2026-02-20T12:29:42.904Z

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Kevelaerer SV gewinnt das Derby

Bezirksliga: Der Kevelarer SV entscheidet das dritte Duell mit der DJK Twisteden in der laufenden Saison knapp mit 4:3 für sich. Die Schlussphase wurde aber zur Zitterpartie.

von RP / Klaus Schopmans · Gestern, 19:00 Uhr · 0 Leser
Kevelaerer SV gewinnt das Derby
Kevelaerer SV gewinnt das Derby – Foto: Pascal Derks

Das Derby zwischen den Bezirksligisten Kevelaerer SV und DJK Twisteden hat wieder einmal gehalten, was sich die Zuschauer im Vorfeld davon versprochen hatten: große Emotionen, sieben Tore und Spannung bis zur letzten Sekunde. Die Revanche für die Niederlagen in Meisterschaft und Kreispokal ist den Gastgebern aus der Marienstadt eindrucksvoll gelungen – am Ende setzte sich der KSV mit 4:3 (2:0) durch.

Trotz der Niederlage bleibt die DJK zwar auf dem dritten Tabellenplatz, hat jedoch den Anschluss an Spitzenreiter VfL Rhede und den Zweitplatzierten Sportfreunde Broekhuysen verloren. Der Vorsprung auf den Lokalrivalen beträgt gerade noch einmal einen Punkt.

Der große Auftritt von Robin Kaschubat

Fast 40 Minuten lang waren klare Torchancen Mangelware. Dann hatte der Kevelaerer Angreifer Robin Kaschubat seinen großen Auftritt. Zunächst versetzte er seinen Bewacher Lars Douteil und schoss unhaltbar zum Führungstreffer ein (39.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit setzte Kaschubat noch einen drauf. Erneut über die rechte Seite angespielt, hatte diesmal Alexander Rasch das Nachsehen. Mit einem Doppelpack bescherte der Stürmer seiner Mannschaft eine 2:0-Pausenführung.

Nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel meldeten sich die Gäste zurück. Nach einem Freistoß stand Twistedens Torjäger Tom Cappel goldrichtig und ließ sich die Chance zum Anschlusstreffer nicht entgehen. Doch eine Initialzündung blieb nach diesem Tor aus. Die Hausherren – die insgesamt den bissigeren Eindruck machten – zeigten sich wenig beeindruckt, spielten weiter mutig nach vorne. In der 62. Minute wurde dieser Einsatz belohnt. Nach einem Freistoß hatte Maximilian Gastens plötzlich viel Platz und stellte mit seinem Treffer zum 3:1 den alten Abstand wieder her. Als Kaschubat in der 83. Minute mit seinem dritten Treffer des Tages auf 4:1 erhöhte, schien die Partie entschieden.

Doch weit gefehlt, denn auf die Twistedener Torgefährlichkeit ist fast immer Verlass. In der 87. Minute verkürzte Nikolas Dennesen mit einem Fernschuss auf 4:2 und brachte die Gäste noch einmal zurück in eine verloren geglaubte Partie. Jetzt legte die DJK den Schalter um und setzte alles auf eine Karte. Torben Schellenberg stellte zu Beginn der Verlängerung auf 4:3. Die letzten Minuten wurden für den Kevelaerer SV zur Zitterpartie.

Die DJK erspielte sich weitere Möglichkeiten. Erst verhinderte die Latte den Ausgleich. Mit der letzten Aktion der Partie war der Kevelaerer Torhüter Ben Luca Ingenfeld mit einer starken Parade zur Stelle.

Nach dem Spiel war die Erleichterung aufseiten des Gastgebers groß. „Das war ein tolles Derby, in dem wir bis kurz vor Schluss verdient geführt haben. Am Ende haben wir den Sieg mit etwas Glück über die Ziellinie gebracht“, sagte KSV-Coach Patrik Znak.

Enttäuscht war hingegen DJK Coach Marcel te Nyenhuis: „Das 3:1 für Kevelaer war für uns der Genickbruch. Am Ende war dann die Spielzeit zu knapp, um Kevelaer noch in Verlegenheit zu bringen.“