
Die Vorzeichen waren im Vorfeld klar abgesteckt. Die SGE Bedburg-Hau ist im spannenden Abstiegskampf der Bezirksliga auf jeden Zähler angewiesen, während der Kevelaerer SV als Tabellendritter auf Ausrutscher des Spitzenduos VfL Rhede sowie der SF Broekhuysen hofft. Die Rheder taten dem KSV den Gefallen, doch die Broekhuysener gewannen ihr Heimspiel. Und der Kevelaerer SV erledigte in der Schlussphase seine Hausaufgaben mit einem 4:0 (1:0)-Auswärtssieg im Hasselter IGETEC-Sportpark.
Die Gäste aus Kevelaer legten auch gleich fulminant los, denn Özkan Külcür erzielte bereits in der dritten Minute freistehend nach einem groben SGE-Abwehrfehler die frühe 1:0-Führung. Die Gastgeber versuchten danach, ins Spiel zu kommen, ohne dass jedoch zwingende Torraumszenen zu verzeichnen waren. Die Elf von KSV-Trainer Patrick Znak tat nicht mehr als nötig war, hatte die Spielkontrolle und dadurch auch mehr Ballbesitz. Der Kevelaerer SV hatte in der 34. Minute eine große Torchance, doch ein Schuss aus kurzer Distanz verfehlte knapp das von Niklas Puff gehütete SGE-Tor.
Das Team von SGE-Coach Bernard Alijaj kam zu Beginn des zweiten Abschnitts engagiert aus der Kabine zurück und versuchte, sofort Druck aufzubauen. Die Kevelaerer verlegten sich aufs Konterspiel. In der 65. Minute vergab Christoph Gorißen die große Ausgleichschance für die SGE Bedburg-Hau, als er freistehend aus acht Metern über das Tor des KSV-Keepers Ben-Luca Ingenfeld schoss.
Wenig später scheiterte Verteidiger Martin Tekaat an Ingenfeld. In dieser Phase trat der KSV nicht als Spitzenteam auf, und die SGE hatte mehr vom Spiel. Aber die Gäste nutzten einen Konter zum 2:0, als KSV-Torjäger Maximilian Gastens (76.) mit einem Flachschuss aus etwa 18 Metern Puff überwand. Danach vergab die SGE durch den eingewechselten Julian Diedenhofen (84.) den Anschlusstreffer. Im Gegenzug knallte Robin Kaschubat (85.) unhaltbar den Ball an den Innenpfosten – ein Traumtor. Den Schlusspunkt setzte Gastens (87.) völlig unbehelligt mit einem Kopfball nach einer Flanke von links.
„Es ist jede Woche das Gleiche. Wir fangen uns immer blöde Gegentore ein. Es war wieder ärgerlich. Wir müssen den Ausgleich machen und kassieren dann aber das 0:2“, sagte SGE-Coach Alijaj enttäuscht.
KSV-Trainer Znak resümierte: „In Hälfte eins waren wir überlegen und führen verdient 1:0. In Hälfte zwei haben wir die ersten 25 Minuten geschwommen. Wir haben eine gute Bank, und alle stellen ihre persönlichen Befindlichkeiten hinten an. Wir schauen nicht auf die Tabelle und denken nur von Woche zu Woche.“