– Foto: Adrian Goldberg

Ponomarev verkauft KFC-Anteile an Armenier

Damit scheint der Erhalt der Dritten Liga für die Uerdinger wieder möglich. Die Debatte um die Sanierung der Grotenburg dürfte Fahrt aufnehmen.

Neue Hoffnung für den KFC Uerdingen: Die seit Sommer laufenden Gespräche zwischen Mikhail Ponomarev und dem armenischen Investor Roman Gevorkyan sind von Erfolg gekrönt. Wie Ponomarev am Abend bestätigte, hat der russische Investor seine Anteile an der KFC Uerdingen 05 Fußball GmbH an den Interessenten verkauft.
Überraschend ist der Deal freilich nicht, nachdem Ponomarev bereits Anfang November seinen Rückzug angekündigt und den Verkauf seiner Anteile an Interessenten in Aussicht gestellt hatte. „Ich werde alles dafür tun, damit der KFC auch in der kommenden Saison in der Dritten Liga spielt“, hatte er gesagt, nachdem am Dienstag das Amtsgericht dem Antrag des KFC auf Eröffnung des Insolvenzverfahren stattgegeben hatte. Auch der eingesetzte Verwalter Claus-Peter Kruth hatte den Erhalt des Profi-Fußballs in Krefeld als Ziel ausgegeben, aber von der Unterstützung von Geschäftsleuten abhängig gemacht.

Was heißt das nun für den KFC und die Stadt? Nachdem die armenische Investorengruppe nun das Ruder bei den Uerdingern übernehmen wird, wäre zunächst einmal die Perspektive gegeben, die Insolvenz abzuwenden und die Zugehörigkeit zur Dritten Liga zu erhalten. Dazu müssen die vollständigen Lizenzunterlagen am 1. März beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorliegen.


Parallel dazu könnten die Überlegungen bezüglich der Sanierung des Stadions Grotenburg Fahrt aufnehmen. Es scheint, als sei dann eine Sanierung alternativlos, denn es ist kaum vorstellbar, dass ein Investor einsteigt, wenn der Verein mittel- und langfristig nicht in Krefeld spielen kann.
Aufrufe: 5.2.2021, 21:05 Uhr
RPO / Thomas SchulzeAutor

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