2026-03-25T14:09:28.761Z

Spielbericht

„Kein prickelndes Derby“ – Tölzer Stadtderby endet Remis

Keine Tore im Derby

von Hans Demmel · Heute, 13:00 Uhr · 0 Leser
Stadtderby: Eine der wenigen Chancen im Spiel, doch SV-Angreifer Jonas Lützel kommt nicht an den Ball.  FOTO: HANS DEMMEL
Stadtderby: Eine der wenigen Chancen im Spiel, doch SV-Angreifer Jonas Lützel kommt nicht an den Ball. FOTO: HANS DEMMEL – Foto: Hans Demmel

Vor 300 Zuschauern trennen sich die Lokalrivalen 0:0. Beide Trainer sind enttäuscht vom kraftlosen Auftritt ihrer Teams.

TSV Grünwald II – SG Gaißach/Wackersberg-Arzbach 5:0 (3:0) – „Die Niederlage war zwar verdient, aber sicher nicht in der Höhe“, gab Matthias Beutelrock, der Co-Trainer der Isarwinkler, zu Protokoll. Dabei wollte er seiner Truppe gar keine Vorwürfe machen, denn sie hätten sich alle bemüht: „Vor allem ist der Kunstrasen in Grünwald ein ganz anderer, als wir ihn gewohnt sind.“ Der komme einer technisch versierten Mannschaft wie den Hausherren sehr entgegen. Zwei individuelle Fehler und einmal Pech hätten zum Halbzeitstand von 0:3 geführt.

Es war Thomas Hammerl, der im zweiten Durchgang zur tragischen Figur wurde. Zweimal hatte er kurz nach dem Seitenwechsel die Chance, den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch zuerst schaffte er es nicht, aus aussichtsreicher Position den Grünwalder Torhüter zu überwinden. Nur kurze Zeit später wurde die Kugel nach einem Eckball noch auf der Linie von einem Feldspieler geklärt. Nachdem die Gastgeber zwischenzeitlich auf 4:0 erhöht hatten, verschoss Hammerl sogar noch einen Strafstoß. „Wir haben an diesem Tag kein Glück gehabt“, so der Co-Trainer: „Jeder 50:50-Ball ist beim Gegner gelandet.“

SC Rot-Weiß Bad Tölz – SV Bad Tölz 0:0 Auch das zweite Tölzer Stadtderby der Saison endete mit einem torlosen Unentschieden. Den Sieg hatte keine Mannschaft wirklich verdient. Im Treffen der beiden Traditionsvereine fehlten vor 300 Zuschauern nicht nur das Salz in der Suppe, sondern auch der Pfeffer.

Coach Adrian Ackermann war überzeugt, dass die Rot-Weißen das bessere Team waren, allerdings sei wenig Zwingendes herausgesprungen. Die Aktionen auf beiden Seiten hätten „etwas kraftlos“ gewirkt. Sehenswert waren zwar einige kraftvolle Antritte von Allicious Navo, aber auch er konnte keine Aktion zum erwähnenswerten Abschluss bringen.

Der Mangel an Torchancen lag auch an einem konsequenten Abwehrverhalten auf beiden Seiten. So entsprang im ersten Abschnitt die einzig wirkliche Möglichkeit einer Standardsituation. Moriz Hohenreiter zirkelte einen Freistoß aus knapp 30 Metern auf das Tor der Gastgeber. Torsteher Adrian Kabashi begab sich mit einer Flugeinlage in Richtung Spielgerät und lenkte die Kugel mit den Fingerspitzen über die Querlatte.

Nach Wiederbeginn fiel dann doch ein Tor. Eine Hereingabe von der rechten Seite schob Philipp Leiter über die Linie. Schiedsrichter Julian Spies verweigerte der SV-Führung wegen Abseitsstellung jedoch die Anerkennung. Bald hätten kurz vor Spielende die Hausherren gejubelt: Ein Kopfball von Benedikt Rinshofer im Anschluss an eine Ecke landete jedoch an der Latte. SV-Coach Thomas Gärner kommentierte: „Kein prickelndes Derby, mit einem Ausgang, der keinem richtig weiterhilft. Aber damit müssen wir leben.“