2026-03-13T07:45:35.464Z

Allgemeines

Kastrati fordert Fokus – will Träumereien aber nicht verbieten

Der Oberligist SC St. Tönis ist am Sonntag beim ETB Schwarz-Weiß Essen gefordert, bevor am Mittwoch das Halbfinale im FVN-Pokal ansteht. Der Coach bleibt angesichts möglicher Ablenkungen aber gelassen. Derweil steht der erste Zugang zur neuen Saison fest.

von RP / Uwe Worringer · Heute, 08:00 Uhr · 0 Leser
Der SC St-Tönis steht vor entscheidenden Duellen
Der SC St-Tönis steht vor entscheidenden Duellen – Foto: Jens Terhardt

In der Oberliga steht der SC St. Tönis vor der nächsten anspruchsvollen Aufgabe. Die Blau-Gelben sind beim ETB SW Essen zu Gast, der sich in den vergangenen Wochen gut präsentierte und nach drei Siegen in Folge erst am vergangenen Spieltag vom KFC Uerdingen gestoppt wurde. Auch der Sportclub musste zuletzt eine Niederlage hinnehmen, zeigte aber beim 2:3 gegen die am Ende glücklichere SpVg. Schonnebeck über weite Strecken eine ansprechende Leistung. Kann das Team von Trainer Bekim Kastrati daran anknüpfen, ist am Uhlenkrug durchaus etwas zu holen, um den Platz im vorderen Tabellendrittel zu festigen. Eine weitere überzeugende Leistung brächte zudem zusätzlichen Schwung für das Saisonhighlight am Mittwoch, wenn der SC im Halbfinale des Niederrhein-Pokals den FC Büderich empfängt.

Vor dem Gastspiel beim Essener Traditionsklub stellt sicher daher die Frage, inwieweit die Spieler nicht schon den Pokal im Kopf haben. Schließlich dürfte das für die meisten Spieler ein Highlight sein, das in ihrer weiteren Laufbahn nur schwer noch einmal zu erreichen sein wird. Zudem winkt noch der Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals – auch wenn der MSV Duisburg über die 3. Liga aktuell nicht die direkte Qualifikation schaffen würde. Kastrati fordert, dennoch die volle Konzentration auf den nächsten Gegner zu legen: „Ganz ausblenden kann man das sicher nicht. Das ist auch okay so. Trotzdem wollen für den Fokus auf Essen legen. Wir freuen uns auf Schwarz-Weiß und ein tolles Stadion. Es macht immer Spaß, da zu spielen.“

Neuzugang Darwish passt zu eingeschlagenem Weg

Personell rotieren angesichts der beiden schweren Aufgaben binnen weniger Tage und der damit verbundenen Beanspruchung will Kastrati nicht. „Ich habe mir ehrlich gesagt über Büderich noch keine Gedanken gemacht. Das sind junge Kerle. Wir werden versuchen, in Essen mit der bestmöglichen Aufstellung anzutreten und die verlorenen Punkte vom vergangenen Wochenende zurückzuholen. Aber es wird schwer. Essen hat eine gute Mannschaft, hat zuletzt gut performt und ist defensivstark.“ Was das personelle Angebot angeht, hat der SC-Coach großen Handlungsspielraum. Denn nach wie vor gibt es kaum Ausfälle zu beklagen. Nach seiner Verletzung gegen BW Dindgen ist Eghosa Ogbeide noch nicht wiederhergestellt. Der 19-jährige Youngster laboriert an einer Muskelverletzung im Oberschenkel.

Parallel zu den sportlichen Aufgaben nimmt auch die Kaderplanung derzeit viel Zeit in Anspruch. Von den drei fixen Neuzugängen gab der SC nun den ersten Namen preis. Memlan Darwish wechselt vom 1. FC Kleve an die Gelderner Straße. Der Innenverteidiger aus Krefeld wechselte vor zwei Jahren vom TSV Meerbusch zum aktuellen Schlusslicht und war bei beiden Vereinen Stammspieler. Damit setzt der SC auch seinen eingeschlagenen Weg fort, mit Spielern aus dem Umland zusammen zu arbeiten.