
Tolle Kulisse: Knapp 700 Zuschauer sehen den nächsten Schritt in Richtung Wiederaufstig in die Landesliga - Kanone für Torschützenkönig Manuel Detmar.
Kaufering - Die Superserie von Bezirksliga-Schwaben-Vizemeister VfL Kaufering geht weiter. Die Jungs von Trainer Alex Wagner (35) blieben am Mittwoch im 20. Pflichtspiel in Folge ungeschlagen – und dürfen weiter vom Aufstieg in die Landesliga träumen. Vor der tollen Kulisse von 700 Zuschauern gewann Kaufering das Erstrunden-Relegationsspiel gegen den Landesliga-15. FC Ehekirchen mit 2:1 und machte damit den nächsten Schritt in Richtung Wiederaufstieg. Schon mit einem Unentschieden im Rückspiel am Samstag wäre die nächste, die entscheidende Runde erreicht. Gegner aller Voraussicht nach Bezirksliga Nord-Vizemeister VfR Neuburg/Donau, der zeitgleich 4:1 gegen den SSV Niedersonthofen gewann.
Vor dem Sieg (dem 17. seit dem 21. September 2025) gab’s erst mal drei Verabschiedungen: Für den Ex-Landsberger Verteidiger Noel Simonek („Kampfsport-Pause“), Ben Schulz (zurück in die fränkische Heimat) und Marco Duran (Karriereende) gab’s Erinnerungs-Fotos und viel Applaus. Noch mehr Beifall allerdings bekam der Stürmer, der mit 40 Torbeteiligungen wesentlichen Anteil an der Super-Saison des Vfl hatte: Manu Detmar bekam vom sportlichen Leiter Uli Stengelmair die Torjäger-Kanone für den mit 26 Treffern erfolgreicchsten Torschützen der schwäbischen Bezirksliga Süd überreicht.
Gegen Ehekirchen ging der Ex-Landsberger dann zwar leer aus, doch da sprangen zwei in die Bresche, die sich zuletzt auch immer wieder in die Torschützenliste eingetragen hatten und das Spiel mit einem Doppelschlag innerhalb von 60 Sekunden drehten. Und das völlig verdient.
Dabei hätte die Partie nicht schlecher für die Gastgeber beginnen können: Schon nach drei Minuten führte Ehekirchen nach eiener Ecke mit 1:0 - und das auch noch durch ein Eigentor von Stürmer Niki Neuhaus. Man hatte in der Folgezeit aber nie das Gefühl, dass der Landesligist für Kaufering eine Nummer zu groß ist. Im Gegenteil: Die Gäste versuchten, das 1:0 zu verwalten, „nahmen gar nicht ehr am Spiel teil“, wie Denklingens Ex-Coach Markus Ansorge erkannte. Kaufering kam immer besser ins Spiel und zu den besseren Torchancen.
Nach einer guten Stunde konnte die VfLer endlich Kapital aus ihrer Überlegenheit schlagen. In der 61. Minute glich Domi Danowski nach einer Schwabbauer-Ecke per Kopf aus, eine Minute später schoss Basti Dillinger (mit 15 Treffern übrigens auf Platz fünf der Bezirksliga-Torschützenliste) mit einem feinen Tor, wie er es zuletzt schon beim 8:2 gegen Langerringen erzielt hatte, Kaufering zum hochverdienten Sieg. Eine starke Parade von Keeper Michi Wölfl noch bei einem 20-Meter-Freistoß von FC-Kapitän Nicolas Ledl, dann war die erste Relegationshürde nach anfänglichem Zittern letztlich souverän genommen
„Jetzt packen wir’s doch noch“, war sich Torschütze Danowski sicher. „Wir haben in der Halbzeitpause gesagt, wenn wir das 1:1 machen, machen wir auch das 2:1. Genauso ist es gekommen.“
Trainer Alex Wagner, noch immer ohne Niederlage: „Das war ein heißer Fight. Man hat gesehen, dass die Jungs unbedingt gewinnen wollen. wollen. Sie haben sich durch das unglückliche Eigentor nicht aus der Ruhe bringen lassen und sich mit den Toren belohnt.“ Sein Resümee: „Wir waren die klar bessere Mannschaft – ein großes Kompliment an die Truppe.“ Wagner weiß natürlich auch: „Noch können wir uns von diesem Sieg nichts kaufen.“ Nächste Station: Am Samstag (Anpfiff: 16 Uhr) die Elektro Schmaus-Arena in Ehekirchen. Da heißt’s für den VfL: Dem Landesligisten den Stecker ziehen…