
Am Sonntag geht es für Ratingen 04/19 wieder in ein Testspiel – sicherlich eine Wohltat, nachdem die Partie am Mittwoch vor einer Woche gegen den DV Solingen wegen dessen kurzfristiger Absage ausfallen musste und das Trainingslager am vergangenen Wochenende ohne Spiel geplant war. Nun tritt der Oberligist um 13 Uhr beim SV Bergisch Gladbach an – eine Anstoßzeit, die Damian Apfeld zwar als „ungewöhnlich“ bezeichnet, aber darin auch keine Probleme sieht.
Der 04/19-Cheftrainer wird in der Partie beim Oberligisten vom Mittelrhein weiter auf die angeschlagenen Stürmer Cem Sabanci (Zerrung) und Ali Hassan Hammoud (Muskelfaserriss) verzichten müssen, immerhin sind beide inzwischen wieder im Lauftraining. „Cem spürt noch ein leichtes Ziehen, da müssen wir noch aufs Bremspedal treten, aber ich hoffe, dass ich beide nächste Woche wieder auf den Platz bekomme“, berichtet Apfeld. Dann steht am Mittwochabend noch das Testspiel gegen Oberliga-Absteiger Sportfreunde Niederwenigern an (19.45 Uhr, Sportpark Götschenbeck), am Sonntag darauf gibt es mit der ersten Runde im Niederrheinpokal das erste Pflichtspiel beim A-Ligisten FC Sterkrade.
Ein wenig Sorgen bereitet Apfeld der Zustand von Guiliano Zimmerling. Der Zugang von ETB Schwarz-Weiß Essen, im letzten Testspiel beim 2:0-Sieg bei Landesligist TuRU Düsseldorf noch Schütze des 1:0, laboriert an einer Kapselverletzung am Zeh. „Das ist leider eine längere Geschichte, die er schon seit der Vorbereitung letztes Jahr hatte, als ich noch sein Trainer beim ETB war“, erzählt Apfeld und ergänzt: „Er kommt jetzt noch mal ins MRT, um zu checken, was es genau ist.“
Aus dem Trainingslager vom vergangenen Wochenende kann der 04/19-Chefcoach berichten: „Das war ein gutes Miteinander. Wir hatten auch eine ordentliche Intensität, gar nicht so in der Spitze, aber vom Umfang her. Das ist für Oberliga-Spieler schon etwas ungewohnt, wenn sie nach einer zweistündigen Einheit sehr wenig Zeit zum Regenerieren haben, bevor sie wieder auf dem Platz stehen. Alle waren am Ende platt, aber alle 18 Feldspieler und drei Torhüter konnten durchziehen.“
Was dabei noch nicht auf dem Plan stand: Mannschaftsrat und Kapitän ernennen. „Das wird erst nächste Woche ein Thema“, kündigt Apfeld an und erklärt: „Dafür war mir das Wochenende zu wichtig, um es zu nutzen für den Zusammenhalt. Wir haben dafür noch genügend Zeit und ja noch ein paar Einheiten, um zusammenzuwachsen und dann die richtige Entscheidung zu treffen.“
Was für ihn einen Kapitän ausmacht, erklärt der Trainer so: „Er soll eine Mannschaft gut führen können, einen guten Zugang zu allen Spielern, ob jung oder älter, haben, ein Stückweit Leader sein – viel auf dem Platz stehen, wäre auch nicht so verkehrt. Das sind so die Hauptattribute.“ Wichtig aber vor allem: „Er muss auch Verantwortung auf und neben dem Platz übernehmen, speziell in Phasen, in denen es mal nicht so gut läuft. Im Moment sind wir in einer Phase, in der die Stimmung gut ist, wir die Vorbereitung noch nicht satt haben und alle glücklich sind. Aber es wird auch Phasen geben, in denen wir Entscheidungen treffen müssen und Spieler unzufrieden werden. Dann muss auch aus der Mannschaft, von den Führungsspielern, etwas kommen, nicht nur vom Trainerteam.“ Damit ist die Stellenbeschreibung für das Kapitänsamt in Ratingen klar.
