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"Karre aus dem Dreck ziehen": Post SV fängt in der C-Liga neu an

Nach der Abstiegsrelegation musste der Post SV Düsseldorf am Ende der vergangenen Saison den bitteren Gang in die Kreisliga C antreten. Zwischenzeitlich stand darauf sogar noch in der Schwebe, ob es überhaupt weitergeht.

von Markus Becker · 25.07.2024, 23:00 Uhr · 0 Leser
Der Post SV Düsseldorf muss runter in die Kreisliga C.
Der Post SV Düsseldorf muss runter in die Kreisliga C. – Foto: Dennis Kemmerling

Die seit der abgelaufenen Saison in Kraft getretene Relegation in allen Spielklassen hat sicherlich nicht durchweg Befürworter gefunden. Dazu gehören wohl spätestens seit rund einem Monat die Verantwortlichen des Post SV Düsseldorf. Nach insgesamt vier Relegationsspielen muss der Verein nun eine Liga runter in die Kreisliga C.

Zwei Relegations-Duelle

Zunächst ging es in das Duell mit dem punktgleichen Ligakonkurrenten Lohausener SV II. Nach Gleichstand über 180 Minuten musste der SV noch eine Verlängerung überstehen, um sich ins Elfmeterschießen zu retten. Unglücklicherweise handelte sich Redouan Afkir kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit noch eine rote Karte wegen Nachtretens ein, in der Verlängerung brach dann der PSV mit drei Gegentreffern in sich zusammen.

Drei Tage später ging es also gegen die dritte Mannschaft des VfB Hilden um die letzte Chance, die Klasse zu halten. Das Hinspiel konnte der Post SV dann auch mit 5:4 knapp zu seinen eigenen Gunsten entscheiden, doch für das Rückspiel ging die Mannschaft genau zwei Wochen nach Ende der regulären Saison auf dem Zahnfleisch: "Da diese Spiele ja schon weit in der eigentlichen Sommerpause lagen, waren einige Spieler schon in ihrem wohlverdienten Urlaub. Des Weiteren hatten wir noch gesperrte Spieler, da die gelben Karten aus der laufenden Saison und noch zusätzlich aus den beiden ersten Relegationsspielen gegen Lohausen mitgenommen wurden", sagte Chefcoach Markus Schraets gegenüber FuPa Niederrhein.

Auf der anderen Seite stand ein Hildener Kader, der mit Spielern der A-Jugend und Akteuren aus der Altherren-Truppe ausreichend gefüllt war. Demnach ließ der VfB im Rückspiel mit einem klaren 7:2 auch nur wenig Zweifel aufkommen, wer in der Kreisliga B bleiben würde.

In der Folge stand der Post SV vor der schicksalsträchtigen Entscheidung, ob der Weg in die Kreisliga C nun überhaupt gemeinsam gegangen würde: "Nach drei Tagen Bedenkzeit sind wir dann aber gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass wir die Karre wieder aus dem Dreck ziehen möchten", verriet Schraets.

Mannschaft geht in große Teilen gemeinsam in die Kreisliga C

Zur neuen Saison bleibt das Teamgerüst in großen Teilen erhalten, um die Fehler aus der Vorsaison wiedergutzumachen. Lediglich Redouan Afkir (Rot-Weiß Lintorf), Florian Schiefer (DSV 04), Markus Hafner (SV Bad Feilnbach) und Maximilian Neunzig (DJK Sparta Bilk II) verlassen den Verein. Dafür stehen auf der Habenseite auch schon sieben Zugänge zu Buche. Neben Rückkehrer Oliver Lasch (SG Kaarst) und Eric Hürth (reaktiviert) stoßen zur neuen Saison gleich fünf Spieler vom TSV Eller 04 beim Post SV auf, hier steht die Freigabe des TSV jedoch noch aus.

Basierend auf den Prinzipien des Vereins verlangte man für keine der Abgänge eine Ablöse, was für Schraets auf Kreisebene eine Selbstverständlichkeit sein sollte: "Ist vielleicht etwas naiv, aber wir handhaben es halt so."

Zur kommenden Saison will der Verein nach Möglichkeit wieder den Weg zurück in die B-Liga ebnen, um die für Schraets "sportliche katastrophale Saison" schnell vergessen zu machen: "Unser Ziel für die neue Saison ist es, so lang wie möglich um den direkten Wiederaufstieg mit zu spielen. Es ist uns aber sehr bewusst, das dies kein Selbstläufer ist und es sehr schwer werden wird. Wichtig ist es für uns, das alle gesund bleiben und wieder den Spaß am Fußball finden."

Mit der Kaderplanung ist der erste Schritt getan, viele weitere müssten noch folgen, um den Post SV Düsseldorf wieder in die B-Liga zu hieven.