
Der 24. Spieltag der Verbandsliga Nord hält aus nordhessischer Sicht wieder einige richtungsweisende Partien bereit. Während FSV Dörnberg, TSV Wabern und FSV Wolfhagen gegen Teams aus der oberen oder unteren Tabellenzone gefordert sind, kämpfen SG Calden/Meimbressen, SC Willingen und der OSC Vellmar um wichtige Punkte im Tabellenkeller.
Furios wie im Hinspiel?
Die SG Calden/Meimbressen empfängt am Samstag Barockstadt Fulda-Lehnerz II und steht nach zwei Heimniederlagen gegen Wolfhagen und Kassel II zuletzt erneut unter Druck. Die Gastgeber brauchen nach dem 3:3 in Eiterfeld eine Steigerung, auch wenn die Auftritte der Mannschaft zuletzt trotz der Nullnummern zuhause nicht grundsätzlich schlecht aussahen. Das Hinspiel ist in Calden noch in bester Erinnerung: Damals drehte der Aufsteiger in Lehnerz ein 3:5 in ein 6:5, wobei Louis Siebert die ersten vier Treffer erzielte.
Pflichtaufgabe für HeLi
Der Lichtenauer FV bekommt es zuhause mit dem Vorletzten SV Hofbieber zu tun und steht nach zwei späten Punktverlusten unter Zugzwang. Gegen Bad Soden kassierten die Löwen den Ausgleich erst in der 90. Minute, in Eichenzell lief es ähnlich bitter. Gegen ein Team mit erst sieben Punkten ist die Ausgangslage klar, auch wenn Lichtenau zuletzt gezeigt hat, wie schmal der Grat zwischen ordentlichem Auftritt und verpasstem Sieg sein kann.
Kann Willingen nachlegen?
Für die Upländer ist das Heimspiel gegen Flieden die Chance, den Sieg beim Schlusslicht Johannesberg zu vergolden. Mit jetzt 24 Punkten hat sich Willingen etwas Luft verschafft, steht aber weiter nur im unteren Mittelfeld. Flieden kommt allerdings mit stabiler Saison und 30 Punkten, sodass der SC erneut einen sehr konzentrierten Auftritt brauchen wird.
Jetzt zählt‘s
Der OSC Vellmar geht nach dem deutlichen 0:5 in Bad Soden mit einer unangenehmen Ausgangslage in das Heimspiel gegen Britannia Eichenzell. Gegen den Viertletzten zählt aus OSC-Sicht fast nur ein Sieg, um den Abstand auf die direkten Konkurrenten nicht weiter kleiner werden zu lassen. Immerhin hatte der Verein unter der Woche mit der Verlängerung von Trainer Mario Deppe und seinem Team auf Kontinuität gesetzt, sportlich muss nun aber die passende Antwort folgen.
Klare Favoritenrolle
Die Wölfe empfangen am Sonntag das abgeschlagene Schlusslicht SG Johannesberg 1926 und alles andere als ein Heimsieg wäre eine Überraschung. Die Gastgeber seien trotzdem ausdrücklich davor gewarnt, den Gegner nur an Tabellenstand und Punktekonto zu messen. Der FSV hofft auf ein frühes Tor, um die Partie schneller in die gewünschte Richtung zu lenken. Das Hinspiel gewann Wolfhagen 5:0, zudem hat Torjäger Tjarde Bandowski mit 18 Treffern fast so oft getroffen wie Johannesberg als gesamtes Team.
Reifeprüfung auf dem Programm
Der TSV Wabern bekommt es zuhause mit Steinbach zu tun und damit mit einem direkten Team aus der Spitzengruppe. Nach dem 1:0 in Hofbieber haben die Zuckerrübenstädter Rang sieben gefestigt, nun geht es darum, gegen einen Gegner aus den Top drei zu zeigen, dass mehr als nur gesichertes Mittelfeld möglich ist. Steinbach reist als Dritter mit 42 Punkten an und wird damit zum echten Gradmesser.
Unerwartetes Spitzenspiel
Das Topspiel aus nordhessischer Sicht steigt im Bergstadion: FSV Dörnberg gegen SG Bad Soden. Die Habichtswälder sind seit der Winterpause ungeschlagen und haben bereits jetzt fast die gesamte Punkteausbeute der Vorsaison erreicht. Nun geht es gegen den Tabellenzweiten darum, die starke Entwicklung zu bestätigen – und zugleich die 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel wettzumachen.
Endet Klei/Hun/Doh‘s Winterschlaf?
Für Klei/Hun/Doh geht es nach dem klaren 0:4 bei KSV Hessen Kassel II gegen Eiterfeld/Leimbach um eine schnelle Antwort. Mit 30 Punkten stehen die Nordhessen noch im gesicherten Mittelfeld, die jüngsten Wochen waren aber wechselhaft. Gegen Eiterfeld bietet sich nun die Gelegenheit, den Abstand nach unten zu wahren und wieder etwas Ruhe in den Saisonverlauf zu bringen.