
Die SpVgg Unterhaching braucht im Abstiegskampf Verstärkungen, hat aber kein Geld. Wird Karim Adeyemi erneut zum „Sponsor“ der Vorstädter?
München/Unterhaching – Die Aussichten in der Vorstadt sind vor dem Rückrundenstart nicht besonders rosig. Die Spielvereinigung startet als Tabellenletzter in die am Samstag beginnende Rückrunde der 3. Liga. Sechs Punkte fehlen vor dem Heimspiel gegen die 2. Mannschaft von Borussia Dortmund bis zum ersten Abstiegsplatz.
Geld für Neuzugänge haben die Hachinger nicht. Heiko Herrlich, seit Anfang des Jahres als Trainer im Amt, rechnet nicht mehr mit Verstärkungen. Sportdirektor Markus Schwabl deutete am Donnerstag zumindest an, es sei „im Bereich des Möglichen, dass noch was passiert“.
Bis Saisonende sollen Manfred Schwabl und Co. nach Willen des Aufsichtsrats vermeintlich zwei Millionen Euro einsparen. Nach jetzigem Stand der Dinge kommen eigentlich nur Nachwuchsspieler vom neuen Kooperationspartner FC Bayern als Neuzugänge infrage. Oder der Klub kommt anderweitig unverhofft zu Geld.
Und da könnte Karim Adeyemi ins Spiel kommen. Der vierfache A-Nationalspieler des DFB mit einem Marktwert von 35 Millionen Euro steht angeblich auf der Wunschliste des SSC Neapel. Topstar Khvicha Kvaratskhelia steht unmittelbar vor einem Wechsel zu Paris St. Germain und hat seinen Abgang bereits via Social Media angekündigt. Laut Medienberichten kassiert der italienische Meister von 2023 zwischen 70 und 80 Millionen für den Georgier und ist auf der Suche nach Ersatz.
Kommt Adeyemis Transfer nach Süditalien zustande, profitiert wohl auch erneut die SpVgg Unterhaching. Manfred Schwabl hat 2018 bei Adeyemis Abgang zu RB Salzburg 2018 eine Weiterverkaufsklausel ausgehandelt. Beim Wechsel des 22-Jährigen im Sommer 2022 von der Mozartstadt ins Ruhrgebiet war der Klub bereits mit 22,5 Prozent an dessen Weiterverkauf beteiligt und hat geschätzt 6,75 Millionen Euro kassiert.
Entscheidet sich der Außenstürmer für einen Tapetenwechsel bis zum Ende der Transferperiode, dürften bei den Vorstädtern wieder die Kasse klingeln. Allerdings berichtet die Gazzetta dello Sport, Adeyemi könnte sich frühestens im Sommer einen Umzug vorstellen. Schon nach der vergangenen Saison gab es Interesse aus Italien. Damals buhlte Juventus Turin vergeblich um den Flügelflitzer.