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„Keine schöne Situation – aber auch nicht so wild“

Rudelbildung nach Emmendinger Erfolg in Simonswald +++ Glottertal setzt der Negativserie ein Ende

von Jürg Schmidt (BZ) · 02.12.2024, 18:00 Uhr · 0 Leser
Nach Spielschluss wurde es noch einmal wild zwischen Emmendingern und Simonswäldern. Die Verantwortlichen zeigten sich bemüht, die Wogen zu glätten.
Nach Spielschluss wurde es noch einmal wild zwischen Emmendingern und Simonswäldern. Die Verantwortlichen zeigten sich bemüht, die Wogen zu glätten. – Foto: N.Sch

Nach dem 2:3 zwischen der SG Simonswald/Obersimonswald und dem FC Emmendingen kam es zu Rangeleien und einer Rudelbildung. Beide Seiten zeigen sich bemüht, die Wogen nach dem Vorfall zu glätten. Der SV Rot-Weiss Glottertal hatte nach fünf Niederlagen am Stück wieder Grund zum Jubeln. Köndringen rückt mit dem 2:0-Erfolg in Denzlingen auf Schlagweite zu den sicheren Plätzen.

Rudelbildung und zwei Rote Karten

Der FC Emmendingen gewann die Partie in Simonswald trotz doppelter Unterzahl mit 3:2. Die unschönen Szenen im Nachgang wollten weder SG-Trainer Jörg Klausmann noch FCE-Coach Marius Kasten allzu hoch hängen. Offenbar hatten Provokationen zwischen Publikum und Spielern zur Rudelbildung und zwei Roten Karten – eine gegen Thomas Herbstritt von der SG, eine gegen Gästespieler Luca Turk – geführt. „So etwas ist völlig unnötig“, sagte Klausmann. Kasten meinte: „Das war natürlich keine schöne Situation, aber es war auch nicht so wild.“ Die Begegnung sei eben sehr hitzig gewesen. Der Emmendinger Kapitän Christian Tabakar hatte in der 34. Minute wegen einer „Notbremse“ die Rote Karte gesehen, sein Mannschaftskamerad Celal Öncue in der 86. Minute die Ampelkarte. „Es war in der zweiten Halbzeit eine Mentalitätsfrage“, erklärte Kasten. „Wir haben gut verteidigt, unsere Nadelstiche gesetzt und erfolgreich gekontert.“ Simonswald hatte in der Schlussphase massiv auf den Ausgleich gedrängt. „Wir hatten am Ende Glück, es hätte auch Unentschieden ausgehen können“, so Kasten. Klausmann fand, dass „Emmendingen aufopferungsvoll gekämpft“ und nicht unverdient die Punkte mitgenommen habe.

Rote Karte gegen Erb Knackpunkt beim Waltershofener 3:0-Heimsieg

Der SV Blau-Weiß Waltershofen konnte mit dem 3:0-Heimsieg über Aufsteiger Königschaffhausen die „Herbstmeisterschaft“ feiern. Die entscheidende Szene ereignete sich laut Coach Giuseppe Paletta in der neunten Minute, als Gästeverteidiger Michael Erb im Laufduell Jan Bilharz zu Fall brachte und als „letzter Mann“ die Rote Karte sah. „In den ersten Minuten hatte Königschaffhausen hoch gestanden“, sagte Paletta. „Nach der Roten Karte hatten wir leichteres Spiel.“ Raul Sick und Jan Bilharz zeichneten für „drei superschöne Tore“ verantwortlich. Nach dem Seitenwechsel kamen indes keine weiteren Treffer hinzu. „Da war die Spannung schon heraus“, räumte Paletta ein. „Nun sind wir Herbstmeister, eine schöne Anerkennung für unsere Leistung.“

„Die fünf Niederlagen hatten an uns gezehrt“

Tobias Göbel, der Trainer des SV Rot-Weiss Glottertal, war nach dem 3:0-Heimsieg über Bad Krozingen erleichtert: „Die fünf Niederlagen in Folge hatten schon an uns gezehrt. Aber die Mannschaft hatte in den letzten Wochen schon gezeigt, dass sie trotz der Ergebnisse nie die schlechtere Elf war.“ In der ersten Halbzeit seien sich die Heimelf und die Kurstädter auf Augenhöhe begegnet, die zweite Runde sei klar an Glottertal gegangen. Maurice Schipper schnürte einen Doppelpack, und Joker Mirco Nopper ließ in der Nachspielzeit, als Bad Krozingen alles nach vorne warf, nach einem Konter das 3:0 folgen.

FC Freiburg-St. Georgen mit „hausgemachter Niederlage“

Mit dem 4:1-Auswärtssieg beim FC Freiburg-St. Georgen blieb Freiamt-Ottoschwanden zum fünften Mal in Folge ungeschlagen und arbeitete sich ins Mittelfeld der Tabelle. Roberto Palermo, der Trainer der Heimmannschaft, war enttäuscht: „Wir haben unser Spiel nicht auf den Platz bekommen.“ Zudem hätten sich seine Spieler zu lange mit den Entscheidungen des Schiedsrichters aufgehalten. „Dadurch waren wir oft einen Tick zu spät am Ball und am Gegner“, kritisierte der Coach. Marian Haas sorgte mit einem lupenreinen Hattrick für die 3:0-Pausenführung der Gäste. Mit einem Viererwechsel zur zweiten Halbzeit versuchte Palermo einen Impuls zu setzen, was auch gelang. St. Georgen baute enormen Druck auf, „aber wenn Freiamt-Ottoschwanden etwas gut kann, ist es Verteidigen“. Die Niederlage sei letztlich „hausgemacht“, befand Palermo.

TV Köndringen zeigt den stärkeren Siegeswillen

Tobias Müller, der Trainer des Bezirksliga-Teams des FC Denzlingen, musste diesmal einige Lücken in der Mannschaft stopfen. „Uns haben fünf Stammspieler gefehlt, und wir haben keine Verstärkungen aus dem Verbandsliga-Kader bekommen“, erklärte er. „Wir werden in dieser Konstellation nicht wieder spielen. Unseren Matchplan haben wir nicht umsetzen können.“ Die neu formierte FCD-Elf agierte gegen den TV Köndringen verunsichert und musste nach zwei Standards zwei Tore schlucken. „Die zweite Halbzeit war in Ordnung, aber Köndringen hat den Sieg mehr gewollt“, sagte Müller. Karsten Kranzer, der Spielertrainer der Trainer, bestätigte: „Wir glauben in jedem Spiel an uns, halten zusammen und geben Gas. Deshalb verlieren wir selten hoch. Diesmal hatten wir drei Alutreffer und haben einmal am leeren Tor vorbeigeschossen. In der letzten Viertelstunde war es zwar ein Kampf, um den Sieg über die Runde zu bekommen. Aber wir haben sehr geordnet in der Defensive gestanden und wenig zugelassen.“ Mit dem 2:0-Erfolg steht der TVK nur noch drei Zähler hinter dem zwölften Platz – und hat dabei noch drei Nachholspiele in der Hinterhand.