2025-12-03T05:51:34.672Z

Vom Spielfeldrand
– Foto: SV Blau-Weiß Dörpen

Keine Punkte - Borchers’ Geburtstag endet mit bitterem 0:1

Ihr habt beim letzten Spiel wieder einen dieser legendären FuPa-Liveticker verfasst oder entdeckt, bei dem man beim Lesen fast mehr schwitzt als auf dem Platz? 💦⚽
Dann meldet euch gerne bei uns, wir zaubern daraus einen feinen Spielbericht!

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Und denkt dran: Ein Foto vom Spiel geht immer, schließlich hat doch jeder ein Handy in der Tasche. Also her mit den Beweisstücken! 📸😉

Keine Punkte - Borchers’ Geburtstag endet mit bitterem 0:1

– Foto: SV Blau-Weiß Dörpen

Es gibt Spiele, bei denen man nach dem Schlusspfiff nicht so recht weiß, ob man sich ärgern oder einfach seufzen soll. Das Gastspiel der Blau-Weißen aus Dörpen in Erika-Altenberge war genau so eins. 90 Minuten lang kontrollierte Dörpen Ball und Gegner, ließ die Kugel mit der Geduld eines Uhrwerks durch die eigenen Reihen laufen, nur leider ohne, dass am Ende ein Wecker klingelte.

Zur Pause stand es 0:0, ein Ergebnis so gerecht wie unspektakulär. Die Dörpener wirkten wacher, strukturierter, manchmal sogar richtig spielfreudig. Allein: Das Tor blieb dort, wo es stand, unberührt.

Dann die 77. Minute, jener Moment, den man in Dörpen vermutlich „unnötig wie ein Sandkorn im Getriebe“ nennen wird. Erika-Altenberge nutzte eine der wenigen Chancen, brachte den Ball gefährlich vors Tor und plötzlich stand es 1:0. Nicht verdient, aber gültig.

Dörpen rannte an, wollte, kämpfte, biss und fand trotzdem kein Loch in der Mauer des Gegners. Am Ende blieb nur ein ehrliches 0:1 und das Gefühl, ein Spiel verloren zu haben, das man eigentlich nicht verlieren kann.

Kleiner Trost am Rande: Trainer Markus Borchers feierte Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch vom gesamten Team und von FuPa, auch wenn das sportliche Geschenk diesmal ausblieb.

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Herbrum macht’s mit Gefühl und Geduld

– Foto: Kroemer

Wenn der SV Herbrum zum Heimspiel bittet, dann ist das nicht immer ein Garant für Tore, an diesem Tag aber schon. Unter den wachsamen Augen von Lukas Kroemer, der den Liveticker mit der Genauigkeit eines Uhrmachers führte, lieferten die Gastgeber eine Partie ab, die man wohl als „grundsolide mit einem Schuss Spielfreude“ bezeichnen darf.

Schon nach 22 Minuten klingelte es zum ersten Mal: Kai Klinghagen nahm Maß aus 18 Metern, schlenzte den Ball in den Winkel und ließ dabei kurz den Eindruck entstehen, er habe das schon öfter so gemacht. Vorlagegeber Stephan Bohmann trug sich damit früh in die Kategorie „heimlicher Strippenzieher“ ein.

Vrees fand auch danach nicht so recht ins Spiel, mal fehlte der letzte Pass, mal die nötige Portion Überzeugung. Herbrum dagegen spielte weiter so, als hätten sie nichts gegen eine ruhige Restnachmittagsschicht. Nach der Pause wurde es allerdings kurz zäh: „Plätschert etwas vor sich hin“, notierte Kroemer im Liveticker, und das traf es ganz gut.

Doch Herbrum wäre nicht Herbrum, wenn sie nicht zum richtigen Zeitpunkt wieder aufdrehen würden. In der 74. Minute war es Stephan Bohmann selbst, der nach schöner Kombination über Dominik Ahlers und Kraft zum 2:0 einschob, das berühmte Tor zum „Deckel drauf“ war damit quasi in Arbeit.

Und als die Partie schon in den letzten Zügen lag, setzte Daniel Ahlers mit einem satten Fernschuss ins Eck noch den Punkt unter einen Nachmittag, der für Herbrum kaum besser hätte laufen können. 3:0, Heimsieg, Feierabend.

Fazit:

Ein verdienter Sieg, der so viel Glanz hatte, wie ein goldener Oktobernachmittag eben hergibt. Herbrum effektiv, Vrees bemüht und Liveticker-Mann Lukas Kroemer wie immer auf Ballhöhe.

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Mit Herz, Wut und neun Mann - TuS Lingen fällt erst spät

– Foto: Markus Meer

Es war einer dieser Tage, an denen sich der Amateurfußball in all seiner widersprüchlichen Schönheit zeigt: Hektik, Herz, Gelb-Rot und ein bisschen Philosophie. Am Ende jubelte der SV Heidekraut Andervenne über einen verdienten 4:2-Auswärtssieg beim TuS Lingen II.

Den Anfang machte Andervennes Marek Strieker, der in der 38. Minute demonstrierte, dass Größe manchmal doch ein Faktor ist. Nach einer Ecke stieg er höher als alle anderen und köpfte zum 0:1 ein. Kurz darauf wurde’s kurios: Ein missglückter Rückpass des TuS landete direkt bei Tobias Budden, der artig annahm, sich bedankte und zum 0:2 einschob.

Nach der Pause blieb es ein Spiel zwischen Absicht und Zufall. TuS kam besser rein, aber Andervenne blieb eiskalt, Philipp Lambers stellte in der 68. Minute auf 0:3. Und dann kam, was man auf Dorfplätzen „unnötig“ nennt: In der 69. und 73. Minute flogen mit Gjergji und Fatjon Hamitaj gleich zwei Lingener mit Gelb-Rot vom Platz.

Doch statt sich ihrem Schicksal zu fügen, kramte der TuS plötzlich den Trotz aus der Trikottasche. Perikli Lipe staubte in der 84. ab, Ermal Drenica verkürzte in der 87. sogar auf 2:3 und für einen kurzen Moment roch es nach Fußballwunder.

Andervenne blieb aber fair (gab sogar freiwillig einen Einwurf her, bei 3:2 Führung, Respekt!) und machte in der Nachspielzeit durch Budden den Deckel drauf. 2:4, Abpfiff. Ein Spiel, das in Erinnerung bleibt, nicht wegen technischer Finesse, sondern wegen Charakter.

Oder, wie es der Liveticker von Markus Meer so schön einwarf:

„Selbst wenn der Regen den Regenschirm vergisst, können Fische kein Fahrrad fahren, weil Mond und Brot nicht dasselbe W-Lan nutzen.“

Danke an Markus Meer für den gewohnt charmanten Ticker.

Aufrufe: 021.10.2025, 07:30 Uhr
P. M. Autor