
In der Saison 2024/25 stand Christopher Sander erstmals in seiner Laufbahn als Nummer eins das Tor seines Herzensvereins SV Westfalia Rhynern. Nachdem im Sommer aber Christopher Balkenhoff von der SG Bockum-Hövel verpflichtet wurde, rückte der 39-Jährige wieder ins zweite Glied und stand in der laufenden Spielzeit nur in den Pokalwettbewerben sowie in Testspielen zwischen den Pfosten.
Im kommenden Sommer werden sich die Wege von Rhynern und "Katze" Sander nach vier Jahren schließlich trennen. "Ich bin nicht dafür gemacht, auf der Bank zu sitzen. Ich habe den klaren Anspruch am mich, die Nummer eins zu sein. Und da das in Rhynern nicht mehr geht, werde ich den Club nach dieser Saison mangels Spielzeiten verlassen", erklärt der 121-fache Oberliga-Schlussmann im "Westfälischen Anzeiger".
Sander hatte seinen Jugendverein 2010 für RW Mastholte verlassen. Es folgten Stationen in der Regional- und Oberliga beim SV Lippstadt 08 (2012-2014), SC Roland Beckum (2014-2016) und in der Landesliga beim SV Hilbeck (2016-2021). Über A-Kreisligist SV Langschede landete er 2022 als Nummer zwei hinter Alexander Hahnemann wieder in Rhynern.
"Der Abgang von Katze ist bitter für die Mannschaft und für uns als Trainer. Das tut uns sehr weh. Aber er will mehr spielen, daher muss man das akzeptieren", sagt Rhynerns Trainer und Sportlicher Leiter David Schmidt. "Ich denke, aktuell haben wir mit diesen beiden gleichstarken Keepern das beste Duo der Oberliga. Wir suchen jetzt einen jungen Nachfolger, der die nötige Qualität mitbringt. Aktuell ist die Position noch offen."
Wo es für "Katze" Sander ab Sommer sportlich weitergehen wird, ist noch offen. Ein Karriereende ist für den 39-Jährigen aber keine Option. "Ans Aufhören habe ich keinen Gedanken verschwendet. Es wird woanders weiter gehen." Westfalia Rhynern wird er allerdings für immer verbunden sein. "In Rhynern bin ich groß geworden. Das ist mein Verein. Und daran wird sich auch nie etwas ändern."