
Mit Tempo über die Außenbahn, viel Leidenschaft und klaren Zielen: Katharina Kupfer prägt die Erfolgsserie des FSV Babelsberg 74 und spricht über ihre Motivation, ihren Verein und ihre sportlichen Ambitionen.
Überraschung bei der Auszeichnung
Mit dem Titel der FuPa-Spielerin der Woche hatte Katharina Kupfer nicht gerechnet. „Dankeschön! Gerechnet habe ich damit nicht, freue mich aber natürlich trotzdem sehr darüber“, sagt die 24-Jährige, die mit ihrer Leistung beim 5:0-Sieg des FSV Babelsberg 74 beim SC Oberhavel Velten in der Frauen-Landesliga auf sich aufmerksam machte.
Geduld als Schlüssel zum Sieg
Zwei Treffer steuerte Kupfer zum deutlichen Erfolg bei. Entscheidend war aus ihrer Sicht vor allem die kollektive Haltung. „Wir sind als Mannschaft geduldig geblieben, besser aus der Halbzeit gekommen und haben dann vor allem zu Beginn der zweiten Hälfte unsere Chancen besser genutzt“, erklärt sie. Dieser konsequente Auftritt sorgte für die Grundlage, um am Ende souverän drei Punkte einzufahren.
Tore mit Tempo und Schnittstellenpässen
Gefragt nach ihrer Lieblingsart, Treffer zu erzielen, antwortet Kupfer präzise: „Am liebsten erziele ich meine Tore durch Pässe in die Schnittstellen oder ich ziehe selbst mit Tempo von außen in den Strafraum und schließe dann ins kurze oder lange Eck ab.“ Ihre Geschwindigkeit und ihr Mut im Eins-gegen-eins machen sie auf der Außenbahn zu einer ständigen Gefahr für jede Abwehr.
Ein Verein, der mehr als Fußball bedeutet
Der FSV Babelsberg 74 ist für Kupfer weit mehr als nur ein Verein. „Auf jeden Fall das familiäre Umfeld. Man kommt gerne zum Training und merkt einfach, dass der Verein über das rein Sportliche hinausgeht“, betont sie. Dieses Gefühl von Gemeinschaft und Nähe prägt das Klima und ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Teams.
Von Ronaldo inspiriert
Einen klaren Lieblingsspieler nennt sie nicht, dennoch hat sie in ihrer Jugend genau hingeschaut, wer sie inspiriert. „Früher fand ich Ronaldo sehr inspirierend aufgrund seines Ehrgeizes und seiner Disziplin“, erklärt sie. Eigenschaften, die sie selbst auch in ihr Spiel einbringen möchte: kompromisslose Arbeit an sich selbst, gepaart mit Leidenschaft für den Sport.
Stärken auf der Außenbahn
Ihre Position hat Kupfer längst gefunden. „Am liebsten spiele ich auf der Außenbahn. Zwischenzeitlich hatte ich auch mal im Zentrum und Sturm gespielt, aber auf der Außenbahn fühle ich mich definitiv am wohlsten“, sagt sie. Dort kann sie ihre Schnelligkeit und ihr Gespür für Räume am besten ausspielen.
Klares Ziel: Titel verteidigen und aufsteigen
Mit Blick auf die aktuelle Saison in der Frauen-Landesliga ist der Anspruch deutlich. „Wir wollen auf jeden Fall unseren Landesmeistertitel verteidigen und – nachdem es die letzten beiden Jahre leider nicht geklappt hat – den Aufstieg wieder in Angriff nehmen“, formuliert Kupfer selbstbewusst. Der zweite Tabellenplatz unterstreicht, dass das Team auf dem richtigen Weg ist.
Persönliche Ambitionen für die Zukunft
Doch Kupfer denkt auch über die Saison hinaus. „Zusammen mit der Mannschaft möchte ich die Ziele, die wir uns gesteckt haben, erreichen und mich persönlich weiterentwickeln. Ich möchte nochmal Regionalliga spielen und natürlich verletzungsfrei bleiben“, erklärt sie. Der Ehrgeiz, sich weiter zu verbessern, ist ihr auch mit 24 Jahren nicht abhandengekommen.
Kreative Hobbys als Ausgleich
Neben dem Fußball findet Kupfer Ausgleich in kreativen Tätigkeiten. „Neben dem Sport mache ich viele kreative Dinge. Ich häkel, stricke und backe sehr gerne und kann mich für Vieles in diese Richtung begeistern“, erzählt sie. Dieser kreative Ausgleich abseits des Rasens ist für sie ein wichtiger Teil ihres Alltags.
Studium als zweite Leidenschaft
Auch beruflich verfolgt sie ambitionierte Ziele. „Ich habe Ernährungswissenschaften studiert und mache derzeit meinen Master in Public Health, Exercise and Nutrition an der Uni Potsdam“, sagt sie. Damit verbindet sie sportliche Leidenschaft mit wissenschaftlichem Interesse – eine Kombination, die ihre Zukunft weit über den Fußballplatz hinaus prägen wird.
Eine Spielerin mit klarer Haltung
Katharina Kupfer steht für Tempo, Einsatzbereitschaft und Zielstrebigkeit – sowohl auf als auch neben dem Platz. Ihre Wahl zur FuPa-Spielerin der Woche ist das Ergebnis harter Arbeit, aber auch Ausdruck der besonderen Rolle, die sie beim FSV Babelsberg 74 einnimmt. Mit ihrem familiären Verein im Rücken und klaren Zielen vor Augen ist sie bereit, die nächsten Schritte zu gehen – und vielleicht schon bald wieder in der Regionalliga aufzulaufen.