
Seit der Krefelder FC Uerdingen im Frühjahr insolvenzbedingt aus der Regionalliga zurückziehen musste, steht der Verein vor einer ungewissen Zukunft. Um diese in die richtigen Bahnen lenken zu können, kämpfen die Mitglieder seitdem um die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Bislang aber ohne Erfolg – denn der noch immer amtierende Vorstand um Thomas Platzer, Dmitry Voronov und Christian Ritzenfeld hat sich mit Händen, Füßen und Gerichtsbeschlüssen dagegen gewehrt.
Christoph Epping, Jörg Gredig und Udo van Koll sind auch ein halbes Jahr später nicht müde, weiter für diese Versammlung zu kämpfen. Im August schien es, als habe die von ihnen angeführte Mitgliederinitiative ihr Ziel erreicht – doch die angesetzte Versammlung wurde wenig später vom Oberlandesgericht in Düsseldorf einkassiert, in den darauffolgenden Wochen wollte sich das Gericht mit der Sache befassen. In der vergangenen Woche hatten die Organisatoren dann endlich eine Rückmeldung erhalten.
So sei das gesetzliche Quorum von zehn Prozent der Mitglieder mit 326 Unterschriften von 1094 Mitgliedern nicht nur erfüllt, sondern übertroffen worden. In einem Punkt allerdings hatte das OLG Düsseldorf den zuvor gefassten Beschluss des Amtsgerichtes Krefeld als fehlerhaft eingestuft. Und zwar hätte nicht einfach aus dem Kreis der Mitglieder eingeladen werden dürfen; die Unterzeichner des Mitgliederbegehrens hätten ergänzend unterschreiben müssen, dass der Rechtsweg beschritten werden soll. Dementsprechend waren diejenigen Mitglieder, die bereits unterzeichnet hatten, erneut aufgerufen, sich zu beteiligen.
Diese neuerliche Aktion konnte schon nach wenigen Stunden als Erfolg verbucht werden, so die Initiatoren Christoph Epping, Jörg Gredig und Udo van Koll. So sei erneut die erforderliche Anzahl an Stimmen erreicht und übertroffen worden. Zu Beginn der Woche planen sie nun, die Unterlagen beim Amtsgericht Krefeld einzureichen. „Da die Sachlage sehr eindeutig und der Fall dort bekannt ist, hoffen wir im Sinne des Krefelder Sports auf eine schnelle und endgültige Entscheidung“, schreiben die drei KFC-Fans.
Sie appellieren zudem an den amtierenden Vorstand um Thomas Platzer, Dmitry Voronov und Christian Ritzenfeld, der sich in den vergangenen Monaten lediglich einmal mit einem offenen Brief über die sozialen Medien an die KFC-Fans gewandt hatte. „Beide Gerichte haben eindeutig entschieden, dass unser Mitgliederbegehren allen Regularien entspricht. Blockiert nicht länger mit fadenscheinigen und gerichtlich widerlegten Argumenten den demokratischen Prozess einer Mitgliederversammlung! Für einen demokratisch geführten Mitgliederverein. Alles für unseren KFC“, schreiben die Initiatoren des Mitgliederbegehrens.