2026-04-29T13:32:52.058Z

Spielvorbericht

Keine 02-Geschenke für den SVW

Verbandsligist SV Wiesbaden braucht dringend Zähler für den Verbleib, aber die 02er sind vor dem Donnerstag-Derby im Flow.

von Stephan Neumann · Heute, 14:00 Uhr · 0 Leser
Der SV Wiesbaden um Ruven Bertel (l., im Zweikampf mit Biebrichs John Reith) braucht im Derby bei den 02ern Zählbares für den Verbleib. 	Foto: Pia Pfeifer
Der SV Wiesbaden um Ruven Bertel (l., im Zweikampf mit Biebrichs John Reith) braucht im Derby bei den 02ern Zählbares für den Verbleib. Foto: Pia Pfeifer

Wiesbaden. Biebrich 02 gegen SV Wiesbaden - das ist ein Derby-Klassiker, der unabhängig von der aktuellen Tabellenlage immer zieht. Am Donnerstag (20 Uhr) steht die Neuauflage auf dem Biebricher Kunstrasen an: Vierter gegen Fünftletzter, das ist die Konstellation. Der SVW, der das Hinspiel nach Toren von Aidan Harney und Naoki Toyosawa 2:0 gewonnen hatten, braucht demnach jeden Zähler für den Verbleib. Während die 02er zuletzt mit einem eindrucksvollen 5:1 Tabellenführer RW Hadamar stürzten. Und damit klar unter Beweis stellten, dass sie bis zum Saisonende im Vollgas-Modus bleiben wollen - auch wenn der Abstand zu Platz zwei acht Punkte beträgt.

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Biebrich 02 hat noch Pokalsieg in Aussicht

Den „nächsten Sieg holen“ und möglichst bis zum Rundenschluss noch alle Spiele gewinnen, bleibt 02-Coach Nazir Saridogan bei seiner Vorgabe. Am 13. Mai könnten die 02er zudem im Pokalendspiel gegen den SC Klarenthal die Saison mit einem Titel krönen, der gleichzeitig die Startberechtigung für den Hessenpokal beinhaltet. Da trifft es sich gut, dass der Biebricher Trainer bis auf Philipp Offermann (hat beim Pokalhalbfinale in Erbenheim eine Armfraktur davongetragen) ansonsten personell aus dem Vollen schöpfen kann. „Das Hinspiel ging an den SVW, jetzt wollen wir gewinnen“, ist für ihn klar. Parallel dürfte die weitere Kaderplanung voranschreiten.

0:9 der Vorsaison für Sari Schnee von gestern

Im Lager des SV Wiesbaden gibt der ins Trainerteam eingebundene Sportliche Leiter Yildirim Sari die Marschroute vor: „Es bringt nichts, nur zu reagieren. Wir müssen mutig unser Spiel machen und die Derby-Mentalität leben. Unabhängig von der Tabellenlage sind das die Spiele, die immer ihre eigene Story haben.“ Das 0:9 in Biebrich kurz vor Ablauf der vergangenen Runde ist für ihn Schnee von gestern. Damals habe der Umbruch bevorgestanden, aus der Aufstellung seinerzeit sei fast kein Spieler mehr dabei. In der Realität der Gegenwart kommen die Kniebeschwerden von Stürmer Julian Bill ungelegen. Galionsfigur Saki Nakos fehlt verletzungsbedingt bereits geraume Zeit. Bleibt abzuwarten, ob es für ein Comeback im Liga-Finish reicht. Davon abgesehen spielt Aidan Harney im zentralen Mittelfeld bislang eine starke Runde. Nicht nur aufgrund der acht Treffer des 20-jährigen US-Amerikaners, bei dem Sari gute Chancen für den Verbleib beim Sportverein sieht.