Durchatmen erst in der Verlängerung: Der KFC Uerdingen erreicht mit Mühen die 3. Runde des Niederrheinpokals.
Durchatmen erst in der Verlängerung: Der KFC Uerdingen erreicht mit Mühen die 3. Runde des Niederrheinpokals. – Foto: Stefan Brauer

In der Verlängerung zwingt der KFC Uerdingen Bedburg-Hau in die Knie

Im Niederrheinpokal lieferten sich die SGE Bedburg-Hau und der KFC Uerdingen einen leidenschaftlichen Kampf, den

Das war der Niederrheinpokal in seiner Reinform! Landesligist SGE Bedburg-Hau liefert gegen den KFC Uerdingen einen tollen Fight, doch in der Verlängerung erreicht der Regionalligist mit einem 4:1 (0:1, 1:1, 2:1)-Sieg Runde drei.

SGE B.-Hau
1:4
KFC Uerding.

Im Stadion des 1. FC Kleve zeigte die SGE Bedburg-Hau von Beginn an eine leidenschaftliche Vorstellung. Der KFC Uerdingen war natürlich auch nach der 0:11-Klatsche gegen Rot-Weiss Essen der haushohe Favorit. Im ersten Durchgang war es eine durchaus offene Partie, der Regionalligist hatte aber mehr Anteile und Chancen. Das änderte sich in der 41. Minute jedoch schlagartig. Erdinc Karakas kassierte nach dem Hinweis eines Linienrichters den Platzverweis und schwächte Uerdingen. Bedburg-Hau profitierte prompt: Torjäger Falko Kersten traf nach guter Vorarbeit von Julian Kühn (45.+1).

Keeper Olschewski kann sich auszeichnen

Nach dem Seitenwechsel startete die Auswahl Dmitry Voronov mit einer Druckphase und wurde belohnt. Tom Theo Fladung traf nach einer Flanke sehenswert zum 1:1 (54.). Auch in den weiteren Minuten hielt der KFC Uerdingen das Gaspedal durchgedrückt, kam aber nicht zum Erfolg. Unter anderem zeigte SGE-Keeper Jason Olschewski eine starke Leistung. Die engagierte Defensivarbeit des Landesligisten wurde mit der Verlängerung belohnt, was schon einer Sensation glich.

Der Traditionsverein behielt weiterhin das Zepter des Handels in der Hand - und wurde schlussendlich auch belohnt. Routinier Charles Atsina verwertete Hereingabe mit seiner ganzen Erfahrung. Diese brachte auch Bedburg-Hau für die zweite Halbzeit der Verlängerung: Spielertrainer Sebastian Kaul wechselte sich selbst ein, ebenso betrat Christian Klunder den Klever Rasen. Doch das brachte nicht den gewünschten Effekt: Leon Augusto (115.) und Atsina (120.) brachten aber die Entscheidung zugunsten der Auswärtsfahrer.

Selbstvertrauen für die Liga?

Die SGE Bedburg-Hau, die unter anderem auf Leistungsträger wie Robin Deckers verzichten musste, verkaufte sich blendend. In der Liga geht es am Sonntag mit einem Heimspiel gegen den VfL Tönisberg weiter (15 Uhr). Für den KFC Uerdingen war es vielleicht das ideale Spiele, um die herbe Liga-Schlappe zu verarbeiten. Bereits am Samstag kommt es zum spannenden Niederrhein-Duell beim SV Straelen (14 Uhr).

SGE Bedburg-Hau – KFC Uerdingen 05 1:4 n.V.
SGE Bedburg-Hau: Jason Olschewski, Luca Alexander Polders (106. Sebastian Kaul), Martin Tekaat, Henrik Schümmer, Nicolas Rode (58. Jannik Winkels), Fabian Berntsen, Leon Claaßen, Dominik Ljubicic (77. Marcel Flietel), Falko Kersten, Julian Kühn (106. Christian Klunder), Raven Olschewski (69. Bahri Kera) - Trainer: Sebastian Kaul
KFC Uerdingen 05: Jonas Brendieck, Leonel Kadiata, Pepijn Schlösser, Jesse-Garon Sierck, Erdinc Karakas, Leon Augusto, Luca Jensen, Noe Baba, Tom Theo Fladung, Joshua Yeboah, Chrysanth Mallek - Trainer: Dmitry Voronov
Schiedsrichter: Leon Tiemer () - Zuschauer: 750
Tore: 1:0 Falko Kersten (45.+1), 1:1 Tom Theo Fladung (54.), 1:2 Charles Atsina (102.), 1:3 Leon Augusto (115.), 1:4 Charles Atsina (120.)
Rot: Erdinc Karakas (41./KFC Uerdingen 05/)

Aufrufe: 013.10.2021, 20:02 Uhr
André NückelAutor

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