
Besonders weil mit dem FC Kray und PSV Wesel zwei direkte Tabellenkonkurrenten aktuell ein klares Formhoch durchlaufen, geriet der SC Werden-Heidhausen zu Hause gegen die DJK SF Katernberg durchaus in die Bredouille. Besonders ein kurioser Siegtreffer und stark aufgelegter Torhüter sicherten dem Aufsteiger den Heimsieg.
Nachdem in den Anfangsminuten die ganz großen Chancen ausblieben, brach ein Steilpass in die Spitze zu Christopher Löffler den Bann. Der 28-Jährige musste aus spitzem Winkel nur noch Marcel Niehaus überwinden und tat dies mit einem platzierten Abschluss ins Eck (17.). Dabei sollte es aber nicht lange bleiben. Melih Bulut leistete sich in Bedrängnis einen haarsträubenden Fehlpass, der unfreiwillig Jamal Werner auf die Reise schickte. Dieser blieb vor Jan Unger cool und sorgte für den Ausgleich (22.). Die Gäste verteilten damit aber nicht das letzte Geschenk. Nachdem ein abgefälschter Ball in hohem Bogen Richtung Tor flog, schien dies leichte Beute für Unger. Doch der Schlussmann ließ das Leder unverhofft durch die Finge rutschen. Antoine Feld stand goldrichtig und bugsierte den Ball aus kurzer Distanz nur noch über die Linie (29.). Sein Gegenüber machte es kurz vor Halbzeitpfiff deutlich besser, indem er gegen Julian Fischer herausragend parierte (45.). Der Schlussmann zeigte auch nach dem Seitenwechsel noch einmal seine Klasse, vereitelte aus kurzer Distanz gegen Luca Campe (64.).
Für weitere Treffer war die Partie schließlich nicht mehr gut. Die zwei dicken Schnitzer Katernbergs entschieden somit die Partie. Für Cheftrainer Sascha Hense stand fest: "Diese Niederlage ist komplett unverdient", ärgerte er sich gegenüber der WAZ. "Werden hat sich aus dem Spiel heraus nicht eine Torchance eigenständig herausgespielt. Alle Tormöglichkeiten haben wir denen hergegeben. Auch die Tore passieren durch individuelle Fehler von uns, da haben sie überhaupt nichts für getan, außer darauf zu spekulieren."
Danny Konietzko, Cheftrainer von Werden-Heidhausen ordnete das Geschehen etwas weniger eindeutig ein: "Am Ende hat Katernberg auch sehr gute Torchancen, die sie nicht nutzen. Wir hatten heute einfach auch einen überragenden Torwart. Was Marcel heute gehalten hat, war sensationell."
Mit dem goldenen Händchen ihres Schlussmanns durchbricht Werden-Heidhausen die vorausgegangene Durststrecke von sieben Spielen ohne eigenen Sieg. In den verbliebenen Saisonspielen wird die Konietzko-Elf in jedem Fall aber noch nachlegen müssen. Eine große Gelegenheit bietet sich dazu am kommenden Sonntag bei Schlusslicht Rhenania Bottrop.
SC Werden-Heidhausen – DJK Sportfreunde Katernberg 13/19 2:1
SC Werden-Heidhausen: Marcel Niehaus, Jakob Schneider, Niklas Cirkovic, Lennart Paul Richard Konietzko, Laurens Elias Grünewald, Björn Homberg, Moritz Alexander Stöber (78. Padra Peyvandi), Max Richter (90. Gianluca Carlo Nava), Antoine Pierre Feld (75. Tobias Alexander Jerghoff), Jamal Daniel Werner (93. Rene Werner), Justus Morten Becker (83. Jacob Hans Mertes) - Trainer: Danny Konietzko
DJK Sportfreunde Katernberg 13/19: Jan Unger, Dominik Hendricks, Nils Unger, Kerron Oteng-Adjei, Alharth Aljassem (46. Marcel Welscher), Luca Campe, Christopher Löffler (55. Timm Florian Bungert), Melih Bulut, Maurice Tavio Y Huete (71. Joel Wyputa), Nick Hillmann (51. Yves Busch), Jeremy Metzler - Trainer: Sascha Hense
Schiedsrichter: Kevin Zitzen (Mönchengladbach) - Zuschauer: 110
Tore: 0:1 Christopher Löffler (17.), 1:1 Jamal Daniel Werner (22.), 2:1 Antoine Pierre Feld (29.)