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Karriereende ist noch nicht in Sicht: Christopher Schindler (37) ist Torschützenkönig

Fußball A-Klasse 5

von Franziska Kugler · 19.06.2025, 14:00 Uhr · 0 Leser
Christopher Schindler erzielte für den SVD 25 Tore.
Christopher Schindler erzielte für den SVD 25 Tore. – Foto: Fupa

Mit 25 Toren kürte sich Christopher Schindler vom SV Dietersheim zum Torschützenkönig in der A-Klasse 5. Dabei sieht sich der 37-Jährige eigentlich eher als Vorlagengeber und hält sich sogar für torungefährlich.

Dietersheim – Neben dem historischen Meistertitel gab es beim SV Dietersheim nach Ablauf der Saison in der A-Klasse 5 sogar noch einen weiteren Grund zu feiern: Mit insgesamt 25 Buden kürte sich Spielertrainer Christopher Schindler souverän zum Torschützenkönig der A-Klasse 5. Ein Kunststück, dass dem früheren Mittelfeld-Ass zuletzt vor über zehn Jahren gelungen war.

„Die Erfahrung macht viel aus“

„Da habe ich das erste Mal als Stürmer gespielt“, erinnert sich der 37-Jährige an die Zeit beim SC Kirchdorf, für den er in der Kreisklassensaison 2013/14 ganze 29 Treffer erzielte und sich damit seinen bisher einzigen Torschützen-Titel im Herrenbereich sicherte. Seither habe sich sein Spielstil jedoch komplett verändert: „Ich bin nicht mehr so spritzig. Aber die Erfahrung macht viel aus. Wann läufst du los, wo stellst du dich hin?“, erklärt der Übungsleiter, der zwischenzeitlich als Spielertrainer in Petershausen und Schweitenkirchen aktiv war. Anders als in Dietersheim schlüpfte er dort allerdings meist in die Rolle des Jokers, wobei er wiederholt mit Verletzungen zu kämpfen hatte und lange ausfiel.

Trotzdem denke Schindler aktuell nicht über ein Karriereende nach: „Fußball macht mir einfach Spaß, und so lange ich der Mannschaft helfen kann und mein Körper das mitmacht, will ich auch auf dem Platz stehen.“ So hoffe er im kommenden Jahr in der Kreisklasse ebenfalls den ein oder andere Treffer beisteuern zu können. „Aber wenn ich dieselbe Anzahl vorbereite, bin ich genauso happy.“ Zumal die Torjägerkanone für ihn ohnehin eher ein Mannschafts- als ein Einzeltitel sei. Denn: „Um als Stürmer Tore schießen zu können, brauchst du Mitspieler, die dich in Szene setzen.“

Und in Szene gesetzt wurde der 37-Jährige sogar so häufig, dass wohl durchaus bis zu 20 weitere Buden möglich gewesen wären. „Ehrlicherweise bin ich nämlich überhaupt nicht torgefährlich“, gesteht Schindler, der sich aufgrund seiner 18 Vorlagen in erster Linie als Vorbereiter sehe. Klar, dass der Fokus vor Saisonbeginn deshalb nicht auf dieser Auszeichnung lag. „Erst ab der Winterpause habe ich mir dann gedacht: Wenn du vorne bist, bleibst du auch vorne.“

Ein Treffer war ganz besonders wertvoll

Im Gegensatz zu einem typischen Neuner netzte der SVD-Coach, der selbst keinen einzigen Elfmeter geschossen hatte, in den vergangenen Monaten vor allem aus der Distanz sowie nach Freistößen ein. Doch ausgerechnet bei seinem „emotional schönsten“ Treffer wusste er mit seinen Dribbelkünsten zu überzeugen und sorgte mit der späten Führung beim 2:1-Hinrundenerfolg im Derby gegen den TSV Eching II – seinem Ex-Verein – für Ekstase.

In der Rückrunde trug sich der Dietersheimer derweil nur noch acht Mal in die Torschützenliste ein. Einerseits verpasste der Cheftrainer dabei verletzungsbedingt gleich einige Partien, andererseits seien die Ergebnisse deutlich knapper ausgefallen. „Der Druck, aufsteigen zu wollen, hat uns da alle gehemmt“, weiß Schindler, der sich den Titel aber dennoch nicht mehr nehmen ließ. „Und wenn man in fast jedem Spiel, in dem man auf dem Platz steht, an einem Tor beteiligt ist, hat man‘s am Ende auch verdient.“ Franziska Kugler