
Der VfL Osnabrück muss im kommenden Sommer einen weiteren Abgang aus den eigenen Reihen verkraften. Kevin Wiethaup wird seinen auslaufenden Vertrag bei den Lila-Weißen nicht verlängern und sich zur neuen Saison dem Karlsruher SC anschließen.
Der 20 Jahre alte Mittelfeldspieler gehört zu den Eigengewächsen des Vereins und entwickelte sich in den vergangenen Monaten zunehmend zu einer festen Option im Drittligakader. In der laufenden Saison kam Wiethaup bislang auf 15 Einsätze in der 3. Liga. Beim jüngsten 2:0-Erfolg gegen den SSV Jahn Regensburg bereitete er zudem sein erstes Tor im Profibereich vor.
Beim VfL bedauert man die Entscheidung, zeigte jedoch Verständnis für den Schritt des Nachwuchsspielers. „Wir haben Kevin bereits in der Sommervorbereitung signalisiert, dass wir die Zusammenarbeit mit ihm gerne fortsetzen möchten“, erklärte Daniel Latkowski, Technischer Direktor des VfL Osnabrück. „Vereinbarungsgemäß haben wir die Gespräche im Winter erneut aufgenommen und ihm den weiteren Weg aufgezeigt, der an seine Entwicklung in dieser Saison anknüpfen sollte. Kevin hat sich nun für einen anderen Weg entschieden, das respektieren wir.“
Gleichzeitig machte Latkowski deutlich, welche Erwartungen der Verein bis zum Saisonende an den Spieler richtet: „Wir haben die klare Erwartung und keinen Zweifel daran, dass er sich bis zum Sommer weiterhin zu 100 Prozent für den VfL und unsere Ziele einsetzen wird.“
Auch Joe Enochs, Direktor Fußball beim VfL, hob die sportliche Entwicklung des Mittelfeldspielers hervor. „Kevin hat sich in den vergangenen Monaten unter Timo Schultz sehr gut entwickelt und sich seine Einsatzzeiten verdient“, sagte Enochs. Der 20-Jährige sei zudem ein Beispiel für die Bedeutung der eigenen Nachwuchsarbeit. „Er zeigt, wie wichtig uns die Förderung von Spielern aus unserem Nachwuchsleistungszentrum ist. Wir hätten gerne mit ihm verlängert und ihn weiterhin in unseren Farben gesehen.“
Wiethaup gehört zu einer Reihe von Spielern aus der eigenen Ausbildung, die den Sprung in den Profikader geschafft haben. Neben ihm stehen aktuell auch Mats Remberg, Yigit Karademir, Ismail Badjie und Bernd Riesselmann im Kader der Profimannschaft. Während die Verträge mit Badjie und Riesselmann zuletzt verlängert wurden, wird Wiethaup den Verein im Sommer verlassen.
Der Spieler selbst sprach von einer schwierigen Entscheidung. „Seinen Heimatverein zu verlassen, ist keine einfache Entscheidung“, erklärte Wiethaup. „Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dennoch dafür entschieden, ab Sommer eine neue Herausforderung in einem neuen Umfeld anzunehmen.“
Bis dahin liegt der Fokus weiterhin auf der laufenden Saison. „Meine volle Konzentration gilt dem VfL“, sagte der Mittelfeldspieler. Beim Verein hofft man, dass bis zum Saisonende noch weitere Einsätze und vielleicht auch weitere Torbeteiligungen folgen.