
Eine ereignisreiche Woche beim KFC Uerdingen ist zu Ende gegangen – und das standesgemäß mit einem Heimsieg. Nach den beiden Auswärtserfolgen in Essen (2:0) und Baumberg (1:0) setzte sich der KFC auch im Heimspiel gegen den VfB Homberg mit 1:0 durch und nahm damit Revanche für das 0:4 in der Hinrunde. Die Vorzeichen waren an diesem Tag allerdings andere. Homberg, noch ohne Sieg in diesem Jahr, steckt im Abstiegskampf, während der KFC eine gewisse Stabilität gefunden hat.
Trainer Julian Stöhr hatte bereits angedeutet, dass zum Ende einer Englischen Woche rotiert werden könnte, und er hielt Wort. Für Nedzhib Hadzha, Mohamed Benslaiman Benktib und Ibuki Noguchi standen am Sonntag Noah Tomson, Etienne-Noel Reck und Seongsun You in der Startformation. Während Benktib und Noguchi auf der Bank saßen, fehlte Hadzha komplett im Kader, ebenso wie Ephraim Kalonji.
Die Uerdinger waren gewillt, von Beginn an ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. So hatte der KFC in der Anfangsphase mehr Spielanteile, doch die große Torgefahr kam zunächst nicht zustande. Nach einer scharfen Hereingabe von Yasin-Cemal Kaya von der linken Seite fehlten Stürmer Reck trotz des langen Beins ein paar Zentimeter, um an den Ball zu kommen (10.). Die erste richtige Chance hatte der KFC dann mal nach einem schnellen Angriff. Alexander Lipinski legte nach Seitenwechsel auf Adam Tolba ab, sein Schuss wurde allerdings abgeblockt (22.). Zwei Minuten später hätte der Ball dann drin sein müssen, als erneut Tolba nach Flanke frei zum Kopfball kam, den aber knapp am Tor vorbei setzte. In der Schlussphase er ersten Halbzeit durften die KFC-Fans dann aber wirklich jubeln. Lipnski traf vom Punkt (35.). Zuvor hatte Kaya auf der linken Seite zu einem sehenswerten Solo angesetzt, das die Homberger nur durch ein Foul im Strafraum stoppen konnten.
Es hätte ein entspannter Sonntagnachmittag für den KFC werden können, wenn Kaya freistehend ins Tor statt an den Pfosten geschossen hätte (54.). Und auch, wenn Jesse Sierck nicht zwei Minuten später vom Platz geflogen wäre. Er stand Kopf an Kopf mit seinem Gegenspieler, der daraufhin zu Boden ging. Der Schiedsrichter, der die Szene nicht gesehen hatte, wurde von einem seiner Linienrichter darauf aufmerksam gemacht. Der Homberger sah Gelb, Sierck Rot – und dem KFC standen knifflige 35 Minuten bevor.
Zur Erinnerung: Im Hinspiel war Dominik Burghard nach 52 Minuten vom Platz geflogen, und der KFC hatte danach das Spiel 0:4 verloren. Nach dem Platzverweis wurde es an diesem Sonntag hektischer und ruppiger auf beiden Seiten. Und auch Torhüter Jonas Holzum bekam nun mehr zu tun. Zehn Minuten vor dem Ende tauchte er ab und fing einen Ball ab, den Nachschuss klärte der eingewechselte Pierre Rogasik auf der Linie (79.). Drei Minuten später fischte Holzum erneut einen gefährlichen Ball aus der Ecke. Und dann hatte der KFC auch mal Glück mit dem Aluminium. Als der Schlussmann geschlagen war, prallte der Ball zurück ins Spiel.
In der Schlussphase wechselte Stöhr defensiv, die Uerdinger warfen sich mit allem, was sie hatten, in die Zweikämpfe, um die knappe Führung über die Zeit zu bringen. In der Nachspielzeit sah auch noch Stöhr selbst die Rote Karte, der Schiedsrichter wertete eine Aktion als Ballwegschlagen. Sein Team brachte die knappe Führung aber über die Zeit.