
Am 27. Spieltag der Landesliga Württemberg, Staffel 1 haben die Abendspiele das Tabellenbild spürbar geschärft. Im Gipfeltreffen zwischen FV Löchgau und SKV Rutesheim verteidigte der Spitzenreiter seinen Vorsprung, weil aus einem 0:2 noch ein 2:2 wurde. SV Leonberg/Eltingen setzte mit dem klaren Auswärtssieg in Heimerdingen ein gewaltiges Zeichen und schob sich nach vorn. Und SpVgg Satteldorf atmete im Keller auf, während Sport-Union Neckarsulm einen bitteren Abend erlebte. Drei Spiele, drei sehr unterschiedliche Geschichten – und jede davon trug Gewicht.
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Das Spitzenspiel hielt, was die Tabelle versprach. SKV Rutesheim setzte in Löchgau zunächst die klareren Akzente und belohnte sich durch Laurin Stütz, der in der 22. Minute das 0:1 erzielte. Kurz vor der Pause folgte der nächste Stich: Wieder Laurin Stütz traf in der 44. Minute zum 0:2. Der Tabellenführer schien damit auf dem Weg zu einem womöglich vorentscheidenden Auswärtssieg.
Doch FV Löchgau schlug direkt nach der Pause mit großer Wucht zurück. Furkan Yumurtaoglu verkürzte in der 55. Minute auf 1:2, nur eine Minute später fiel bereits das 2:2. Für Rutesheim reichte der Punkt, um mit nun 63 Zählern weiter vor Löchgau zu bleiben. Für die Gastgeber blieb die Gewissheit, im Titelrennen weiter mit aller Kraft dabei zu sein.
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Für Sport-Union Neckarsulm wurde es ein Abend zum Vergessen. Gegen die abstiegsbedrohte SpVgg Satteldorf kam die Heimelf nie in den Fluss und geriet noch vor der Pause entscheidend ins Hintertreffen. In der 39. Minute brachte David Paulo die Gäste mit 0:1 in Führung. Nur vier Minuten später erhöhte Lenni Ebert in der 43. Minute auf 0:2 – ein Doppelschlag, der Neckarsulm schwer traf.
Nach der Pause fand Satteldorf die passende Mischung aus Disziplin und Widerstand. Neckarsulm blieb ohne Tor, stattdessen sah Darius-Constantin Tieranu in der 78. Minute Gelb-Rot. Für Satteldorf ist dieser Auswärtssieg enorm wertvoll: Die Mannschaft steht nun bei 31 Punkten und verschafft sich neue Hoffnung im Kampf um den Klassenverbleib. Neckarsulm bleibt bei 38 Punkten und verpasste die Chance, sich weiter nach oben abzusetzen.
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Was als wichtiges Heimspiel für TSV Heimerdingen 1910 begann, endete in einem völligen Zusammenbruch. SV Leonberg/Eltingen schlug kurz vor der Pause eiskalt zu: Axel Weeber traf in der 35. Minute zum 0:1, nur zwei Minuten später erhöhte Marco Seufert in der 37. Minute auf 0:2. Damit war die Richtung des Abends klar vorgegeben.
Nach dem Seitenwechsel zerfiel Heimerdingen endgültig. Ennio Ohmes traf in der 55. Minute zum 0:3, Patrik Hofmann legte in der 59. Minute das 0:4 nach. Den Schlusspunkt setzte erneut Ennio Ohmes mit dem 0:5 in der 87. Minute. Für Leonberg/Eltingen ist dieser Kantersieg ein starkes Signal, weil die Mannschaft auf 41 Punkte springt. Heimerdingen bleibt bei 35 Zählern und musste einen Abend erleben, der in seiner Härte nachwirkt.
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Für TSV Ilshofen war das 2:5 in Rutesheim ein Rückschlag, nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern auch wegen der Roten Karte vor der Pause. Mit 42 Punkten ist Ilshofen zwar Vierter, doch nach oben droht der Anschluss abzureißen. Gegen SV Kaisersbach ist deshalb eine klare Reaktion gefragt.
Die Gäste feierten mit dem 5:1 gegen Weinstadt einen wuchtigen Hoffnungsschimmer, bleiben mit 18 Punkten aber tief im Keller. Kaisersbach braucht weiter dringend Siege, um das Wunder überhaupt denkbar zu halten. Gerade das macht diese Partie gefährlich für Ilshofen: Der Favorit steht unter Zugzwang, der Außenseiter kommt mit neuem Mut und nichts mehr zu verlieren.
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TSG Öhringen holte beim 1:1 in Schwäbisch Hall einen Punkt und steht mit 41 Zählern weiter in Reichweite der oberen Plätze. Ganz nach vorne dürfte es schwer werden, doch die Saison bleibt stark genug, um noch mit Nachdruck nachzulegen. Zuhause gegen TSV Crailsheim zählt deshalb nur ein Sieg.
Crailsheim verlor zuletzt 1:3 gegen TV Oeffingen und steckt mit 33 Punkten in einer unangenehmen Lage. Die Mannschaft braucht Abstand nach unten, darf sich aber in Öhringen keinen schwachen Auftritt erlauben. Für die Gastgeber ist es ein Spiel um den Anschluss nach oben, für die Gäste eines gegen die Unruhe von unten. Diese gegensätzlichen Ziele versprechen einen spannenden Nachmittag.
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TV Oeffingen hat mit dem 3:1 in Crailsheim ein wichtiges Zeichen gesetzt und sich auf 35 Punkte verbessert. Der Blick nach unten ist trotzdem noch nicht entspannt genug, um nachzulassen. Ein Heimsieg gegen die SGM Krumme Ebene am Neckar wäre deshalb enorm wichtig, um den Abstand auf die Abstiegszone zu vergrößern.
Für die SGM Krumme Ebene am Neckar ist die Lage dramatisch. Das 0:0 gegen Heimerdingen brachte zwar einen Punkt, aber mit 16 Zählern bleibt nur wenig Raum für Hoffnung. Jeder weitere Spieltag ohne Sieg macht die Mission Klassenerhalt fast unmöglich. Oeffingen ist favorisiert, doch für die Gäste ist es längst jedes Wochenende ein kleiner Überlebenskampf.
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SG Weinstadt erlebte beim 1:5 in Kaisersbach einen bitteren Nachmittag und steht nun nur noch bei 34 Punkten. Gerade defensiv wirkte die Mannschaft erschreckend anfällig. Zuhause gegen SSV Schwäbisch Hall braucht es nun eine sichtbare Antwort, denn die Tabelle lässt keinen Raum für Nachlässigkeit.
Schwäbisch Hall kam gegen Öhringen nicht über ein 1:1 hinaus und steht mit 38 Punkten leicht besser da. Die Gäste können mit einem Auswärtssieg einen großen Schritt in Richtung gesicherter Mittelfeldzone machen. Für Weinstadt geht es dagegen um viel mehr als nur Wiedergutmachung: Es geht darum, die Saison nicht noch in eine echte Abstiegsangst kippen zu lassen.
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SG Schorndorf ließ beim 1:1 in Satteldorf Punkte liegen und musste zudem eine Rote Karte hinnehmen. Mit 47 Punkten ist die Mannschaft zwar weiter Dritter, doch nach vorne wird die Luft dünner. Gegen GSV Pleidelsheim braucht Schorndorf deshalb einen Heimsieg, um den Kontakt zur Spitzengruppe nicht endgültig zu verlieren.
Pleidelsheim kassierte beim 2:5 gegen Löchgau die nächste Niederlage und bleibt bei 28 Punkten hängen. Die Lage ist ernst, auch wenn rechnerisch noch vieles offen ist. Für die Gäste ist jeder Punkt inzwischen Gold wert. Schorndorf hat die bessere Tabelle, Pleidelsheim den größeren Druck. Gerade solche Spiele werden im Saisonendspurt oft zu Nervenproben.
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