16. Spieltag der MSV Duisburg in der Grotenburg zu Gast ist. „Der November ist voll mit Höhepunkten“, so der Übungsleiter. „Umso schöner, dass es jetzt zum Ende der Hinrunde ist, nachdem man sich in den ersten 13 Spieltagen so ein Standing aufgebaut hat.“

Daniel Michel wird geschont

Nicht mitwirken beim Derby kann Daniel Michel, der in den letzten Wochen zu oft Schläge gegen den Kopf bekam und mehrere Gehirnerschütterungen davontrug. Daher will Lewejohann beim Skandinavier größte Vorsicht walten lassen und ihm die kommenden zwei Wochen eine Pause gönnen. „Er hat zwar vom Arzt grünes Licht bekommen, aber ihn möchte ich in den kommenden Tagen komplett rauslassen. Er soll sich erholen“, so der Trainer.

Ansonsten kann der Coach aus dem Vollen schöpfen. Denn auch die beiden gelbgesperrten Jeff-Denis Fehr und Tim Stappmann sind gegen Wuppertal zurück in der Mannschaft. Daher kann es durchaus zu Härtefallentscheidungen in der ersten Elf kommen, wie der Trainer ankündigt. Denn in Abwesenheit der Arrivierten haben es die Nachrücker gegen Düsseldorf am Montagabend ordentlich gemacht und sich für weitere Aufgaben empfohlen, wie Lewejohann erklärt.

Der Wuppertaler SV wiederum sieht sich nach 13 Spieltagen tief im Abstiegskampf versunken. Mit nur zwölf Punkten – immerhin fünf weniger als der Aufsteiger aus Krefeld – befindet sich die Mannschaft der Interimstrainer Thomas Richter und Gaetano Manno derzeit unter dem Strich auf Tabellenplatz 15. Vor allem die Defensive bereitet dem siebenfachen Niederrheinpokalsieger große Sorgen. So hat der WSV bereits 28 Gegentore kassiert, was gemeinsam mit Wiedenbrück die drittmeisten Gegentreffer in der Regionalliga West bedeutet.

Für Lewejohann aber ist es „ein Unding, das Wuppertal da steht, wo sie gerade stehen. Die haben viel Erfahrung, sind gut im eins-gegen-eins. Suchen immer wieder die Tiefe und sind fußballerisch gut aufgestellt. Die Tabellenkonstellation ist für mich nicht aussagekräftig.“ Zudem habe ein Derby immer seine eigenen Gesetze, weshalb er ein „sehr emotionsgeladenes Spiel“ erwarte.

Dennoch bleibt Lewejohann seinem Credo treu, nur auf sich und seine Mannschaft schauen zu wollen.„Die zweite Halbzeit gegen Düsseldorf, das ist der Gradmesser, so wollen wir auftreten.“ Das bedeutet auch in Wuppertal, dass man mutig anlaufen und dem Gegner früh den Spaß am Spiel nehmen will. „Wir fahren nach Wuppertal, um Punkte mitzunehmen. Im besten Fall drei. Ein Derbysieg wäre richtig schön.“